Net News Express

Sonntag, 28. Oktober 2012

In was für einer Welt leben wir eigentlich?



Sicherlich gibt es zu viele schizophrene Handlungsweisen von Menschen, Institutionen, Konzernen oder Staaten auf der Welt als das man sie alle aufzählen könnte. Ab und an allerdings muss man ein paar einzelne Tatsachen (aus dem Wust von Informationen) herausstellen um zu verdeutlichen was wirklich geschieht und wer "Freund" und wer "Feind" ist. Dies will ich hiermit tun.
Damit mein kleiner Rundgang nicht zu sehr entartet konzentriere ich mich auf drei Dinge die mir letzte Zeit aufgefallen sind, es ist also kein historischer Rundumblick, sondern ehr eine persönliche Momentaufnahme...

Deutschland

Fangen wir mit unsern "Freunden" aus der Politik an. Zum 25-jährigen Bestehen des Deutschen Historischen Museums hat Kanzlerin Angela Merkel dazu aufgerufen, stets neue Zugänge zur eigenen Vergangenheit zu finden. Nur so sei Deutschland zukunftsfähig. Nun, das Frau Merkel Funktionärin für "Agitation und Propaganda" im SED Regime gewesen ist und als FDJ Mitglied von 1979 bis 1982 den SED-Kritiker Robert Havemann in seinem Hausarrest mit überwacht hat (wie Fotos des WDR belegen) scheint dabei wohl ehr eine untergeordnete Rolle zu spielen. Der Kanzlerin ihr Schoßhund Ronaldo Profalleraf zum Beispiel, wirft in regelmäßiger Heftigkeit Gregor Gysi eine mögliche Stasi-Vergangenheit vor, würden ihn wirklich moralische Beweggründe leiten, müsste er jedoch auch gegen seine Cheffin aufbegehren...oder? Auch kritisierte Merkel jüngst die sicherlich verurteilungswürdigen Einmischungsversuche mancher CSU Politiker in die Pressefreiheit des ZDF, sie selbst jedoch verbot  dem WDR die Veröffentlichung ihrer oben genannten FDJ Fotos, in der WDR/Phoenix Dokumentation "DDR - Bilder der Stasi". Auch ein Herr Gauck schwafelt gern von Freiheit, obwohl er im Sinne der Partei fluchtwillige überredete im Land zu bleiben...natürlich eingehüllt in SED-kritisches Gerede, was ihm den zweifelhaften "Titel" als Regimekritiker und Bürgerrechtler einbrachte. Aber Gaucks Unverständnis der Occupy-Bewegung und anderen Bürgerrechtsgruppen gegenüber  zeigt für mich seine wahren Charakterzüge.  Was für Anführer...armes Deutschland!!!




USA

Die Süddeutsche Zeitung berichtet aktuell darüber, das in den USA Wahlbeobachter der OSZE von der Polizei und den örtlichen Staatsanwaltschaften daran gehindert werden ihre Arbeit zu machen. Wahlbeobachtungen der OSZE sind auch in Demokratien ein durchaus üblicher Bestandteil zum Schutze der Bürgerrechte. Die US-Behörden wehren sich allerdings mit Händen und Füßen (mit Klagen und Einstweiligen Verfügungen) gegen solche Kontrollen. Auch die "New York Times"  berichtet von Wahlmanipulationen, allerdings etwas anderer Art, hier drohen  große US Unternehmen ihren Mitarbeitern mit Kündigung wenn sie nicht den richtigen (Mitt Romney) wählen.  Auch wird armen und nicht weißen Wählern die Wahlteilnahme durch immer neue Bestimmungen erschwert. Von Verhaftungen und Folter ohne richterliche Kontrolle, Tötungen in anderen Ländern, sowie von Völkerrechtswidrigen Kriegen ohne Zustimmung des Kongresses oder der UNO (seit dem "Patriot Act") will ich gar nicht erst anfangen. So ein Verhalten  kennt man wohl ehr aus Bananenrepubliken oder Terrorregimen und nicht von der angeblich größten Fackel der Freiheit.

Der Markt

Wir alle kennen den unheimlichen weltweiten Drang von Politikern den Märkten alles nur mögliche recht machen zu wollen. Jeder wird deshalb die folgenden Sprüche schon gehört haben: 

"Die Märkte werden es schon Richten" oder  "Wir müssen um jeden Preis die Märkte beruhigen" sowie "Es darf nicht der geringste Zweifel der Märkte aufkommen" und "Die Demokratie ist nicht mehr marktkonform"  auch gerne  "Die Märkte fordern ein Eingreifen und/oder neue gesetzliche Regelungen" und dann war da noch die Entscheidung die "sofort vom Markt abgestraft wurde." Blah, blah, blah.... alles ziemlich "gottgleich" das Ganze! 

