Net News Express

Sonntag, 17. Dezember 2017

Hochwertige bezahlbare Audio-Netzteile selbst gebaut - Teil 2



Wie ich bereits in meinem ersten Artikel über Spannungsversorgungen beschrieben habe (siehe hier) verbessern hochwertige Netzteile den Klang von Verstärkerschaltungen nachhaltig. Dabei kann man einiges an Geld sparen, aber Geld in die Hand nehmen muss man trotzdem. Wenn das angeschlossene Gerät, wie im vorherigen Artikel, mehrere hundert Euro kostet macht das ja auch Sinn, aber wie sieht es mit günstigeren Vorverstärkern aus. Lohnt es sich für Phonovorstufen von knapp über hundert Euro die Spannungsversorgung zu verbessern? Die Hersteller finden das auf Grund der zu geringen finanziellen Marge nicht, deshalb werden für günstige Vorstufen auch keine besonderen Netzteile gebaut. Ich finde allerdings schon das man auch bei günstigen Geräten eine Verbesserung durch eine wirtschaftlich modifizierte Stromversorgung erzielen kann, sofern man dabei auf den Preis achtet! Niemand bezahlt beispielsweise 150 Euro für ein Geräteupgrade wenn das Gerät selbst nur 100 Euro kostet. Man rüstet ja auch nicht den Motor eines Fahrzeugs dermaßen auf das die Motor-Tunigkosten den Neuwagenpreis überschreiten. Also machte ich mich an die Arbeit.

Mein Ziel war es für die Hälfte des Preises der Pro-Ject Phono-Box I (Kostenpunkt PB I = 110,- Euro - also für 55 Euro) eine relativ hochwertige Spannungsversorgung zu bauen. Die Phono-Box I braucht im Gegensatz zur zweiten Version (welche eine Wechselspannung benötigt)  eine einfache Gleichspannung von 18V. Da ich ja bereits Erfahrung in der Teilebeschaffung hatte, legte ich bei Reichelt Elektronik das PROMA EG 2 Gehäuse, Schalter, LED, Sicherungshalter, DC Kabel, NTC´s (für Einschaltstrombegrenzung) usw. schon mal in den Warenkorb. Die Netzteilelektronik und den Trafo fand ich nach längerer Suche auf Ebay, wobei der Netzteilbausatz noch einen Upgradeprozess durchlaufen wird. Der 18 Volt 8VA Trafo von Monacor stammte aus einer Werkstattauflösung und war für 4 Euro zuzgl. 4 Euro Versand ein echtes Schnäppchen. Der Spannungswandler wurde Versandkostenfrei als Bausatz für schlappe 10 Euro geliefert.

Die Qualität der Elektronik war für normale Verhältnisse hoch (rauscharmer regelbarer Stabi LM 317, präzisions Spindeltrimmer sowie großer Kühlkörper usw.) ....besonders wenn man den günstigen Preis bedenkt, allerdings musste noch ein wenig Feinschliff her. Nach dem ich mir die Schaltung genau angesehen hatte, beschloss ich die Gleichrichterdioden (1N4007) gegen ultraschnelle BYV 27-200 zu tauschen, was eine wesentlich schnellere und störungsfreie Gleichrichtung ermöglicht. Der vorgesehene "normale" Elko von etwa 2200 uF wurde von mir gegen ein low ESR Elko von 4500 uF ausgetauscht. Vorteile dieses Elkos sind ein erheblich minimierter Verlustwiderstand und eine Kapazitätsverdoppelung. Eine Verdoppelung der Kapazität hat über den Daumen gesehen eine HALBIERUNG der Brummspannung zur Folge, welche bei solchen Netzteilen systemimmanent ist und so klein wie möglich gehalten werden sollte! Weitere Teilekosten für den Reichelt Warenkorb waren dadurch überschaubare 3 Euro - gesamt nun inkl. Versand 30 Euro. Noch das Typenschild für 4,- inkl. Versand und die Platine, diesmal für 3 Euro bei Ebay geschnappt und schon waren die kompletten Teilebestellungen erledigt.

Nachdem alle Teile angekommen waren musste ich als erstes den Trafo "überkopf" auf der Platine befestigen. Dieses Vorhaben war ohne entsprechende Halterung sehr schwierig, ich entschied mich diesmal für die unzerstörbare 2 Komponenten Kunstharzklebung. Nachdem der Trafo mit der Platine vergossen, die Elektronik "zusammengebraten" und verschraubt war, sah das Ergebnis in dem Proma Gehäuse schon echt gut aus. Siehe Foto oben.

