Net News Express

Sonntag, 29. März 2015

Eine Meinung zum Germanwings-Absturz


Typgleicher Airbus der Germanwings


Zunächst einmal gilt mein zutiefst empfundenes Beileid den Angehörigen und Freunden der Opfer. Ich habe mich wegen des gewaltigen Mediengetöses bis heute extra noch nicht zum Absturz von Flug 4U9525 geäußert, weil man sowas erst einmal sacken lassen sollte - wie ich finde! Ja - es könnte eine Möglichkeit von vielen gewesen sein, das der Co-Pilot den Airbus A320 der Germanwings am 24.03.15 absichtlich zum Absturz gebracht hat. Allerdings gilt für mich immer die Unschuldsvermutung bis das Gegenteil bewiesen ist. Also fassen wir mal zusammen:

Auf dem mittlerweise geborgenen Voice-Rekorder ist zu hören das einer der beiden Piloten das Cockpit verlassen hat um auf Toilette zu gehen. Dabei scheint es sich um den Kapitän gehandelt zu haben. Dieser nahm das Angebot vom Co-Piloten Andreas L. an derweil den Flug zu übernehmen. Später konnte der Chef-Pilot allerdings nicht mehr zurück ins Cockpit, da Dieses automatisch beim Verlassen verriegelt wird. Der Co-Pilot öffnete dem wiederkehrenden Piloten nicht mehr die Cockpittür und reagierte auch nicht auf Klopfen sowie auf Kontaktaufnahmen über das Bordtelefon. Auch die Eingabe des Notfallcodes funktionierte nicht. Der Sinkflug des Germanwings Airbus begann genau 1 Minute nach dem Erreichen der Reiseflughöhe von 11500 Metern um 10:46 Uhr, exakt beim überfliegen der französischen Küstenlinie. Alle Versuche des Piloten in das Cockpit zu gelangen schlugen fehl, bis er sogar mit einer Notfall-Axt vergeblich versuchte die Tür einzuschlagen. Schnurgerade den Kurs einhaltend sank das 24 Jahre alte Flugzeug über 8 Minuten lang ab, bis es in den französischen Alpen an einem Bergmassiv zerschellte. Soweit die Fakten. Aber ich hätte da noch ein paar Fragen:
Zunächst einmal brauche ich eine Antwort auf folgende Frage: Wurde die Möglichkeit von außen den Notfallcode einzugeben mutwillig oder versehendlich von innen blockiert? Die Blockade der Cockpittür erfolgt laut Airbus nämlich lediglich mit einem Kippschalter. Die Position "Lock" befindet sich bei diesem Schalter unten (siehe Foto) sodass ein versehendliches Verriegeln theoretisch möglich wäre. Selbst wenn die Blockade absichtlich durchgeführt wurde, heißt das noch lange nicht das der innen verbliebene Pilot das Flugzeug zum Absturz bringen wollte. Wenn der im Cockpit befindliche Pilot z.B. ein erhöhtes (zwanghaftes) Sicherheitsbedürfnis hatte, könnte es sein, das Dieser mit eben jenem Kippschalter die Notfalltastatur/Türöffner gesperrt hat um im Bedarfsfall dem Piloten wieder Einlass zu gewähren. Könnte es weiterhin sein, das der am Steuer befindliche Pilot ohnmächtig wurde? Solche Fälle sind nicht selten, da die Atemluft für Crew und Passagiere durch die Triebwerke angesaugt und aufgewärmt wird. Kommt es hierbei zu Verunreinigungen der Atemluft (was nicht selten vorkommt, auch ohne Defekte) können Piloten oder Passagiere Schaden nehmen. Dieses Problem ist in der Flugbranche bekannt und hat schon oftmals zu Beinah-Unglücken und sogar zu Abstürzen geführt.
Kohlenmonoxid ist geruchsneutral und führt zu sofortiger Bewusstlosigkeit. Wenn dem im Cockpit verbliebenem Piloten eine Vergiftung der Atemluft zugestoßen ist, konnte er die Tür vielleicht nicht mehr manuell entriegeln. Auch die Notfallcodeeingabe von außen wäre dann nicht mehr zielführend. Denn wenn der Kippschalter auf "Lock" steht lässt sich die Tür bis zu 20 Minuten lang nicht mehr mit dem Notfallcode öffnen. Das "normale" Atmen (nicht näher deffiniert) des Co-Piloten Andreas L., welches die Staatsanwaltschaft zum Schluss brachte, er hätte das Flugzeug absichtlich zum Absturz gebracht, wäre  auch dann zu hören wenn er bewusstlos gewesen wäre. Interessant wäre jetzt ob die Atmung des Co-Piloten kurz vor dem Aufprall beschleunigt war. Hätte sich die Atmung beschleunigt, wäre er bei Bewusstsein gewesen. Hat er ruhig bis zum Schluss weiter geatmet, spräche dieses für eine Bewusstlosigkeit. Auch wurde der Körper von Andreas L. noch nicht gefunden und auf eventuelle Vergiftungen untersucht, bevor solche Einzelheiten nicht bekannt sind, kann ich als Ermittler keine erschöpfende Aussage über Schuld oder Unschuld von Andreas L. treffen.
Da die Beschuldigung Massenmord sehr schwerwiegend ist (auch für die Familie von Andreas L) sollte man sich mit entsprechenden Vorverurteilungen seitens der Staatsanwaltschaft zurückhalten. Und ganz besonders dann, wenn der zweite Flugschreiber, in dem die detaillierten Flugabläufe (Schalterstellungen und Handlungsabläufe der Piloten) aufgezeichnet werden, angeblich noch nicht gefunden wurde. Ich sage angeblich weil in dem Medien zwischenzeitlich die Nachricht umlief, der 2. Flugschreiber wäre gefunden worden, allerdings mit entferntem Datenspeicher!!! Wichtig wäre dann ob der Bordcomputer den Sinkflug aufgrund einer falschen Datenlage eingeleitet hat (letzter A320 Fall hier!!!)  oder ob der Sinkflug absichtlich eingeleitet wurde!!!