Die Frage wer die Märkte überhaupt sind ist überaus vielschichtig und soll deshalb in einem anderen Post von mir behandelt werden. Mir ist heute einmal viel wichtiger zu beobachten welchen Charakter die Märkte eigentlich haben. 

Ich bin in dieser Woche nämlich auf eine interessante Dokumentation gestoßen, welche ganz klar den Charakter der Märkte zeigt. Eine Gruppe von Aktionskünstlern/Realkabarettisten, welche sich selbst als "The Yes-Man" bezeichnen, schmuggeln sich  als falsche Manager von bekannten Großkonzernen, staatlichen Organen oder als hochrangige Vertreter von NWO`s  in Konferenzen oder in  Interviews ein. Dort präsentieren sie entweder sehr gute (menschenwürdige) oder sehr abstoßende (menschenverachtende)  Vorschläge zur entsprechenden Problemlösung. Wann immer sie menschenverachtendes vorschlugen, gab es Beifall, Visitenkarten wichtiger Männer und Erfolg. Wenn sie jedoch zutiefst rührende und richtige Projekte ankündigten, wurde nur verhalten gelächelt und sofort kritisch hinterfragt. 


Der wahrscheinlich größte Coup der Yes-Man war ein Fernsehinterview bei der BBC, als ein Yes-Man dort als angeblicher Großmotz des Chemiegiganten Dow-Chemicals auftrat und endlich (nach fast 3 Jahrzehnten) die längst fällige Opferentschädigung der Bhopal-Opfer verkündete.
Noch mal zu Erinnerung: Am 3. Dezember 1984 flog die schrottreife Chemiefabrik von Union Carbide im indischen Bhopal in die Luft. Bei diesem "Unglück" kamen 18.000 Menschen ums Leben und die nachfolgenden Generationen leiden heute noch an Behinderungen schlimmster Art. Die Menschen dort wurden jedoch nur mit Trinkgeldern abgespeist. Union Carbide ist seit kurzem ein Tochterunternehmen des Großkonzerns  Dow Chemicals und drückt sich seit fast 30 Jahren um die Entschädigung. 

Nun war es also scheinbar soweit...vor fast 300 Millionen Zuschauern entschuldigte sich unser Yes-Man Andy im Namen von Dow Chemicals bei den Opfern und verkündete eine (für Dow verkraftbare) Opferentschädigung von 12 Milliarden US Dollar. Doch während alle vernünftigen und normalen Menschen auf der Welt diese Entscheidung feierten wie ein Fest, strafte der Markt diese menschenwürdige Entscheidung bitterböse ab. Innerhalb von Minuten fiel der Aktienkurs von Dow um über 2 Milliarden US Dollar.....was sagt uns das?!!!

Das Resume

Eines zeigte die Aktion der Yes-Man für mich eindeutig...nämlich den Charakter der Märkte!!! Alles was dem Menschen dient, mag es auch noch so richtig sein, wird bestraft! Und unsere Politiker, ob nun in den USA oder hierzulande, dienen eindeutig den Märkten, welche permanent gegen uns sind, obwohl sie uns eigentlich allesamt dienen sollten. Das Politiker gegen uns regieren liegt daran, dass sie selbstsüchtig und befangen sind. Bis auf einige Ausnahmen haben sie sich der Finanzmafia verschrieben, sind von ihnen ausgebildet sowie  gefördert worden und so tragen sie mit marktkonformen Entscheidungen ihre "Schuld" ab, was sie auch noch nebenbei finanziell und karrieretechnisch weiter nach oben bringt. Einmal so im Geflecht verfangen, tun sie alles für die Märkte....inklusive Lug und Trug, Krieg und Mord. Seht euch einfach nur mal an was sie tun um an der Macht zu bleiben, um andere zu fertig zu machen oder die Demokratie zu zerstören.....dann wisst Ihr das diese Leute nicht aus unserem Holz sind und in welcher Welt wir eigentlich leben!!!

Liebe Grüße

Sonntag, 21. Oktober 2012

Wählergunstwechsel made in USA - Paradox




Eigentlich bin ich kein großer Fan von Wahlveranstaltungen der "Neuen Welt", deshalb habe ich mich auch bis heute grundsätzlich aus US Vorwahl- und Wahlkämpfen herausgehalten. Eine sehr eigenartige Entwicklung  in den USA  zwingt mich diesmal jedoch etwas  dazu zu schreiben. Es geht um das Phänomen der wechselnden US-Wählergunst.