Jetzt noch ein wenig verdrahten, abgleichen, bohren und feilen und fertig war ein sehr gutes Netzteil für den Phonovorverstärker Pro-Ject Phono-Box I. (Fotos oben) Der Gesamtpreis der Teile war 55 Euro!!! Das Preisziel für die Hälfte des Systemgesamtpreises eine anständige Spannungsversorgung zu kreieren habe ich diesmal nur sehr knapp mit einer Punktlandung bei 55 Euro erreicht. Dennoch ist es ein stabiles, hochwertiges, schönes und vor allem ein wirtschaftliches attraktives Audio-Netzteil bei der Sache herausgekommen. Dieses Netzteil verhilft der Phono-Box zu mehr Dynamik und besserer Auflösung, bei reduzierter sowie nicht wahrnehmbarer Brummspannung. Dieses Netzteil kann überdies für fast alle günstigen Phonovorstufen mit normaler positiver Betriebsspannung zwischen 9 und 19 Volt abgeglichen werden.

Technische Daten:

Gesamt Siebung: 4500 uF
Spannung regelbar: 0-19V
Strom: max. 500 mA mit Monacor Trafo
Stabilität: ca. 0,4% / A
Noise: ca. 0,005 % / V



Viel Spass beim Nachbau und
liebe Grüße sowie ein besinnliches Weihnachtsfest.

Euer Micha

Montag, 11. Dezember 2017

Hochwertige bezahlbare Audio-Netzteile selbst gebaut - Teil 1


Da unser High- End Lautsprecher-Projekt (siehe hier) momentan wegen familiärer Umstände unseres Holzfachmannes auf Eis liegt, habe ich mich zwischenzeitlich mit einer anderen technischen Sache befasst. NETZTEILE!

Die Qualität eines Verstärkers oder Vorverstärkers steht und fällt mit der Qualität seines Netzteiles, da das verstärkte Signal letzten Endes zu 100 Prozent aus der bereitgestellten Betriebsspannung besteht. Ein ausreichend starkes Netzteil zur Verfügung zu stellen ist meistens nicht das Problem, sondern ein impulsfestes, rausch- und brummarmes, sowie schnelles Netzgerät (PSU) zu bekommen. Eine gleichgerichtete und gesiebte Spannung ist nämlich IMMER von einer kleinen Brummspannung überlagert. Ziel muss es sein diese Brummspannung durch ein besonders stabiles und gut eingestelltes Netzteil zu minimieren. Überdimensionierte Trafos, schnelle Gleichrichter und Kondensatoren mit großen Kapazitäten, sowie rauscharme Stabilisatoren stellen dann eine impulsfeste Leistungsreserve zur Verfügung und verhelfen dem Verstärker zu ungeahnten Fähigkeiten - Er klingt einfach viel besser!

Die meisten Hersteller, beispielsweise von Phonovorverstärkern, legen Standardnetzteile zu ihren Geräten. Mit solchen Netzteilen funktionieren die Geräte bisweilen sehr zufriedenstellend. Um aber das volle Potenzial eines Phonovorverstärkers abzurufen bieten die Produzenten sündhaft teure Upgrade Netzteile an. Bei günstigeren Phonovorstufen werden gar überhaupt keine Netzteilupgrades angeboten, was sehr schade ist, da auch hier eine Klangverbesserung durch ein Netzteilupgrade zu erzielen wäre. Dieses Manko wollte ich so nicht hinnehmen.

Also begann ich für meine "Lehmann Black Cube"  Phonovorstufe eine Spitzen PSU zu bauen.
Der Lehmann inkl. Standard PSU kostet in etwa 450 Euro. Die Erweiterung, das sogenannte PWX Netzteil, kostet ca. 330 Euro. Mein Ziel war eine Halbierung des Netzteil-Preises durch Selbstbau - bei gleicher Qualität versteht sich. Also begann meine Suche im Netz...

Wie Immer enttäuschte mich das Internet nicht und ich landete auf einer vorzüglichen Seite namens "Thel Audio World". Hier werden in Modulbauweise hochwertigste Netzteile, Spannungswandler, Netzfilter, Trafos, Vorstufen und vieles mehr angeboten. Mit sehr viel Liebe zum Detail und Know-how wird dem Besucher alles erklärt was er über Audioelektronik wissen sollte....allerdings, ein bisschen technischen Sachverstand sollte man schon mitbringen.

