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Sonntag, 21. August 2011

Der Gelduntergang als Chance?



Nach aufregenden Börsenwochen mit crashartig fallenden Kursen und dem zweier Krisengipfel Merkel/Sarkozy geht das Rezessionsgespenst um. Den Börsenabstürzen voraus gingen Gerüchte über eine Herabstufung des Eurokernlandes Frankreichs und ein bevorstehendes Desaster der Großbank Société Générale, das allerdings ausblieb. Trotzdem rasten die Börsenkurse mancher Finanztitel um 20 Prozent und mehr in den Keller. Warum? Der Grund für die finanziellen Unruhen im französischen Markt scheinen bestimmte Pläne Griechenlands zu sein. Das Land will Anleihen mit einer längeren Laufzeit als 2020 in ein Tauschprogramm aufnehmen und die größten französischen Banken halten besonders viele griechische Anleihen. Die Anleger fürchten um Ihre Vermögen, der Markt ist also in Aufruhr und schon stürmt die Politik auf die Bühne um „Sicherheit“ zu verbreiten…Am Dienstagmittag hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy in Paris getroffen, um gemeinsam ein Projekt zur Stabilisierung Europas zu entwickeln. Das Ergebnis dieser deutsch-französischen Konsultationen ist die Idee einer europäischen Wirtschaftsregierung, eine Verankerung der Schuldenobergrenze der Euro-Länder sowie eine gemeinsame Finanztransaktionssteuer. All dass soll Europa wieder antreiben.

Über 90% solcher Wirtschaftsberichte beschreiben allerdings nur die Symptome und bis vor kurzem wollte noch keine Zeitschrift über das ursächliche Problem berichten, welches allen anderen zu Grunde liegt. Doch so langsam lässt sich der Systemfehler nicht mehr länger verstecken und der aktuelle „Spiegel“ titelt bereits „Gelduntergang - Die zerstörerische Macht der Finanzmärkte“. Bei den Ereignissen wie in den letzten Wochen handelt es sich um die Symptome einer umfassenden systemischen Krankheit. Unser Geldsystem hat nämlich bereits seit seiner „Geburt“ einen grundlegenden Fehler eingebaut bekommen der zu seinem unweigerlichen Kollaps führen wird. Durch den Automatismus des Zins- und Zinseszinseffektes wird das Geld von der breiten Masse abgezogen und sammelt sich immer mehr bei den Superreichen an. Da Superreiche aber schon alles haben, können sie Ihr ganzes Geld und die Zins- sowie Spekulationsgewinne daraus gar nicht mehr ausgeben und so fehlt das Geld im Kreislauf des Warenverkehrs. Die Folge ist ein enormes Überangebot von Waren der einem Kaufkraft- und damit einem Nachfrageverlust des normalen Konsumenten entgegensteht. Die ständigen realen Kaufkraftverluste durch gestiegene Preise sägen am Stuhl des aufgeblähten Absatzmarktes. Lohnzurückhaltung kann kein Produktionsmehrabsatz bewirken, soviel müsste eigentlich jedem Wirtschaftsexperten klar sein. Niedrige Löhne begünstigen ja wohl auch nicht die Staatsfinanzen und Sozialkassen.

Da das gehortete Geld der Superreichen dem physischen Markt nicht mehr zur Verfügung steht, müssen also Kredite her, gegen Zinsaufschlag versteht sich, um auch diese Zinslast bezahlen zu können muss sie erarbeitet werden und kommt (jedenfalls für uns nicht) einfach so irgendwo her. Aus dieser rasant steigenden gesamt Zinslast, resultiert also ein Wachstumszwang der Wirtschaft, denn die Zinsen müssen mit neuen Produktionsgewinnen und Steuermehreinnahmen erwirtschaftet werden. Je weniger Geld dem einfachen Mann zum Leben bleibt, desto mehr Kredite müssen her um die Wirtschaft mit Aufträgen zu versorgen, weil wir es mit unserem Verdienst eben nicht mehr können. Dann folgt die Politik des billigen Geldes, die mächtigen Männer der Zentralbanken rufen den Nullzins aus und schmeißen die Gelddruckmaschinen an. Der beschriebene Nullzins gilt selbstverständlich nur für Banken, das merkst Du spätestens wenn Du mal Dein Konto überziehst! Die Banken nehmen nachwievor fette Zinsen auf das Geld welches sie zum Nullzins und durch Geldschöpfung Quasi umsonst bekommen. Unsere Politiker ringen bei diesen Geldmengen (die natürlich nicht zur Verfügung stehen) um Stabilitätspakte und packen Rettungsschirme um die Währungen zu stützen, da es bei so viel Geld infltionäre Tendenzen gibt. In Wirklichkeit stützen sie das Geldsystem um den Superreichen Ihre Vermögen zu retten, denn bei einem Systemcrash ist auch deren Kohle nichts mehr wert. Die Frage ist aber nicht ob wir den Karren vor die Wand fahren sondern wann! Und die Zeit die die Bonzen brauchen um Ihr Geld in physische Werte zu bringen wird mit unseren Steuergeldern erkauft!!!

