Net News Express

Donnerstag, 19. Juni 2014

Von Eingriffen in den Luftverkehr und trotzigen Militärs...



Es ist schon verwunderlich wie sich Nato-Offizielle verhalten wenn die Presse Sie mal ausnahmsweise unangenehme Dinge fragt. Am 05. und 10. Juni kam es zu großflächigen Störungen der zivilen Luftsicherung in weiten Teilen Europas - Betroffen waren die Luftsicherungen von Italien, Deutschland, Österreich, Ungarn und Die der Tschechen und Slowaken. Über 50 Passagierflugzeuge verschwanden zwischen 25 Minuten bis zu eineinhalb Stunden von den Radarschirmen der verschiedenen Luftraumsicherungen. Diese Vorfälle sind einzigartig in der zivilen Fluggeschichte und wurden sofort an die Luftverkehrskontrolle Europas, Eurocontrol, und die Agentur für Flugsicherheit gemeldet die nun Ermittlungen eingeleitet hat.

Nach unterschiedlichen Presseberichten war wohl hauptsächlich das Sekundär-Radar (Transponder-Radar) betroffen, das Primär Radar, welches das direkte Radarecho der Flugzeuge empfängt, soll von den Störungen immer nur sporadisch betroffen gewesen sein. Sofort eingeleitete technische Untersuchungen der Systeme ergaben keine Fehlfunktion der Radaranlagen, sodass von einem äußeren Einfluss ausgegangen werden muss.

In diesem Zusammenhang hatte der "Kurier" berichtet, dass am Donnerstag den 05.06.14 in Ungarn eine Nato-Übung stattgefunden habe, bei der der elektronische Kampf gegen Transponder von Flugzeugen geübt worden sei. Dieser Bericht wurde auch durch ein Bericht der Zeitung "Die Presse" gestützt, wonach eine AWACS Maschine maßgeblich an diesen Übungen/Störungen beteiligt gewesen sein soll. Die Störungsvorfälle am Dienstag den 10 Juni waren nach weiteren Zeitungsberichten hingegen auf ein nicht näher identifiziertes Fluggerät in der Nähe der Rammstein-Air-Base zurückzuführen. Auf die Nachfrage der "Presse" bei einem ranghohen Nato-Militär soll dieser extrem trotzig mit folgendem Kommentar reagiert haben:

"Wir diskutieren unsere Möglichkeiten der elektronischen Kriegsführung grundsätzlich nicht in der Öffentlichkeit."

Ups, kein Dementi? - hat man da jemand erwischt?! Wer hier Was in der Öffentlichkeit diskutiert, meine Nato-Herren, werdet Ihr schon noch merken - spätestens dann wenn Ihr Euer Tun nicht unter den Teppich gekehrt bekommt. Wenn die Ermittlungen zu Euch führen, dann wird eine öffentliche Debatte folgen das Euch Euer Schwachkopf raucht! Im Zuge dieser Debatte werden Politiker so unter Druck geraten das man Euch zur Rechenschaft ziehen muss! Mit solchen Sprüchen macht man sich nicht nur verdächtig, sondern zeigt auch seinen Zynismus den gefährdeten Menschen gegenüber. Auch wenn die Offiziellen behaupten, "es hätte keinerlei Gefahr bestanden" weiß wohl jeder was für Folgen so etwas haben kann - Kollisionen inklusive! Das war ein gefährlicher Eingriff in den zivilen Luftverkehr der geahndet werden muss. Auch Ihr seid Teil einer Zivilgesellschaft, Euer Beruf stellt Euch nicht über das Gesetz - merkt Euch das!!!

Ach noch was, unsere zivile Flugsicherung funktioniert weltweit sehr gut, zumindest dann wenn Militärs und Geheimdienste ihre schmutzigen Finger davon lassen würden - das betrifft auch das Verschwinden von Flug MH-370. Verlangt jetzt also bitte keine tolle neue SUPER-WELT-FLUGSICHERUNG, das wäre zu durchschaubar...

Liebe Grüße


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