Ich entschied mich für den Thel Spannungsregler SPR 3 HQ für 72 Euro zzgl. 8 Euro Versand.
Gewissermaßen ein Netzteil ohne Trafo mit einer Monster Elektronik:

Gesamt-Kapazität Siebung: 17600 uF
Symmetrischer Aufbau :  von +-1 Volt bis max. +- 30Volt
Strom: max. 3 Ampere  / 1,6 A mit Hahn Trafo
Stabilität: 0,3%/A +20mV/A
Noise: 0,003%/V

Als Trafo wählte ich wegen der Abmessungen und der "überkopf" Einbaufähigkeit ein Hahn Flachtransformator mit 2x15V bei 2x800mA = 24 VA. Dieser Transformator kostete bei Ebay 10,50 Euro + 4,50 Versand.


Hier mal beides auf Platine

...und beim verkabeln
....beim Abgleich
Erster Test
Mit dem Gehäuse wurde ich bei Reichelt fündig und nicht nur das. Das PROMA EG 2 Alugehäuse ist nicht nur günstig und wunderschön, sondern auch gut zu bearbeiten. Das Gehäuse sowie einige Kleinteile, (230V LED, Schalter, Kabeldurchführungen und Sicherungshalter, NTC sowie eine 4 Pol XLR Buchse usw.) kostete mich bei Reichelt Inkl. Versand 34 Euro. Kurz noch für 2 Euro eine unverkupferte Lochraster-Platine (160x100 mm) bei Ebay geschossen und als Sahnehaube ein schönes Typenschild dort bestellt (4 Euro) sowie ein paar Stunden Arbeit und....voila da war es dann!





Das Ergebnis war verblüffend! Alle meine Platten hatten plötzlich mehr Räumlichkeit und Durchhörbarkeit. Instrumente schienen aus dem Nichts zu kommen, so dass man sich beim Einsatz des Schlagzeuges fast schon erschrecken konnte, so ansatzlos knallt es rein. Alles ist souveräner, fester und unangestrengter - Also ein Dynamikanstieg im besten Sinne! In der Summe habe ich 135 Euro für dieses Netzteil bezahlt. Im Vergleich dazu der PWX Upgrade Preis des Herstellers 330 Euro....Das Ziel war die Hälfte dieses Hersteller-Preises...ich würde also sagen: Mission accomplished!!! Da das Ergebnis so geil ausgefallen ist habe ich auch noch mein Drehernetzteil ersetzt! Der Arme vegetierte mit einen vollkommen unterdimensionierten und unstabilisierten 40mA
Billig-Steckernetzteil vor sich hin. Upgrade Kostenpunkt auf 600mA (voll stabilisiert und gesiebt - 2200uF) knapp unter 50 Euro!

Ersatz für Thorens Plattenspieler Netzteil


So...hier nun beide bei der Arbeit :o)
Für Kleinere Phonoamps (z.B. Projekt Phonobox I+II u.a.) werden leider wie schon erwähnt keine größeren Netzteile angeboten. Wahrscheinlich ist sowas für eine Firma bei einem Artikelpreis um die 100 Euro nicht wirtschaftlich. Aber im Selbstbau funktioniert das 100 Prozentig....wie ich im nächsten Technikartikel zeigen werde.

Liebe Grüße

Euer Micha

Sonntag, 10. Dezember 2017

Der Untergang der ARA San Juan - eine Spurensuche



Noch unbeschädigte San Juan - Bildquelle Wikipedia


Nachdem die Jamaika-Konstellation in DE durch Anflüge von Lindner-Rückgrat gescheitert war und die SPD erneut den Merkel Steigbügelhalter macht, konnte ich über deutsche Politik nur noch Fremdscham empfinden - so richtete sich meine Aufmerksamkeit nun auf Geschehnisse im Ausland. Eine Sache stach mir dabei besonders ins Auge, nämlich die Entwicklungen im Unglücksfall des argentinischen U-Bootes ARA San Juan. Hier nun eine Spurensuche...

Die ARA San Juan (Kennung S 42) ist ein argentinisches U-Boot der TR 1700 Klasse, welches von den Thyssen Nordseewerken in Emden gebaut wurde. Das U-Boot wurde 1983 vom Stapel gelassen und ist eines von zwei aktiven U-Booten dieses Typs in der argentinischen Marine. Der Bau von vier weiteren U-Booten dieses Typs wurde in Argentinien unter Lizenz geplant und sogar begonnen, allerdings wurde keines der Boote bis heute komplett fertiggestellt. Die San Juan wurde angeblich 2014 in einer argentinischen Werft komplett restauriert, wobei auch die Batterien erneuert worden seien.