Mit dem Motiv von Andras L. habe ich auch so meine Probleme - Krankschreibung hin oder her. Zuerst einmal wurde keinerlei detaillierte Diagnose seiner Krankheit veröffentlicht, wir wissen also nicht ob er an Depressionen oder sonstigen Emotionalen Krankheitsbildern litt. Allerdings hat sich schon ein Heer von selbsternannten Sigmund Freuds zu Wort gemeldet und redet (ohne jegliche Fakten zu haben) über einen depressionsbedingten Selbstmord des Co-Piloten. Festzuhalten bleibt, das Andreas L. ein Flugfreak war der auch in seiner Freizeit flog. Wenn er sich also hätte umbringen wollen, hätte er sicherlich genug Möglichkeiten gehabt sich mit seinem Segelflieger in den Acker zu bohren - dazu muss man keine 149 Menschen mit ins Grab nehmen. Auch das Gequatsche von irgendwelchen Ex-Freundinnen hilft bei der Erforschung vom Geisteszustand des Andreas L. nicht weiter, oder kennt Ihr eine Ex die gut von Euch redet?! Also lassen wir es einfach!!!

Und noch etwas sollte geklärt werden bevor man den Co-Piloten mit vollem Namen in der Presse vorverurteilt! Ein Hubschrauberpilot der Armée de l’air, der in Orange stationiert ist hat ausgesagt, das er Teile des Germanwings Airbus in direkter Anfluglinie zum Absturzort gesehen hat. Sollte das zutreffen sind von der Maschine schon vor dem Aufprall Teile abgefallen, was für einen Defekt sprechen würde. Hier die Originalaussage:


"Die Zone in der Trümmer gesucht werden ist ziemlich lokal, aber Teile wurden flugaufwärts gefunden, was etwas beunruhigend ist"

Wenn man nun noch Zeugenaussagen ernst nimmt, welche Explosionen und Rauch vor dem Absturz gesehen haben wollen und den Aufstieg einer Mirage 2000 D zum Abfangen des Germanwings Fluges 4U9525 beachtet, könnte man auch in ganz andere Richtungen wild umher spekulieren. Nur hilft so etwas keinem weiter - vor allem nicht den Angehörigen! Lassen wir den Ermittlern Zeit ihre Arbeit zu tun und hoffen wir darauf, dass sie Dieses ordentlich tun. Und vor allem...treibt endlich diesen Flugschreiber auf und das bitte mit Datenspeicher, das seit ihr den Opfern schuldig!!! Denn nur dann können auch belastbare Aussagen getroffen werden!!!

Liebe Grüße

Mittwoch, 25. März 2015

Russland soll Kampf gegen eigene Leute finanzieren in dem es der Ukraine die Schulden erlässt!