Eigentlich sollte man doch meinen, dass der geneigte US-amerikanische Wähler von dem fleischlosen Finanzkapitalismus, welcher ein Millionenanstieg an Arbeits- und Obdachlosen  produzierte, die Schnauze voll hätte...oder?! Weit gefehlt!  Auch wenn weit über 50 Millionen Amerikaner von Essensmarken leben müssen, die Infrastruktur am Boden liegt und ein Bundesstaat nach dem anderen vor der Insolvenz steht, ist bei den US-Bürgern ein deutlicher Rechtsruck zu verspüren. Wenn dieser Rechtsruck dahin ginge, der Verfassung der Vereinigten Staaten wieder ein mehr an Geltung zu verschaffen und Bürgerrechte wieder einzuführen,  welche im Zuge der Antiterrorgesetze beschnitten wurden (wie Ron Paul es vor nicht allzu langer Zeit forderte) ....dann könnte man ja noch Verständnis dafür aufbringen. Leider Gottes geht der US-Wählerrechtsschwenk jedoch in Richtung einer radikal weiter zu liberalisierenden Finanzwirtschaft alla Mitt Romney oder dahin wie die Tea Party  sie fordert. Freiheit für die Märkte um jeden Preis, das ist die Heilsbotschaft an die die meisten US-Bürger glauben. Mehr Freiheit für genau jene welche die die USA niederzuwerfen gedenken. Die eigene Freiheit ist man gewillt in einem Kniefall vor dem "allmächtigen" Kapitalismus zu opfern...unglaublich!  Der US-Wirtschaftsjournalist Thomas Frank schreibt in seinem neuen Buch „Arme Milliardäre“ dazu:

„Die neoliberalen Ideale haben sich bis in den letzten Winkel des Landes verbreitet. Nicht nur Universitäten versuchen sich heutzutage marktwirtschaftlich auszurichten, auch Krankenhäuser, Stromerzeuger, Kirchen und Museen, die Post, die CIA und die Streitkräfte der Vereinigten Staaten. Und nun, nachdem all dies bereits seit Jahrzehnten im Gange ist, haben wir einen Volksaufstand, der die Forderung erhebt, das Knie vor dem Altar der freien Marktwirtschaft noch weiter zu beugen. Und das nur kurze Zeit nachdem die Prediger der freien Marktwirtschaft die Welt in die größte ökonomische Katastrophe seit Menschengedenken geführt haben. Dies ist ebenso unglaublich wie unbegreiflich – eine Groteske sondergleichen.“

Auch wenn Obama seine Wähler auf ganzer Linie enttäuscht hat und zu einem der größten präsidialen Rechtsbrecher der amerikanischen Geschichte gehört, stellt er doch ein geringeres Übel dar als ein Romney. Es ist nämlich in amerikanischen Legislaturperioden immer wieder zu beobachten das die zweite Amtszeit eines US-Präsidenten wesentlich gemäßigter verläuft als die Erste. Das liegt nach Erkenntnissen einiger Wissenschaftler im allgemeinen daran, das die Abhängigkeit des Präsidenten von Spenden der wirklich Mächtigen nachlässt, sobald er zum zweiten mal gewählt wurde.  Der Multimillionär Mitt Romney jedoch steht wahrscheinlich in einer Bringschuld seinen Spendern gegenüber und damit für eine weitere Marktradikalisierung in den USA, welche Obama nicht mehr wirklich nötig hat. Obamas Part hingegen muss jetzt die Erfüllung seiner Versprechen sein. Zur Zeit liegen die beiden Kontrahenten etwa gleich auf und dass nach dem Romney zunächst hoffnungslos hinter Obama lag.
Sollte Romney das Rennen wirklich machen, dürfte es eine neoliberale Potenzierung der US Politik geben, welche in Europa und somit auch in Deutschland zu spüren wäre. Dabei scheint es außer der Wahl zwischen Pest und Cholera  auch wirkliche alternativen im US Wahlkampf zu geben...

Liebe Grüße

Euer Micha

Update: Außer den beiden Protagonisten der Demokraten und der Republikaner gibt es tatsächlich wählbare Altanativen über die nur nicht berichtet wird. Und weil über sie nicht berichtet wird führen sie leider ein Schattendasein. Hier sind sie:


                                          Gary Johnson
                                          Kandidat der Libertären Partei
                                          Jill Stein
                                          Die Kandidatin der Grünen Partei
                                         Virgil Goode
                                         Der Kandidat der Konstitutionspartei
                                         Rocky Anderson
                                         Der Kandidat der Gerechtigkeitspartei

Quellen: 


Sonntag, 14. Oktober 2012

Mein persönlicher Friedenspreis geht ans Grundgesetz!