Die untergegangene S 42 war im November angeblich unterwegs auf einer Routinefahrt in den Küstengewässern Patagoniens, um nach offiziellen Verlautbarungen, Einsätze gegen illegale Fischer zu tätigen. Ich halte ein solches Szenario für etwas unwahrscheinlich....hat für mich was von "mit Kanonen auf Spatzen schießen" - aber später dazu mehr.
Jedenfalls meldete die 44 Köpfige Besatzung am 15. November um 7:30 Uhr, etwa 240 Seemeilen vor der Küste, einen Brand in der Stromversorgung des Bootes. Hier der übermittelte Funkspruch:

„Der Meerwassereintritt über das Lüftungssystem in den Batterietank Nr. 3 verursachte einen Kurzschluss und Schwelbrand - Die Bugbatterien sind jetzt außer Betrieb, wir navigieren nun mit den Heckbatterien weiter"

Das Boot schien also unter Kontrolle und erhielt von der Marineleitung den Befehl in Richtung "Mar del Plata" weiter zu fahren, wo sich die Heimatbasis befindet. Keinerlei Rettungs- oder Bergungsmaßnamen wurden eingeleitet, was zusätzlich ein Hinweis für die Funktionsfähigkeit des Bootes hätte sein können. Als das Boot sich aber nicht wie vorgeschrieben 48 Stunden später, also am 17. November meldete, wurde es als vermisst gemeldet und eine großangelegte Suchaktion begann, an der viele Nationen inkl. USA und GB teilnahmen. Am  25. November beteiligte sich auch Russland mit dem Aufklärungsschiff Jantar und dem Tauchboot Pantera plus an der Suchaktion.

Jetzt folgte der Harken an der Geschichte...US Horchposten hatten etwa zwei Stunden nach dem (oben beschriebenen) Funkkontakt mit der S 42 eine Explosion auf der Route der San Juan registriert, welche die argentinische Marine nicht bemerkt haben will. Ansonsten hätte die Suchaktion noch am selben Tag begonnen werden müssen, also am 15. November und nicht wie geschehen am 18. November. All das wurde erst am 23. November von der argentinischen Marine bestätigt!

Außerdem gab es weitere Merkwürdigkeiten. Noch am 18. November gab es Versuche  von einer angeblich unbekannten Quelle einige Militärbasen über ein Sattelefon zu erreichen. Die versuchte Kontaktaufnahme zog sich über mehrere Stunden hin und deutete auf den Notruf eines U-Bootes hin. Der Netzbetreiber Iridium bestätigte allerdings in Zusammenarbeit mit dem argentinischen Verteidigungsministerium, das die Anrufe nicht von dem Gerät auf der San Juan gestammt hätten. Am 30. November 2017 beendete die argentinische Marine offiziell die Suche nach Überlebenden und erklärte die Besatzung der San Juan für tot.

Zur Zeit konzentrieren sich die Ermittlungen auf besagten Batteriebrand auf der S 42. Im Zentrum
der Ermittlungen stehen angeblich zwei deutsche Firmen welche die Batterien geliefert haben sollen. Eine hatte nur den Deal vermittelt, die Andere jedoch die Batterien geliefert. Bei der Batteriefirma handelt es sich um Hawker/Ernersys welches allerdings ein US Unternehmen ist und die U-Boot Batterien in DE auf dem ehemaligen Gelände der Firma Varta in Hagen fertigt. Hawker/Ernersys ist eigentlich bekannt dafür ziemlich gute Bleiakkus zu bauen, allerdings ist der US Hersteller in der Vergangenheit öfters mit dem Gesetz in Konflikt geraten. So musste die deutsche Tochterfirma in Hagen kürzlich 23 Millionen Euro Strafe wegen illegaler Preisabsprachen zahlen. Trotz aller Undurchsichtigkeiten im Firmenverbund Hawker/Enersys sehe ich den Schwerpunkt des S 42 Unglückes ganz wo anders - und jetzt wird es spannend!

