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Mittwoch, 27. März 2013

Zypern - Krise mit Ansage



Tja...eigentlich wird ja schon genug über die "Zypern Krise" berichtet - Leider nur zu einseitig, deshalb bin ich gezwungen letztendlich doch meinen Senf dazuzugeben. Also nochmal im Überblick - Was ist dort überhaupt passiert?! 

Natürlich ist Zypern ein Anlegerparadies da man dort ca.  3% mehr Zinsen für seine Anlagen bekommen hat als hierzulande, aber das ist nicht alles - Niedrige Steuern, eine geringe Kriminalitätsrate, eine gute Infrastruktur, günstige Lebenshaltungskosten und die zentrale sowie schöne Lage zwischen drei Kontinenten hat Zypern einen überproportionalen Anstieg an Investitionswilligen gebracht. Man mag nun eigentlich folgendes denken: "Aber das ist doch nun mal so im Kapitalismus, Standortvorteile ziehen Kapital an und gut is...oder?!" Normalerweise ja, aber da ein größerer Anteil der Anleger aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion kommt, ist der Neid derjenigen vorprogrammiert die diesmal nicht mit absahnen, der Neid der EU Bonzen...bis auf England das sich merklich still in dieser Sache verhält. Das auf Zypern auch sehr viele Briten ihr Vermögen am britischen Fiskus vorbeischleusen wird kaum in den Massenmedien erwähnt. Auch wird nicht darüber berichtet, das die zyprischen Banken erst durch den Schuldenschnitt bei den Griechen ins wanken geraten sind. Bestes Beispiel dafür ist die zyprische Laiki-Bank, welche im Rahmen der Eurokrise 9 Milliarden Soforthilfe von der EZB einstrich und diese fast ausschließlich in die griechischen Tochterbanken investierte, dieses Geld war nach dem Schuldenschnitt für Zypern verloren. Es sind also zum großen Teil griechische Schulden die auf Zypern lasten, auch das muss mal gesagt werden!!!

Jetzt, wo Zypern in der Klemme sitzt (nicht zu letzt durch rumdoktern am Eurosystem) tut jeder so als sei dort die Verschwendung Zuhause. Das mal wieder ein Land mit undemokratischen Mitteln genötigt wird seine gewinnbringenden Unternehmen zu verscherbeln, zeigt das eine nachhaltige Genesung von Zypern nicht gewünscht ist. Man geht sogar noch einen Schritt weiter! Anstatt die Banken dort pleite gehen zu lassen, sodass die Bankeneigentümer mächtig auf die Finger kriegen, steckt man seine Finger in die Konten der Sparer, so bleiben Banken/Großaktionäre mit ihrem eigenen Gewinnen unangetastet. Der zypriotische Einlagensicherungsfonds hätte sowieso bestehende Forderungen bis maximal 100.000 Euro je Kunde und Bank abgedeckt. Die dafür nötigen Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen wurden bereits am 24. Juli 2009 vorgenommen. Also bitte nicht verwirren lassen, es war alles bereits geregelt...man hätte nur den Dingen ihren marktwirtschaftlich/demokratischen Lauf lassen sollen und alles wäre "glatt gegangen". Nur dann hätten aus der Sicht der Bänker die Falschen bezahlt...nämlich SIE SELBST!!! Selbst die Linke hat das  begriffen (wieder mal als einzige) schaut Euch mal den Gysi an...nicht schlecht!
Als zusätzliches Schmankerl hat unsere selbsternannte EU Diktatur mit Zypern nun ein wunderbaren "Truppenübungsplatz" auf dem man die Enteignung der Bürger trainieren kann. Schaut genau hin, denn was dort geschieht, wird nach ähnlichen Mustern auch bei uns durchgezogen wenn die Finanzkrise zum Finale bläst...Also Augen auf und Werte sichern!!!

Liebe Grüße

Euer Micha

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