Es ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Während der IWF mit deutscher Unterstützung an der Auspressung von Griechenland an vorderster Front mitspielt und auf die strikte Einhaltung der Verträge durch Griechenland pocht, verlangt selbiger nun das Russland auf die Schuldenrückzahlung der Ukraine verzichtet.

Es ist ein Zeichen von unglaublicher Ignoranz wenn Frau Lagarde von Russland verlangt auf die Schuldenrückzahlung der Ukraine zu verzichten. Genau das geschieht nämlich bei den aktuellen Umschuldungsverhandlungen um eine drohende Staatspleite der Ukraine zu verhindern. Insgesamt muss die Ukraine dieses Jahr noch fällige Kredite in Höhe von 15 Milliarden Dollar zurückzahlen, während sie vom Westen ermutigt wurde ihren Militärhaushalt um ein vielfaches (auf 4,8 Milliarden Euro) aufzustocken. Bezahlt werden sollen die Aufrüstungsorgien unter anderem von Russland in dem es auf die erwähnte Rückzahlung der ukrainischen Schulden verzichten soll, welche Putin sicherlich in seinem Staatshaushalt dringend gebrauchen könnte. Erschwerend kommt noch hinzu das die ukrainische Staatsführung Unmengen ihres Rüstungsetats zur Massakrierung der russischstämmigen Bevölkerung in der Ostukraine verwendet!

Konkret geht es um einen 3,5 Milliarden Dollar Kredit den die Ukraine noch unter Janukowitch bei Russland aufgenommen hatte, Dieser wird im Dezember 2015 fällig. Russland könnte wegen einer Vertragsverletzungsklausel jeden Tag den gesamten Betrag einfordern, tut es aber nicht, sondern erwartet lediglich die vertragsgemäße Rückzahlung im Dezember. Anstatt sich damit zufrieden zu geben, das Putin trotz aller Sanktionen gegen Russland die Ukraine nicht sofort in den Bankrott treibt, verlangt der IWF und die "internationale" Staatengemeinschaft nun einen Schuldenerlass aller Gläubiger. Dieser Schuldenerlass (Haircut) soll das aktuelle Loch im ukrainischen Staatshaushalt in Höhe von 40 Milliarden Dollar stopfen um so auch die Rückeroberung der ostukrainischen Gebiete zu ermöglichen. (Im EU-Jargon heißt das natürlich: Rückgewinnung/Erhaltung der territorialen Integrität der Ukraine)

Wladimir Putin und Russland müssten mit dem Klammerbeutel gepudert sein wenn sie einem solchen Schuldenschnitt gegen die Interessen Russlands zustimmen würden. Es kann nicht sein, das mit russischen Geldern russischstämmige Ukrainer im Donbass umgebracht werden. Einen derartigen Verrat kann die "Weltgemeinschaft" von Russland nicht erwarten, wo sie doch selbst nicht in der Lage ist den Griechen ein menschenwürdiges Gesundheitssystem zu finanzieren!!!

Liebe Grüße

Euer Micha

Quellen:

Freitag, 20. März 2015

Was am Himmel geschah...und damit meine ich nicht die Sonnenfinsternis!

Extremer Kondensstreifen 2013 bei Fröndenberg

Alle haben heute in den Himmel gegafft und nur deshalb weil die Massenmedien diese partielle Sonnenfinsternis vorher ganz groß angekündigt hatten. Hier bei uns (zwischen Ruhrgebiet und Sauerland) war der Himmel allerdings zu dieser Zeit verhangen und man konnte gerade so erahnen das es ein klitzekleines bisschen dunkler wurde während dieser Sonnenfinsternis. Im Normalfall hätten wir das nicht mal bemerkt...so wie wir nie etwas bemerken was außerhalb unseres Hamsterrades so geschieht. Zum Glück bin ich ein Außendienst-Hamsterradler und so fiel mir vorgestern, am Mittwoch den 18.03.15, auf das es extrem viele Kondensstreifen am Himmel zu sehen gab. Im Grunde kein besonderer Aufreger für mich, da ich das Thema Kondensstreifen (Chemtrails) eher wissenschaftlich kritisch sehe und nicht jedes entleerte Flugzeugklo als Chemtrail identifiziere. Allerdings gibt es wissenschaftliche Beweise und politische Indizien, welche eine eventuelle Ausbringung von giftigen Stoffen in die Atmosphäre nahelegen. Und manchmal scheint so etwas wirklich zu passieren, meiner Meinung nach aber räumlich eng begrenzt - im Versuchsstadium sozusagen - Ich berichtete schon einmal hier darüber. 