So nun ist es passiert...jetzt sind wir alle Obama. Das waren meine ersten Gedanken als ich am Freitag die Entscheidung des Nobelpreiskomitees im Radio vernommen hatte. Aber jetzt mal ohne Scherz...Wer kommt auf sowas?! Die EU wurde doch erst 1992 mit den Maastrichter Verträgen gegründet, wie kann es da in der Begründung heißen "60 Jahre Frieden und Freiheit" dank der EU? Mal ganz abgesehen davon, das in den südlichen Staaten Europas Menschen EU Fahnen verbrennen, weil  unsere tolle EU diese mit Hilfe des IWF  in die Verelendung geschickt hat, oder die EU eine der größten Waffenschmieden der Welt ist...Welche konkreten Friedenserfolge hat die EU denn überhaupt seit 1992 vorzuweisen?! Ich wüste jetzt spontan keine.

Kriegsveranstaltungen hingegen gab es einige, z.B. im Kosovokonflikt 1998/99 konnte sich die EU nicht auf eine einheitliche Linie bringen. Anstatt auf dem Verhandlungswege zu vermitteln und ihr Gewicht fair gegen/für beide Kriegsparteien einzusetzen, schlossen sich einige EU Staaten (darunter auch Deutschland) ungeprüft der Nato-Haltung an und bombten die Bundesrepublik Jugoslawien zurück in die Steinzeit, auch ohne UN-Mandat. Das die USA und andere Länder vorher die UCK sowie weitere muslimische "Rebellen" ausrüsteten und ausbildeten und so die Eskalation zwischen den jugoslawischen Sicherheitsbehörden und den "Rebellen" erst verursachten, wurde von der EU ignoriert. Genauso verhielt sich die EU bei den Irakkriegen und dem Libyenkrieg (Gott sei Dank, diesmal ohne deutsche Beteiligung). Und auch im Syrienkonflikt bahnt sich erneut die selbe Fakten-Ignoranz der EU ihren Weg. Die EU hat sich immer ohne Prüfung der Sachlage auf die Seite der USA und der Nato geschlagen, sowie partiell auch aktiv Krieg gegen Jugoslawien, Irak, Afghanistan, und Libyen geführt! Hätte die EU alle Kriegsparteien fair beleuchtet und  entsprechend ihrer dadurch gewonnenen Erkenntnisse diese damit konfrontiert, so hätte sie die Parteien an den Verhandlungstisch zwingen können. Das wäre zumindest außenpolitisch nobelpreisverdächtig gewesen....aber so?! 

Auch der lange Frieden in Europa wurde nicht durch die EU erreicht, sondern eindeutig durch die Niederwerfung des NS Regimes und der späteren Gründung der friedlichen Bundesrepublik Deutschland, sowie der Schaffung eines, auf Frieden und Menschenrechten beruhenden Grundgesetzes für Deutschland. Auch die deutsche Wiedervereinigung und der Sturz des Eisernen-Vorhanges (sowie die damit einhergehende Befreiung der osteuropäischen Völker) geht nicht auf das Konto der EU. 60 Jahre Frieden und Freiheit in Europa, sowie das Ende der Teilung Europas, geht allein auf das Konto einer deutschen Versöhnungspolitik im Stile eines Willy Brand und auf die Standhaftigkeit eines JFK, sowie auf die Freizügigkeit eines gewissen Herrn Gorbatschow. Das alles wurde nur so möglich, weil wir deutschen uns dazu entschlossen haben (auch wenn uns nachgeholfen werden musste)  das von unserem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf und genau das garantiert unser Grundgesetz und NICHT die EU!!! Aus diesem Grunde verleihe ich meinen persönlichen Friedenpreis unserem Grundgesetz und trete in den Verein "Freunde des Grundgesetzes"  ein.

Liebe Grüße

Euer Micha

Sonntag, 7. Oktober 2012

Fischer ist "Kissinger light"!