Die TR 1700 U-Boot Reihe ist so flexibel ausgelegt, das die Boote für mehrere Arten von Anwendungen und Antrieben hergerichtet werden können - INKL. DEN EINBAU VON KERNREKTOREN! Im Jahre 2011 verfügte Präsidentin Kirchner die Fertigstellung der im Bau befindlichen anderen TR 1700 U-Boote - zwei davon mit Nukleartechnologie. Ausgewählt hierfür wurden die "Santa Fe" und die "Santiagio del Estero". Die San Juan sollte zwischenzeitlich einen ersten argentinischen Minireaktor testen, dessen weiterentwickelte Nachfolger indes sollten dann in die Boote "Santa Fe" und "Santiagio del Estero" eingebaut werden. Vergessen wir jetzt mal nicht das die San Juan 2014 "Generalüberholt" wurde, erschwerend kommt hinzu das keine Protokolle dieser Überholung vorliegen. Das hat das argentinische Parlament ja auch bemängelt und ist deswegen auf die falsche Fährte von Enersys gekommen. Habt Ihr da in DE geschlampt? Lautet der Vorwurf in der Presse. Na, merkt Ihr was?

Ich überlasse es nun jedem selbst aus diesen Fakten seine Schlüsse zu ziehen, aber wegen Fremdfischei war S 42 sicherlich nicht unterwegs, zumal die San Juan mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Top Secret Projekt beherbergte. Das die argentinische Marine hier verschleiert, die US Boys das auffliegen lassen und die Russen nur Tage später Vorort sind, das sind dann wohl ein paar Zufälle zu viel für den gesunden Menschenverstand!

Liebe Grüße

Euer Micha


Quellen:

Samstag, 7. Oktober 2017

Mal was nettes vom Mainstream - Wir sind so blöd uns freiwillig selbst zu versklaven.

Smartphones und Tablets sind vom Prinzip her nicht nur Audio-und Videowanzen, sondern auch "Schritt- und Tritt Sender" - Bewegungsprofile können genauso gespeichert werden wie Surf- und Kauf-, Spiel- sowie Kontaktverhalten. Ähnliches trifft auch, je nach Einrichtung und Betriebssystem für den heimischen PC oder Laptop zu. Leider Gottes sind wir dermaßen technikgeil das uns die ständige Überwachung unterwegs nicht mehr reicht! Mittlerweile holen sich viele Menschen die Überwachung sogar in ihre vier Wände. Smart-Home heißt das Zauberwort mit dem wir uns sogar Zuhause kontrollieren lassen.

Vollkommen freiwillig kauft man sich smarte vernetzte Haushaltsgeräte ein,  wie zum Beispiel den Smart TV, den Smart Kühlschrank, die Vernetzte Klima- und Heizanlage und viele andere technische "Gimmicks" und macht sich so für alle möglichen kriminellen, komerziellen und staatlichen Absichten angreifbar.

Die Krönung des ganzen sind die Sprachassistenten von Alexa bis Siri! Da ich aber immer wieder den Zeigefinger erhebe und oftmals nach dem "leider Geil Prinzip" (höre Deichkind) nicht besser bin als andere, hilft hier nur der "Eulenspiegel". Manchmal versteht man vieles einfach besser wenn man sich durch Satire selbst auf den Arm nimmt!!!

Viel Spaß also bei den folgenden X 3 Videos....:

Rechlicher Hinweis:

"Der Europäische Gerichtshof (EuGH), also das höchste Gericht der EU, hat im Oktober 2014 entschieden, dass das Embedden von Videos grundsätzlich legal ist. Auch der Bundesgerichtshof (BGH) sieht das in einem Urteil vom 9. Juli 2015 so. Ausgenommen sind Illegale Uploads oder Inhalte"



Dienstag, 3. Oktober 2017

Etablierte Parteien nach Bundestagswahl - Alles nur Betrug und Täuschung!



Als nach der Schließung der Wahllokale die SPD über ihren Spitzenkandidaten verkünden ließ "man wolle in die Opposition", weil der Wähler die Groko abgewählt hätte, überschlugen sich alle Medien. Was für ein Paukenschlag und eine vermeintliche Ohrfeige für die Kanzlerin - war der einhellige Tenor unserer "Qualitätsmedien" und der sogenannten "Experten". All dies geschah noch vor der ersten Hochrechnung!!!