Zurück zu Mittwoch...diesen Mittwoch musste ich sehr weite Strecken zwischen meinen Kunden zurücklegen, zum Teil mehr als 120 Kilometer. Als ich also ca. 70 Km die A45 in Richtung Siegen entlang fuhr um bei Meinerzhagen ins tiefste Sauerland abzubiegen, stellte ich fest das während der gesamten Strecke exzessiv Kondensstreifen am Himmel zu sehen waren nur keine Verursacher - und die ganze Nummer nahm nicht ab, im Gegenteil. Während sich keiner von diesen Kondensstreifen auflöste, wurden sie sogar noch massiv größer. Ich konnte nur einen einzigen Flieger (Bild 5) erkennen, dessen Abgasstrahl sich normal verhielt und nach einigen Sekunden verschwand. Nachdem ich meine Kunden in Attendorn und Lennestadt erledigt hatte (Auch hier Flugzeugabgase ohne Ende und anscheinend ohne Verursacher) fuhr ich weiter nach Siegen...und auch hier eine komplette Flugabgasorgie. Es begann schon echt bedrückend zu werden, deshalb habe ich ein paar Fotos mit meiner kleinen Firmenkamera gemacht. Auf dem Rückweg ins Ruhrgebiet verdichteten sich diese Abgasstreifen bereits bei Meinerzhagen zu einer geschlossenen "Hochnebeldecke", sodass trotz eines wunderschönen Frühlingstages kein blauer Himmel mehr sichtbar war und Das über fast ganz NRW!!! Hier mal die Bilder...















Am Ende des Tages war der Himmel nur noch eine graue Suppe, die sogar vom "Wetterfrosch" des WDR 2 kommentiert wurde, allerdings meinte Dieser es handle sich um hohe Luftfeuchtigkeit. Ich musste schon echt schmunzeln über diese Aussage, da sie auch nicht wirklich im Brustton der Überzeugung daher kam (er wirkte dabei unsicher und hatte sogar einen Versprecher). Als ich dann nach Hause kam habe ich noch ein wenig über das erlebte nachgedacht. Hier mal der Himmel bei meiner Ankunft Zuhause...



Selbst als ich in der Nacht zum Donnerstag wach wurde gingen mir diese Luftverpestungen nicht mehr aus dem Kopf...Es waren doch keine Ferien, woher kamen dann diese ganzen Flugspuren ohne Flieger nur? Ich begann mir Satellitenaufnahmen im Netz anzuschauen und Diese belegen das es bereits am Mittwoch gegen 4:00 Uhr morgens mit diesem lebhaften Flugverkehr losgegangen sein musste. Auf der folgenden EUMET-Sataufnahme kann man ganz klar um 4:19 Uhr (Zeitstempel links unten) Abgasfahnen kreuz und quer über NRW erkennen. (Ich finde leider keine besser aufgelösten Bilder) Die zweite Aufnahme belegt die bereits zum "Hochnebel" verkommene Abgaswolke über Sauer- und Siegerland sowie dem Ruhrgebiet (um 15:51 Uhr) welche aus dem herben morgendlichen Flugverkehr wurde, aber seht selbst...

 Quelle: DWD Eumetsat
 Quelle: DWD Eumetsat

Der Hüttenhammer folgte dann direkt am Donnerstag. Beim Kundendienst zwischen Balve und Plettenberg musste ich durch dichtesten Nebel, die Sichtweite betrug zum Teil unter 100 Meter und aus dem Radio ertöne eine Warnung: Feinstaubwolke und Nebel über NRW, dieses sei, wegen der Wetterlage und dem ganzen Verkehr in NRW typisch. Weil die Feinstaubwerte bis ins Rothaargebirge enorm überschritten seien, sollten wir das Autofahren einschränken und die Heizungen sowie die Öfen aus machen....

Ja spinne ich denn?!?! Wer verpestete denn eigentlich am Mittwoch-Morgen um 4:00 die Luft über NRW?! An welchen Ruß- und vielleicht sogar noch anderen Partikeln kondensierte denn die Luftfeuchtigkeit?! Ach so, an den Partikeln von Autoabgasen....und Öfen des Hochsauerlandes mit seiner ungeheuren Bevölkerungsdichte...sozusagen eine Smogkatastrophe im Luftkurort. Was soll der Scheiß? Selbst wenn ich jetzt mal nur "normale" Flugabgase unterstelle ist es eine riesen Sauerei uns hier am Boden den schwarzen Luftverpestungs-Peter in die Schuhe zu schieben, während Nachts über unseren Köpfen immense Schadstofforgien unerwähnt bleiben! Warum werden solche Flugtätigkeiten nicht thematisiert? Warum sind solche enormen Flugbewegungen denn um diese Uhrzeiten dermaßen ausgeprägt - ist das normal? Und welche Flieger waren das?

Wer die beiden Satellitenaufnahmen vergleicht, muss zum Schluss kommen, das der "Luftfeuchtigkeitshochnebel" am Nachmittag in direktem Zusammenhang mit dem morgendlichen Flugverkehr steht (warum lügt der Meteorologe dann eigentlich und meint das wäre "Hochnebel"?) und der gesunde Menschenverstand könnte vieleicht sogar auf folgenden ketzerischen Gedanken kommen: Wenn der Scheiß so schnell runter kommt, ist er schwerer als Luft...also doch mehr als nur Abgase? Alles nur wilde Spekulation...es sei denn Ihr untersucht mal Eure Feinstäube um die Ihr am Donnerstag so ein Alarm gemacht habt - liebe Meteorologen und Umweltbeamte. Vielleicht findet Ihr ja doch noch was anderes... selbst meiner Meinung nach wäre es mittlerweile möglich!

Liebe Grüße

Euer Micha

Samstag, 14. März 2015

Franziskus im Fadenkreuz...?

Eine Zeichnung des Künstlers Mauro Palotta - Bildquelle: Arte


Eines vorweg, ich glaube als Protestant an Gott, allerdings nicht in Verbindung mit regelmäßigen Kirchengängen. Ich bedanke mich bei Ihm wenn etwas geklappt hat, oder diskutiere mit Gott wenn ich was zu meckern habe, alles in allem würde ich sagen....wir kommen klar. Als Protestant habe ich natürlich so meine Probleme mit dem Amt des Papstes, zumal sich die katholische Kirche in der Historie nicht wirklich mit Ruhm bekleckert hat -  Stichworte sind da: Kreuzzüge, Hexenverbrennungen und in der Gegenwart Kindesmissbrauch. Auch meine ich das Jesus keinen Stellvertreter und obersten Brückenbauer auf Erden ernannt hat, somit hat dieses Amt für mich natürlich keinerlei Legitimation! Allerdings gibt es von Zeit zu Zeit Menschen auf dem Papststuhl die mir Respekt abnötigen - Franziskus ist so ein Papst!



Franziskus hat er sich genannt, ein Papst der Armen und verlassenen will er sein, Einer der Dinge klar beim Namen nennt - und das tut er auch! Ich erinnere mich mit einem Grinsen im Gesicht an die Brandrede des Papstes im Dezember letzten Jahres, in der er mit der Kurie hart ins Gericht ging. 15 Krankheiten "diagnostizierte" Franziskus am Kirchenkörper, von geistlichen Alzheimer (Verfall der Grundwerte und Vergessen der eigenen Erlebnisse) bis zur "schizophrenen Existenz" (Unzüchtiges Doppelleben und Heuchelei) war eigentlich alles dabei was in der Kirche so schief läuft. (Die übersetzte Originalrede hier) Einigen Mächtigen im Vatikan dürfte diese Abrechnung bitter aufgestoßen sein...und nicht nur denen!



Auch auf internationalem Terrain nimmt Franziskus kein Blatt vor dem Mund. Nachdem Franziskus die feigen Attentate auf das Satire Magazin Charlie Hebdo auf seiner Manilareise scharf und differenziert verurteilt hatte, (Er verurteile nämlich auf das Schärfste jede Art von Terrorismus auch Staatsterrorismus) sagte er weiter...:

"Jede Religion hat eine Würde und man kann sich darüber nicht lustig machen." Als Beispiel  für seine persönliche Toleranzgrenze fügte er hinzu...: "Wenn Dr. Gasbarri (der Reiseorganisator und Freund des Papstes), mein lieber Freund, meine Mama beleidigen würde, erwartet ihn mein Faustschlag"
 
Herrlich, oder?! Der Mann sagt einfach das Richtige!!! Diese schonungslose Offenheit des Papstes ist anscheinend auch der Presse ein Dorn im Auge. So ist in den üblichen Gazetten auch von "flapsigen Kommentaren des Papstes" und von "Den schockierenden Äußerungen des Franziskus" die Rede, nur weil er einen Klaps zur Bestrafung eines Kindes nicht sofort geißelt. Er sagte sinngemäß das ein Kind manchmal zur Anleitung einen Klaps benötige, allerdings seien feste Schläge und entwürdigende Schläge ins Gesicht zu verurteilen. 


Was ist daran falsch?! Wohin unsere Jugend kommt, wenn sie komplett Antiautoritär erzogen wird kann man jeden Tag aufs neue in den Medien "bewundern"...Apropos Medien, wer sich über solche Papstaussagen ereifert und unserm Bundespfaffen Gauck die Aufforderung zu Bundeswehreinsetzen für Wirtschaftsinteressen durchgehen lässt, düfte sich eigentlich nicht mehr Journalist nennen!


Auf der politischen Bühne brachte Papst Franziskus in zähem Ringen die Obama-Administration dazu sich Kuba wieder anzunähern um die Jahrzehnte andauernden US-Sanktionen gegen das Land zu lockern. Auch zu Wladimir Putin hat Franziskus ein sehr menschliches Verhältnis. Öfters spricht er mit Putin vorurteilsfrei über die internationalen Krisenherde und schrieb Putin einen Brief zur Syrienkrise. In dem Brief hatte der Papst auf eine friedliche Lösung im syrischen Konflikt gedrängt und von der Notwendigkeit eines gerechteren weltweiten Finanzsystems gesprochen. Im Bezug auf Syrien beklagte er, dass in diesem Konflikt von Anfang an Einzelinteressen dominierten, die die Suche nach einer Lösung erschwerten. Dabei meinte Franziskus sicherlich nicht nur eine Konfliktpartei!


Auf jeden Fall scheint Franziskus ein "Hansdampf-Papst" zu sein, der auf Grund seines Überblicks und seiner Offenheit langsam aber sicher unbequem für Einige geworden ist. Die logische Konsequenz wird sein, das Franziskus in das Fadenkreuz gewisser Mächte gerät...und tatsächlich...


Aus Berichten der vatikanischen Sicherheitsdienste geht hervor das der sogenannte IS Franziskus als Anschlagsziel betrachtet, obwohl sich der Papst immer gegen Diskriminierung und Beleidigung anderer Religionen und insbesondere des Islams ausgesprochen hat! Jedenfalls hat der Sicherheitschef des Papstes Domenico Giani gegenüber der Presse verlauten lassen...:


"Die Gefahr besteht. Allerdings wissen wir im Moment noch nichts konkretes von einem Angriff auf den Vatikan oder den Heiligen Vater." Weiterhin sagte er, das ISIS nicht die einzigen Kräfte wären, welche im negativen Sinne ihre Aufmerksamkeit auf Franziskus richteten. "ISIS ist nicht die einzige Bedrohung für Franziskus" betonte Giani später nochmal.


Leider scheint auch Franziskus selbst ein schlechtes Gefühl zu beschleichen:

"Ich habe das Gefühl, dass mein Pontifikat kurz sein wird", sagte Franziskus dem mexikanischen Fernsehsender Televisa. "Vier oder fünf Jahre. Ich weiß nicht. Oder zwei oder drei. Zwei Jahre sind schon vorüber. Ich habe das etwas vage Gefühl, dass mich der Herr für eine kurze Mission ausgewählt hat."


Immerhin wurde, seit den Bedrohungen von vorletzter Woche, die höchste Alarmstufe zum Schutz des Papstes ausgerufen. Ich hoffe einfach nur das die Sicherheitsleute des Papstes einen guten Job machen. Franziskus ist ein guter Mann und ich fände es zutiefst verabscheuungswürdig wenn Dieser durch eine angebliche ISIS/IS Tat zu Schaden kommen würde. Auch wenn ich das Amt des Papstes nicht mag, Franziskus kann ich wirklich gut leiden und ich hoffe einfach, das dieser Papst nicht für eine False-Flag-Operation herhalten muss, weil er einige Kreise stört. Wenn etwas geschehen sollte....wüsste ich als Ermittler jedenfalls wo ich die Hintermänner zu suchen hätte!!!


Liebe Grüße