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Samstag, 18. Juni 2016

Schon wieder ein Fall von Psychopharmaka, oder doch mehr? - Der Mord an Jo Cox




Vor zwei Tagen wurde die 41 Jährige britische Labour-Abgeordnete Jo Cox auf offener Straße auf brutale Weise ermordet.  Der 52 Jährige Thomas Mair wurde als Tatverdächtiger in diesem Zusammenhang verhaftet. Mair soll zweimal auf Cox geschossen haben, einmal davon in den Kopf, danach soll er noch wie im Rausch auf sie eingetreten und eingestochen haben. Jo Cox verstarb wenig später an ihren schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Täter soll "Britain first" oder "put Britain first" gerufen haben - soweit die offiziellen Medien.

Bei oberflächlicher Betrachtung, wieder einmal ein durchgeknallter Rechter der einen Anschlag auf vermeintliche pro Asylpolitiker durchführt, ähnlich wie beim Fall der Kölner Oberbürgermeisterin Reker. Sieht man jedoch genauer hin, stellt man folgende Ungereimtheiten fest. Die angeblichen Rufe des Täters "Britin first" oder "put Britain first" wurden anscheinend erfunden. Der erste Zeuge, Aamir Tahir, Besitzer einer chemischen Reinigung, stand zur Tatzeit im Stau an anderer Stelle und zitierte lediglich Hörensagen. Der zweite Zeuge, Ben Abdallah, welcher im  „Azzurro Café“ saß, will den Schlachtruf „Britain First“ ebenfalls gehört haben – aber genau wie Tahir nur aus den Äußerungen über die Wahrnehmungen Dritter. Es ist schon merkwürdig, wie die Presse Hörensagen zur Tatsache umdeutet. Kurze Zeit später meldet sich dann ein dritter Zeuge, Clarke Rothwell, diesmal kein Bürger mit Migrationshintergrund, auch er will irgendetwas mit "Britain" gehört haben - ist sich inzwischen aber nicht mehr ganz sicher, was er denn nun gehört hat.

Da die Beweislage es auf dieser Grundlage nicht zulässt den Täter eindeutig "rechts" zu verorten, meldet  eine "US-Bürgerrechtsbewegung" der Daily Mail, das sich Mair irgendwann für rechte Literatur aus Südafrika interessiert hat, auch eine Waffenzeitschrift habe man plötzlich gefunden und fertig ist der "rechte Täter". All diese "Halbinformationen" scheinen wichtiger als die Aussagen von Mair`s Familie, welche ihn als vollkommen unpolitischen Menschen beschreibt.

"Ich verstehe es nicht. Wirklich, ich verstehe es nicht“, sagt seine Mutter der Zeitung „Daily Mail“. Und auch sein Bruder ist fassungslos: „Ich bin völlig entsetzt über die Nachrichten“, meint er und spricht der Familie von Cox anschließend sein Beileid aus. Er könne einfach nicht glauben, was passiert sei. „Mein Bruder ist nicht gewalttätig und nicht sonderlich politisch.“

Auch Nachbarn beschreiben den 52 Jährigen als sympathisch, freundlich und unpolitisch - wenngleich etwas zurückgezogen lebend. Unstrittig scheint allerdings die Krankengeschichte des Tatverdächtigen zu sein. Seine Odyssee reicht von psychologischen Behandlungen bis hin zur Einnahme von Psychopharmaka und gipfelte in die Einweisung in eine Klinik. Mair ging sehr offen mit seiner Krankheit um, ließ sich Behandeln, ja sprach sogar 2010 mit einer Zeitung darüber. Nach seiner eigenen Aussage habe ihm am besten ehrenamtliche Arbeit getan: "Das hilft mir sehr viel mehr als alle Psychotherapien und Medikamente der Welt“, sagte er den Medien gegenüber. Diese Aussage des Tatverdächtigen lässt die Vermutung zu das er früher versucht hat die Medikation abzusetzen, dieses führt später oft zu offenen Psychosen. Unklar ist allerdings ob Mair wirklich krank war oder die Medikamente selbst ihn erst krank machten.

Es ist jedenfalls sehr häufig zu beobachten das Menschen, welche unter Psychopharmaka stehen, zu starken Wesensveränderungen neigen - oft im Zusammenhang mit besonders kaltblütigen und bestialischen Morden. Beispiele für solche (durch Psychopharmaka beeinflusste) Taten gibt es viele z.B. der Ammoklauf von Winneden und andere hier.

Auch Geheimdienste und Armeen bedienen sich oftmals der "Hilfe" von Psychopharmaka als Mittel den "Feind" besser töten zu können - damit auch ja kein Mitgefühl oder Sympathie den "Auftrag" stören kann. Jedenfalls wird in England überall darüber diskutiert ob der Mord an Jo Cox politisch tiefer motiviert war, immerhin hat sich die Stimmung in Großbritannien seit her deutlich in Richtung der Europa Freunde gedreht. Ob Mair nun ein krank gemachter "Schläfer" von Geheimdiensten war ist reine Spekulation, aber Fakt ist (gerade auch angesichts der offiziellen Berichterstattung und Ausschlachtung auf allen Kanälen) dass das Attentat auf Jo Cox aus Sicht der "Anti-Brexit Kampagne" zu keinem günstigeren Moment hätte geschehen können. Ist doch wieder einmal ein "Rechter" der Böse und jeder der nationale Töne anschlägt gleich mit - So verbietet sich momentan automatisch jedes national angehauchte Argument der Brexit-Befürworter...wie praktisch kurz vor der Abstimmung...


Liebe Grüße

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