Hier ein kleiner aber interessanter Film über das System und wer die Hosen darin an hat. Der Film wurde von der Filmakademie Badem-Würtemberg prämiert:



Zentralbanken kaufen Staatsanleihen der eigenen Staaten auf und stellen diesem so das dringend benötigte Geld zur Verfügung. Sparen und keine Kredite mehr aufnehmen nutzt in dieser Situation nichts mehr, sondern bewirkt genau das Gegenteil, da der Wachstumszwang des Zinses bereits zu groß geworden ist und der kleine Mann nicht genug Geld in der Tasche hat um die Wirtschaft anzukurbeln. Zum Ende eines Wirtschaftszyklus ist der Wachstumszwang nahezu unendlich und das System wird von der Last der Zinsen erdrückt! Wenn Euch nun einige dieser Maßnahmen, welche ich eben beschrieben habe, bekannt vorkommen, liegt das daran, dass wir uns bereits im Endstadium unseres zins- und schuldbasierten, gegenwertlosen Geldsystems befinden, welches aber immer noch, durch Pseudotricks am Leben erhalten wird.

Da unser Geld nicht mehr gedeckt ist, (Die Golddeckung wurde bereits 1971 von Präsident Nixon einseitig aufgekündigt) beruht sein Wert nur auf Vertrauen und Glauben, ist dieses einmal Futsch implodiert auch das Finanzsystem. Dieses würde dann Weltweit geschehen, da alle Währungen der Welt mit Dollars gedeckt sind, doch der wiederum ist heute durch nichts mehr gedeckt!!! Also ist es vollkommen Egal welche Währung wir haben, wenn der Dollar abstürzt ist eh alles vorbei, da der Euro und alle anderen Werte der Welt mit Dollar gehandelt werden bzw. unterlegt mit Ihm sind, ist der Dollartod gleichzusetzen mit dem Globalfinanzcrash. Über 80 % aller Geldnoten auf der Welt sind Dollars, wir haben also schon sehr lange eine Weltwährung. Was wiederrum für mich der Beweis ist, dass eine einzige Weltwährung sowie Zentralisierung keine Probleme löst, sondern diese selbst darstellt.

Eine Lösung des Dilemmas besteht in vielen zinsfreien dezentral- regionalen Zerfallswährungen mit freien Wechselkursen. Eine Währung die ausgegeben werden muss da sie sonst einen Wertverlust hat, bleibt ständig in Umlauf und erfüllt endlich ihre Aufgabe dem Menschen zu dienen und nicht ihn zu versklaven!!! Als Wertaufbewahrungsmittel müssten dann allerdings andere, z.B. physische Dinge herhalten.

Bereitet Euch also vor und versucht autarg zu werden, denn wer aus der „Majorkrise“ heil rauskommt hat nicht nur überlebt, sondern auch die Chance bei einer gerechteren Geldverteilung nachher dabei zu sein, oder gar an Ihr mitzuwirken!

Liebe Grüße

Euer Micha


Quellen:

Spiegel Papierausgabe - Gelduntergang
MM News - Der Gelduntergang
Tagesschau - Frankreich sucht nach Gründen für den Kurssturz
Marko Butze.de - Der große Irrtum über das Geldsystem

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