In den darauf folgenden Talkshows griff Schulz die Kanzlerin derart scharf an als hätte der Wahlkampf gerade erst begonnen und die SPD hätte noch alle Chancen den Kanzler zu stellen....beim genaueren hinsehen jedoch handelt es hierbei um mehr oder weniger geschickt gezündete Nebelkerzen! Die Schulz geführte SPD lieferte zuvor nämlich einen Kuschelwahlkampf ab in der Hoffnung die Groko weiterführen zu können - Frei nach dem Motto es werde schon nicht so schlimm kommen. Dabei handelte es sich um PLAN A! Da aber die AfD als drittstärkste Kraft aus dem Bundestagswahlkampf hervor ging, musste Plan B aus der Schublade geholt werden.

Die sofortige Umsetzung des B Plans erfolgte noch vor der ersten Hochrechnung am Wahlsonntag. Als die letzte Prognose bei der Schließung der Wahllokale um 18:01 Uhr die AfD auf Platz 3 der deutschen Parteienlandschaft sah und diese damit als stärkste Oppositionspartei bestätigte, standen bereits um 18:05 Uhr sämtliche Pressevertreter Spalier um über alle Kanäle die vermeidliche "Eilmeldung" als Sensation zu verkaufen! Bereits um 18:08 Uhr erschienen die ersten GESCHRIEBENEN Artikel dazu in Leitmedien wie Zeit, Spiegel und Co. Ziemlich schnell wie ich finde!

Das die SPD so unverzüglich den Gang in die Opposition ankündigte war eine abgesprochene Sache...der sogenannte Plan B. Hierbei ging es wie immer ums liebe Geld! Bei einer großen Koalition hätte die AfD als stärkste Oppositionspartei den Vorsitz im Haushaltsausschuss des Bundestages bekommen, was eine schwere Ungewissheit bei manchen verbrecherischen Geldverschwendungen der nächsten Bundesregierung bedeutet hätte. Dieses Thema wurde bewusst von den "Qualitätsmedien" klein gehalten, welche stattdessen von einer Profilerneuerung der SPD schwafelten. Hier mal ein erhellender Auszug von der Seite des Deutschen Bundestages zum Thema Hauhaltsausschuss...:

"Ohne Zustimmung des Bundestages erhält die Bundesregierung keinen Cent aus der Staatskasse. Wie viel Geld der Bund ausgibt und wofür – darüber berät der Haushaltsausschuss des Bundestages im jährlichen Haushaltsverfahren. Des Weiteren kontrolliert er fortlaufend die Haushaltsführung der Bundesregierung und die Finanzhilfen im Rahmen der Eurostabilisierung. Den Vorsitz des Haushaltsausschusses übernimmt nach parlamentarischem Brauch ein Mitglied der größten Oppositionsfraktion."

Soviel zum wahren Grund der aktuellen SPD Opposition! Wie es nun weiter geht...?! Wartet mal, ich schau in meine "Kristallkugel"... Es gibt zwei Optionen: Die SPD tut also so als würde sie sich neu orientieren und sichert damit die Fleischtöpfe der kommenden Regierung - wohlweislich das sie ohne einen Regierungs-Koalitionszwang eine eventuelle CDU/CSU Minderheitsregierung aus der Opposition heraus in Abstimmungen kontrollieren kann. Dieses Szenario gefiele der CDU nicht wirklich, da sie dem Wohlwollen SPD ausgeliefert wäre. Option eins wäre also eine Weiterführung der Groko mit anderen Mitteln (Minderheitsregierung CDU/CSU mit einer mehr oder minder ab nickenden SPD).  

Option zwei ist wohl das viel besungene "Jamaika-Bündnis" zwischen CDU/CSU, den Grünen und der FDP - wobei sich die FDP heftig zieren wird um den "Preis" zu erhöhen. Die Querelen zwischen CSU, FDP und den Grünen wären bei "Jamaika" wohl heftig, trotzdem wird es Neuwahlen nicht geben, da dies eine weitere Stärkung der AfD bedeuten würde. Diese zerlegt sich im übrigen grade selbst und wird lediglich den Unterhaltungswert der Bundestagsdebatten steigern sowie desweiteren im Bundestag isoliert sein. Den einen oder anderen Untersuchungsausschuss traue ich der AfD allerdings zu. Nach einer späteren Regierungsbildung wäre eine Revolte in der Union selbst nicht ausgeschlossen, aber ich wüsste nicht wer in dieser Gurkentruppe die Eier für einen politischen Königinnenmord hätte.

Wir sehen also wieder einmal ein Schauspieltheater der großen politischen Akteure. Nichts dazu gelernt und den Wähler an der Nase herum geführt...wenn das mal nicht zu weiteren Überraschungen im Wahlverhalten führen wird...

Liebe Grüße

Euer Micha