                                         Bildquelle: worldpress.com


Als ich diese Woche den Blätterwald durchforstete staunte ich nicht schlecht als ich auf eine Kolumne des Joschka Fischer in der Süddeutschen Zeitung stieß. Na klar bin ich einiges von diesem Welt-Integrierer gewohnt, aber was ich da zu lesen bekam war selbst für einen abgehärteten Fischer-Kenner ziemlich aufschlussreich. Meint der gute Joschka doch, im Bezug auf Heraklit, dass die Krise  die Mutter aller Dinge sei, wie der Krieg Vater aller Dinge ist. Ich nahm erst einmal meine Brille ab um diese zu reinigen. Da wendet dieser möchtegern Kissinger, Heraklits Aussagen, auf dem Niveau  eines Guido Westerwelle (Stichwort spätrömische Dekadenz), auf die aktuelle Finanzkrise an. Was will uns der Autor damit sagen? Vielleicht.... dass alle Dinge "aus einem vernünftigen Weltfeuer hervorgehen"  welches sie selbst verursachen?! Was er damit meinte wird im weiteren Verlauf des Artikels mehr als deutlich.

Fast schon schadenfroh beschreibt Fischer das die Eurokrise bis jetzt alle Tabus gebrochen habe..:

"bis hin zur Verwandlung der EZB von einer Kopie der alten Bundesbank zu einer europäischen Federal Reserve Bank nach angelsächsischem Vorbild. Was noch abgelehnt wird, sind Euro-Bonds, aber auch diese werden kommen. Die einzige Frage ist, ob dies vor oder nach der deutschen Bundestagswahl geschieht.  Das hängt vom Verlauf der Krise ab." (oder besser gesagt...von der weiteren Planung der Krise)

Das Herr Fischer ganz klar antidemokratischen Tendenzen frönt wird aus folgenden Textpassagen deutlich...:

"Die Euro-Gruppe steht gegenwärtig an der Schwelle zu einer Bankenunion. Ihr wird die Fiskalunion folgen, und schon mit der Bankenunion wird der Druck zu einer politischen Union immer größer werden. Vertragsänderungen mit allen 27 (oder mit Kroatien 28) Staaten wird es nicht geben können, nicht nur wegen Großbritannien, sondern auch wegen der dann fälligen Referenden in zahlreichen Mitgliedstaaten. Diese würden gewiss zur Abrechnung mit der Krisenpolitik der nationalen Regierungen werden, und dies wird keine Regierung wollen, solange sie noch bei Verstand ist."

Aaaach so,  Mr. Fischer spuckt also auf das Grundgesetz und auf die parlamentarische Selbstbestimmung der Haushalte, sowie auf die Meinung der (noch) freien Völker EU Europas.  Ja er meint sogar das Regierungen nicht mehr bei Versand wären, wenn sie auf Ihr eigenes Volk hören würden. Auch gibt er zu, dass die gesamte Politik Europas der Agenda der Krise folgt. Am liebsten wäre es ihm wenn die Demokratien Europas sich selbst zugunsten eines zentralistischen EU-Superstaates abschaffen würden. Aber lest selbst...:

"die Euro-Gruppe wird sich in Richtung eines intergouvermentalen Föderalismus entwickeln. Das wird spannend, denn es werden sich dabei völlig ungeahnte Möglichkeiten für die politische Integration bieten.....Je mehr die Staats- und Regierungschefs durch die Krisendynamik zur Regierung der Euro-Gruppe werden, desto mehr werden sie ihre bisherige Doppelrolle als Exekutive und Legislative im Europäischen Rat obsolet machen. Wie gesagt: Diese Krise ist eine große Chance für Europa. Sie hat die Agenda der kommenden Monate und Jahre definiert - Bankenunion, Fiskalunion, politische Union. Die Europäer haben allen Grund optimistisch zu sein. Nicht trotz, sondern wegen der Krise."

Vielleicht sollte jemand Herrn Fischer mal erklären das Bundestagsabgeordnete und die Regierung selbst, Volksvertreter und damit ABGESANNTE DES VOLKES sind. Also nochmal im Klartext....

Lieber Herr Fischer,

Politiker sind Volksvertreter und ihr Chef ist das Volk. Sollten also unsere Angestellten mehrfach "Dienstanweisungen" ignorieren und eigenmächtig im Dienste fremder Interessen und zum Nachteil der Demokratie und ihrer Wähler handeln, so ist das ein fristloser Kündigungsgrund!!! (Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus - Art. 20 GG) und um bei Heraklit zu bleiben....  
lieber Herr Fischer, "Alles ist im Fluss"  also passen Sie lieber auf das Sie und Ihre künstlichen Krisenströmungen für einen EU-Zentralstaat, samt unserer verräterischen Staatsangestellten, nicht vom wirklichen Fluss der Dinge, nämlich vom Volkswillen hinweg gespült werden. Schönen Tag noch.

Liebe Grüße

Ihr 

Micha

 Quelle: