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Samstag, 24. Juni 2023

Der Scuba Tector Langzeittest


Nun sind wir wieder an altbekannter Stelle in Ägypten und genießen unseren wohlverdienten Urlaub - Mit dabei, zwei Scuba Tectoren von Quest/Deteknix, welche uns bereits 3 Jahre viel Freude bereitet haben, (siehe hier) ganz im Gegensatz zu ihren Vorgängern. Der erste Satz dieser Dinger ist nämlich sang- und klanglos im zweiten Urlaub abgesoffen, wurden allerdings ohne Probleme vom Deteknix/Quest Service in 2 neuere Modelle umgetauscht, da das Eindringen von Wasser (Undichtigkeit) noch in der Garantiezeit geschah. Der Umtausch lief sehr easy ab, also schon mal ein dickes Plus für den Service von Deteknix/Quest. 

Die uns zugesandten Scuba Tectoren der neueren Generation (LED in der Spule) waren problemlos in der Türkei, in Griechenland und in Ägypten im Einsatz und hielten bis in unserem aktuellen Urlaub, fast genau 3 Jahre. Stand heute ist allerdings, das auch diese beiden Sonden aktuell wieder Wasser gezogen haben. Die Verschlüsse wurden immer dicht von uns verschlossen, die Gewinde gereinigt und die Dichtungen gefettet und trotzdem liefen sie mit Wasser voll. Die Tauchtiefe ging übrigens nie über 2m hinaus.

Ich habe mir allerdings die Mühe gemacht und die Stellen der aktuellen Undichtigkeit in der Badewanne mit Druckluft lokalisiert. Auf dem unteren Foto zeigen die Pfeile auf die Leck-Zonen. Es scheinen die Verklebungen an der Stelle des Übergangs zwischen Spule und der Elektronik (im Griff) zu sein. Auch das Sichtfenster scheint betroffen zu sein.


Die weißen Pfeile zeigen im übrigen auf die Reparatur-Stelle. Auch hier habe ich mir Mühe gegeben einen Fix zu finden. Meines Erachtens ist 2 Komponenten Epoxidharz-Kleber die beste Lösung, somit habe ich beide Stellen damit vergossen und siehe da, die Sonde ist dicht. Leider war die erste Elektronik nicht mehr zu Retten und so tauschte ich beide Platinen untereinander und ersetzte den Akku (bei Amazon etwa 10-12 Euro) und so konnte ich eine der beiden Sonden wirklich retten. Zum Glück hatte meine bessere Hälfte vor dem Urlaub eine neue Nocta Sonde bestellt, sodass der Urlaubsspaß nicht getrübt wurde. 

Das Fazit für mich ist, ein erneuter Kauf eines Scuba Tectors, welchen ich von Anfang an mit Kunstharz vergieße, um so der offensichtlichen Schwachstelle vorzubeugen. Es scheint echt so zu sein das jeder Hersteller (zumindest die die ich kennengelernt habe: Secon von Elbinger, Teknetics, Deteknix/Quest und eventuell Nocta) Schwachstellen aufweist, welche nach ein paar Jahren zum Neukauf zwingen. Da Deteknix einen guten Service hatte und ich nun die Schwachstellen kenne, werde ich bestimmt keinen anderen kaufen und daran erneut Fehler finden, welche ich vielleicht nicht mit kleinem Aufwand fixen kann.


Vielleicht hilft Euch dieser Artikel eine Enttäuschung zu vermeiden.


Liebe Grüße


Euer


Micha

P.S.: Die Nocta Sonde scheint elektrisch recht gut zu sein da wir sofort Goldfunde hatten, allerdings ist das Material nur als billig zu bezeichnen, da es bereits am 3. Tag, trotz sorgfältiger Behandlung, den Geist auf gab. (Siehe Fotos)




Dienstag, 25. August 2020

Der Umstieg – Tecnetiks G 2 Clone (Tianxun TX 850) und Quest Scuba-Tector Black

Lange habe ich keinen Sondelartikel mehr verfasst, was nicht zuletzt an den aktuellen Geschehnissen um meine Gesundheit liegt. Nichtsdestotrotz ging es auch bei meiner Sondenleidenschaft weiter. Da unser Secon UWM 20 Unterwasserdetektor ja unrühmlich das zeitliche segnete (Artikel dazu hier) schafften wir uns 2 Scuba Unterwasserdetektoren an. Leider musste auch nach 7 Jahren mein treuer Teknetics Eurotek Pro erkennen das ewiges Leben nicht möglich ist, auch nicht für Markengeräte. Der Tecnetiks verlor seine Pinpointing Funktion und wurde „schwerhörig“, sodass er nicht mehr wie gewohnt, jeden Fund meldete. So begab es sich, das ich mich ebenfalls nach einer neuen Landsonde umsehen musste. Da wir erfahren mussten das große Markennamen auch nicht immer sehr langlebig sind, beschloss ich nun mal ein „No-Name“ Gerät zu kaufen und landete beim Tianxun TX850. Kostenpunkt knappe 150 Euro bei Ebay. Die Scuba-Tectoren waren mit knapp 200 Euro das Stück ebenso ein Schnäppchen. Hier nun eine kleine Erfahrungs-Zusammenfassung der neuen Geräte.

1. Scuba Tector

Im Sommer 2019 schafften wir uns also die zwei Scuba Geräte an und flogen mit Ihnen in die Türkei nach Side. Testareal war diesmal das südliche Mittelmeer, dieses ist allerdings vom Wellengang nicht mit dem spiegelglatten Roten Meer (Testareal des Secon UWM 20) zu vergleichen. Deshalb war die Ausbeute des Scuba-Tector nicht ganz so opulent wie die seines teureren Vorgängers. Das halten der Position beim graben erfordert im Mittelmeer größte Anstrengung, deshalb konnten viele Funde die angezeigt wurden leider nicht von uns geborgen werden.

Hier der Strandabschnitt unseres Hotels in Side an dem gesondelt wurde.

 
Die Mauer im Hintergrund die den Strand vom Hotel trennt ist eine Befestigungsanlage aus römischer Zeit.

Die Handhabung beim Scuba-Tector ist beim Einschalten vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, wenn er aber eingeschaltet und auf stärkster Stufe ist, verhält er sich ähnlich wie der UWM 20, das heißt glasklare Anzeige der Funde durch Vibration und sogar durch Licht. Genau wie der Secon arbeitet der Scuba-Tector mit dem Puls-Induktionsverfahren, welches zwar keine Diskriminierung ermöglicht, aber den Vorteil beinhaltet den Detektor bei der Suche nicht hin und her schwenken zu müssen. Die Fund-Meldungen waren auch zuverlässig und unzweideutig. Dort wo was angezeigt wurde war auch etwas, aber kaum wollte man das glitzernde Ding fassen, wirbelte die nächste anrollende Welle den verwirrten Schatzsucher vom Ort des Geschehens und den Fund gleich mit. Trotz der Umstände hat es Spaß gemacht, denn die Mühe wurde ja doch noch mit ein wenig Gold und Silber belohnt – siehe unten.

Hier ein 835er Silberring, diese Legierung wurde zwischen 1910 und 1940 verwendet. Der Ring wird aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts sein.


Hier ein 4 Gramm schwerer moderner Goldring in 585 Legierung. 

 

Relativ neuer Silberschmuck in 925er Legierung. Kette mit Anhänger, Ohrstecker und Armband-

Zwei Wehrmuthstropfen gibt es aber vom Scuba-Tector zu berichten. Zum einen hält der eingebaute Lithium-Polymer-Akku nicht besonders lang (nämlich nur knappe 2 Stunden) und zum anderen war eine der Sonden bereits im Urlaub defekt. Aber eines muß man Quest wohl lassen, die defekte Sonde wurde (obwohl die Diagnose Wasserschaden lautete) anstandslos ersetzt! Und auch beim kleinen Lithium Akku gibt es Hoffnung, denn an diesen kommt man (obwohl fest eingebaut) relativ gut heran und könnte ihn mit geringem Aufwand gegen einen stärkeren Akku austauschen, etwas technisches Verständnis vorausgesetzt. Das solide erscheinende Gerät, sollte er denn in Zukunft länger halten, kann ich durchaus als als gut, aber Verbesserungsfähig bewerten. Der Scuba-Tector von Quest wurde bei einer Wassertiefe von 0-2Meter eingesetzt und fand Schmuck bis in etwa 20 cm Tiefe.


2. Tianxun TX850

 

Als Ersatz für meinen Teknetics Eurotek Pro schaffte ich mir 2020 den Tianxun TX850 an, auch liebevoll „China-Lady“ genannt. Dieses nur 150 Euro teure Gerät soll ein Nachbau des Teknetics G2 sein, der immerhin, je nach Anbieter, 500 Euro + X kostet!!! Und ich kann vorwegnehmen, ja, der TX850 ist sogar ein sehr guter Nachbau des teuren Markengerätes! Das Gestänge des G2 mag wohl etwas stabiler sein, aber das Handling erinnerte mich sofort an meinen alten Eurotek Pro. Voll in Ordnung für das Geld, alles ganz normal verarbeitet und die Stangen sind ebenso stabil und rastbar wie zusätzlich noch durch eine Drehverriegelung zu sichern. Das kam mir alles seltsam vertraut vor! Noch auffälliger waren die Ortungstöne, eine 100 Prozentige 1:1 Kopie meines alten Eurotek der auch immerhin 250 Euro kostete! Das Display und die gesamte Elektronik sind bis auf den Schriftzug haargenau dem G2 nachempfunden (siehe Fotos).


Sogar das original G2 Logo nach dem Einschalten - unglaublich!

 

Hier das Original


Die Tiefenleistung und Diskriminierung dieses „Nachbaus“ sind im Internet auf YouTube bereits des öfteren durch namenhafte Sondengänger hoch gelobt worden, (siehe z.B. hier oder hier) diese Daten entsprächen in etwa denen des G2. Mit diesen Vorschusslorbeeren ging ich also diesen Samstag 2 Stündchen mit Heike ins Gelände. Der erste Liveeindruck des TX850 bestätigte die Tests im Internet. Durch die Doppel D Spule wird trotz der enormen Empfindlichkeit und Tiefenleistung eine gewisse Laufruhe erreicht, da das elektromagnetische Feld des TX850 (DD Spule) im Gegensatz zur konzentrischen Spule breit bleibt. Bei der konzentrischen Spule ist das sogenannte Suchfeld also trichterförmig (oben breit und nach unten hin spitz zulaufend). Dieses Verhalten ermöglicht zwar eine genauere Ortung von kleinen Objekten, aber führt in der Praxis zu unruhigerem Suchverhalten, besonders bei mineralisierten Böden. Die Selektion oder auch Diskriminierung verschiedener Metalle ist die Stärke der DD Spulen - Wenn man damit umgehen kann ist das durchaus ein Gewinn! Unser Weg führte uns in den Fröndenberger Wald, hier wurde seit langer Zeit Kohle abgebaut, der Abbau aber 1954 wegen eines Unglückes eingestellt. Unsere Suche fand nur ein Stück rechts und links des Weges statt, und doch ließ sich neben Kronkorken und anderem Metallabfall, sowie massenweise Drahtzaunüberresten, der eine oder andere Fund machen welcher auf die Geschichte dieses Ortes schließen lässt.

Eine zu gewucherte Abraumhalde in der Suchgegend

 

Hier zwei breite, schwere Eisennägel, wahrscheinlich für die Stützaufbauten der Stollen und als Schwellennägel für die Schienen. Würde mal auf 19 Jahrhundert tippen.


Alter Schraubenschlüssel wahrscheinlich kurz nach Kriegsende verloren worden.


Schweres Kaliber 50 Projektil (Kupfermantel mit Bleikern), allem Anschein nach US Ursprung von der Firma Browning für BMG 50. Passt natürlich auch in die Geschichte dieses Ortes, da die Rohstoffgewinnung immer wieder Ziel kriegerischer Angriffe war.


 
Aus der Reihe gefallener Kupferbeschlag (vielleicht von einer Schmuckdose) mit chinesischen Schriftzeichen. Alter bis jetzt noch nicht ermittelbar.


Die Pinpointingfunktion war trotz der DD Spule wirklich gut, genauso wie die Diskriminierung, welche ich aber nur auf 20 einstellte (Leitwert) damit uns kein Eisenteil entwischt. Denn wie bereits gesagt und auch oben zu sehen, handelt es sich bei diesem Wald um eine alte Kohleabbaustelle, an der größtenteils Werkzeuge und Bauutensilien der vergangenen Zechentätigkeit zu erwarten sind. Alles in allem ein schöner Waldspaziergang mit dem entspannend ruhigen Detektorfeeling eines „Teknetis G2“, welcher (auch wenn angeblich nur ein Clone) für diesen Preis ne echte Bombe ist. Meines Erachtens baut Tianxun die Elektronik für Teknetics (zumindest für den G2) und verkauft das Ding unter anderem Namen und anderer Bezeichnung, mit einem verändertem Gestänge auch auf eigene Rechnung. Wenn nicht fresse ich einen Besen, ich hab immerhin 7 Jahre mit einem Teknetics gesondelt und die Ähnlichkeiten sind entlarvend!


Liebe Grüße


Euer Micha

Samstag, 6. Juli 2019

Secon UWM 20 - Tolles Gerät mit Schwachstelle gepaart mit mäßigem Service!

So toll und stabil der Secon UWM 20 auch ist (siehe Artikel hier), er hat eine Schwachstelle welche an eine geplante Obsoleszenz erinnert. Das gesamte Gerät besteht aus fast unzerstörbarem verstärktem Kunststoff, nur beim Verschlussdeckel wurde weicher billiger Kunststoff verwendet und hier liegt das Problem! Der Deckel ist nämlich nicht nur Verschluss, sondern auch der Ein/Ausschalter welcher deshalb sehr oft durch Drehen betätigt wird. Dieser Belastung hält er anscheinend nicht dauerhaft stand. Im Sommerurlaub 2018 funktionierte das Gerät noch einwandfrei....bis zum letzten Tag. Als wir vor dem Abflug das Gerät einem Bekannten aus dem Urlaub zeigen wollten, fiel auf das die Dichtungsringe fusselten und schwarzer Gummiabrieb entstand. Ich dachte mir nichts dabei und besorgte später zwei neue Dichtungen. Als wir nun zu Beginn der Urlaubsplanungen 2019 die Sonde testeten und die Ringe einbauten machte der SECON trotz neuer Batterien keinen Mucks mehr! Bei genauerer Betrachtung, der immer noch recht schwergängigen Verschlusskappe entdeckte ich den Grund für die Schwergängigkeit und den Gummiabrieb der Dichtungen - die Verschlusskappe ist genau an ihrer Naht über die gesamte Tiefe gerissen. Siehe Fotos!
Durch den Riss drang am letzten Urlaubstag 2018 (also genau nach 2 Jahren) Wasser ein und zerstörte die Elektronik. Diesen Umstand bemerkte ich leider erst dieses Jahr bei den Urlaubsvorbereitungen, weil wir die Sonde ja nur einmal im Jahr benutzen. In einem Schriftwechsel mit Ebinger Ortungstechnik (dem Hersteller) schilderte ich mein Problem und bat um eine Teilkulanz, da die Garantie von 2 Jahren ja abgelaufen war, aber dennoch ein Materialfehler vorlag. Mein Vorschlag ging dahin das ich einen Teil der zu erwarteten Kosten bezahle (wahlweise Arbeitslohn oder Material). Darauf hin wurde ich vom Service aufgefordert die Sonde zur Prüfung einzusenden - was ich dann auch tat.

Besonders dreist ist die Berechnung der fehlerhaften Verschlußkappe welche das Desaster erst verursacht hat! Original Rechnung in Kopie.

Nun erhielt ich die Rechnung. Fast 290 Euro Reparatur und keinerlei Kulanzabzug!!! (siehe oben) Der Hersteller zieht sich auf die 2 Jährige Gewährleistung zurück. Der Fehler war halt nicht von Anfang an und ein Wasserschaden wird nicht von der Gewährleistung abgedeckt. Die Sonde hat also nur knapp über zwei Jahre gehalten obwohl  sie so viel Potenzial für eine fast lebenslange Haltbarkeit hätte. Das ganze hätte durch ein paar Cent teureres Material verhindert werden können. Von einer deutschen Firma hätte ich ehrlich gesagt mehr Qualität oder mindestens mehr Kulanz erwartet. Genau deshalb haben wir ja 449,- Euro bezahlt obwohl es auf dem Markt gleichwertige Konkurrenzprodukte für die Hälfte des Kaufpreises gibt. Nach dem Erhalt der tollen Rechnung haben wir uns sofort für die Sonde eines anderen Herstellers entschieden (schließlich naht der Urlaub) und hoffen auf eine längere Lebensdauer. Sollte unser neuer Scuba Tector für 189,- Euro länger halten als der Secon, werde ich Euch das mit Sicherheit mitteilen.


Tja, liebe Leute von Elbinger Ortungstechnik wieder einen Kunden weniger. Bravo!

Liebe Grüße

Euer Micha

 

P.S.: Hier mein aktueller Test-Artikel  zum Scuba-Tector

Dienstag, 12. Juli 2016

Secon UWM 20 Unterwasser-Detektor - Spaßverstärker mit höheren Ambitionen! Update!!!



So, nach den ganzen Arbeitsrekorden im letzten Jahr (Hausrenovierung + erzwungene, als auch unbezahlte Überstunden) und den Rückschlägen in diesem Jahr (Tod meiner Mutter + Haushaltsauflösung) sowie einem stressigen Arbeitgeberwechsel ist nun die ultimative Urlaubsentspannung angesagt. Im Urlaub wollte mein Frauchen auf jeden Fall etwas "Schatzsuchen", also habe ich mir flux eine Tauchermaske in meiner Sehstärke besorgt und es musste ein Unterwasserdetektor her.

Unserm Budget standen an bezahlbaren UW-Detektoren  allerdings nur zwei  zur Verfügung:  1. Der "Vibra-Tector"  für 215,- Euro (bei Kooistra NL) und 2. der "Secon UWM20" bei (Bodensuche.de) für 449,- Euro. Nach dem bei zahlreichen Verkäufern  der "Vibra-Tector" ausverkauft war, fanden wir eine  Seite welche den "Vibra-Tector" als Verfügbar aufführte (Koistra). Schnell mit Paypal bezahlt und innerhalb von 24 Sunden geliefert - so jedenfalls die Werbung der Seite - Doch nach der Zahlung passierte immerhin  9 Tage lang nichts! Keine Antwort auf Mails und niemand war telefonisch zu erreichen.  Nach vielfachem hartnäckigen Anrufen (auf allen Telefonnummern) ging letztendlich dort  jemand ans Telefon - Die Dame erklärte mir auf englisch das die Lieferzeit nunmehr von diesem Tage an noch 3 Wochen betragen würde und so fiel unsere Wahl dann doch auf den Secon Detektor - nicht zu unserem Leidwesen wie sich später herausstellen  sollte. Das Geld für den Vibra-Tector erhielten wir natürlich zurück.

Nach dem das Teilchen bei "Bodensuche" bestellt wurde, war der Secon-Detektor bereits nach 48 Stunden bei uns. Schon während des Auspackens fiel die sehr massive Verarbeitung des Gerätes auf. Der Kunststoff aus dem die Sonde besteht ist anscheinend speziell verstärkt,  die Such- Spule ist in diesem Hartkunststoff-Body komplett mit Kunstharz  vergossen.  Sollten die gewählten Materialien über die Zeit nicht spröde werden, würde ich dem Detektor fast Unzerstörbarkeit attestieren! Eine Tasche sowie eine Beschreibung gehörten bei uns mit zum Lieferumfang. Der Deckel hat allerdings einen Materialfehler welcher zur Zerstörung der Sonde führen kann - Bitte hier nachlesen!!!
Testareal: Strände des Roten Meeres - Ägypten

Nun zum Praxistest: Der Griff ist mit rutschfestem Gummi überzogen, genauso wie der Einstellring für die Empfindlichkeit des Gerätes, direkt unterhalb der Spule.  Am unterem Ende ist eine praktische Sicherheitsschlaufe angebracht mit der man den Detektor am Handgelenk befestigen kann um einem Verlust dieses teuren Gerätes vorzubeugen. Betrieben wird der UWM 20 mit einem 9V Block. Eingeschaltet wird der  Decon durch Drehung des Batteriefachdeckels, wobei nur soweit  zu drehen ist bis das Gerät einmal zur Kalibrierung aufsummt. Wenn widererwarten keine Vibration beim einschalten stattfindet bitte auf keinen  Fall unter Wasser  bis zur Sichtbarkeit des Dichtungsrings  aufdrehen, da das Gerät sonst Wasser zieht und ein Defekt eintritt! Sollte aber nach dem Einlegen der Batterie und dem einschalten die Kalibrierungsvibration erfolgen, dreht den Ring (empfindl. Einstellung oben) bis zum "Dauersummen" und danach dreht gerade soweit  zurück bis das Vibrieren aufhört - Nun ist der Decon mit Maximalleistung einsatzbereit. Die Einstellung entspricht also in etwa der eines Pinpionters.
Da unser Budget leider dieses Jahr nicht mehr zum Gerätetauchen reichte, musste unser UWM20 aktuell  nur zum schnorcheln bis maximal 2 Meter Tiefe ran. Dieses schaffte er schon mal mit Bravour! Explizit JEDES mal wenn eine Fundmeldung mit Vibration angezeigt wurde war auch ein Fund zu finden - es gab wirklich nicht eine einzige Fehlmeldung wie bei manchen Landdetektoren üblich (z.B. bei mineralisierten oder  erzhaltigen  Böden, Hochspannungsmasten usw.). Die Vibration bei einer Fundmeldung ist so stark das man sie nicht nur spürt, sondern diese auch unter Wasser hören kann! Bei der Suche nach Fundstücken reicht es übrigens vollkommen aus die Areale einfach zu "überfahren", ein ständiges  hin und her schweifen wie bei klassischen Landsonden entfällt völlig. Dieses vorteilhafte Verhalten wird durch das mikroprozessor-gesteuerte Puls-Induktionsverfahren (PI) ermöglicht. Ist ein Fund einmal lokalisiert, kann man darüber verweilen und den Sand bei Seite schaffen...sollte dann ein leichter Fund (evtl. Ohrring) mit "verbracht"  werden merkt man dass sofort durch ein Ende der Vibration. Geht  Ihr dann bspw. 10 cm nach rechts oder links so habt Ihr den Fund sofort wieder. Sorry....aber echt Idiotensicher! Die Funktionsdauer eines Alkali 9V Blocks war bei uns 2 Tage. (wobei jeweils bis zu 5 Stunden am Tag gesondelt wurde). 
Ausbeute des 1. Tages

Zur Tiefenleisung des UWM kann ich auch nur Beifall klatschen! 
Manchmal habe ich mit bloßen Händen über 30 cm tief gebuddelt...und siehe da - eine Münze - Die Sonde war dabei ca. 10 cm über Grund! Laut etlichen Foren soll die Tiefenleistung des UWM 20 ca. 20 cm sein....wobei es immer auf die Größe des Fundes ankommt - Diese Tiefe wird allerdings im Praxistest locker übertroffen.  Die restlichen technischen Daten könnt ihr dem nächsten Bild entnehmen, wobei die Dichtigkeit des Gerätes laut Secon Germany bis 60 Meter betragen soll. Auch wenn das Gerät ziemlich teuer ist, ist diese Secon -Sonde ihr Geld wert. Das Teil ist nicht nur ein echter Spaßverstärker im Urlaub, sondern auch 100% zuverlässig...fast schon auf unheimliche Weise professionell.
Ohne Spaß, das Teilchen ist der Kracher wobei man natürlich auf "Diskriminierung" und Leitwertanzeige bei einem Unterwasserdetektor in diesem Preissegment verzichten muss. Ich denke aber das man mit der Zeit ein Gefühl für die good and bad Vibrations des Detektors bekommen wird.  Trotzdem oder gerade eben deswegen eine echte Kaufempfehlung!!!! Sollte im Verlauf des Urlaubs noch ein außergewöhnlicher Fund auftauchen gibt es ein Update...

Liebe Grüße

Euer Micha

Update: 

Nach dem am 1. Tag durch mich super viele Münzen zu Tage traten, haben die Frauen mal wieder den Vogel abgeschossen. Es reicht nicht das Annique am ersten Tag einen 925er Silberring fand.....NEIN - denn zur vollkommenen Deklassierung setzte "Trüffelschwein" Heike einen schweren 585er Goldring obendrauf. Frauen und Schmuck scheinen sich gegenseitig auf magische weise anzuziehen ;o)

Silberring - Finder: Annique
Goldring - Finder: Heike

2. Update

Wir haben noch einige tolle Funde gemacht, unter anderen Münzen auch einen echen Silber-Franc aus dem Jahr 1960. Bei den Frauen waren natülich wieder Schmuck die Topereignisse. Alles in allem haben wir in fast 2 Wochen die Hälfte des Detektorpreises an Edelmetallwert aus dem Wasser gefischt...hier noch ein paar Schmuckstückchen...

Eine fast 30 Gramm schwere Silberkette

Ein weiterer 585er Goldring gut 3 Gramm schwer.
2 Markenringe aus Edelstahl. Fishbone und Esprit!
Ein weiterer 925er Silberring gut 4 Gramm schwer.
Und vieles, vieles mehr an Silberschmuck...reiner Metallwert aller Funde liegt jenseits der 200 Euro-Marke. Noch ein Urlaub und der Detektor ist amortisiert *grins*.

Liebe Grüße

Euer Micha

Neuen Artikel lesen!!! Vorsicht mit der instabilen Verschlusskappe - Materialfehler zerstört das Gerät und es gibt keinerlei Kulanz! Service versteckt sich mit hohen Rechnungen hinter der Gewährleistung. Hiermit ziehe ich meine uneingeschränkte Kaufempfehlung zurück!


Samstag, 29. März 2014

Teknetics Eurotek Pro auf freiem Feld...



Das ich in meiner Freizeit auch Sondengänger bin ist kein Geheimnis. Mein Detektor ist ein Teknetics Eurotek Pro für 249,- Euro. Meine ersten Artikel waren diesbezüglich etwas positiv, ganz einfach - weil ich sofort (auch ohne Vorkenntnisse) echt akzeptable Funde bergen konnte. Siehe hier:

Ausgleich muss manchmal sein
Teknetics Eurotek Pro im Praxistest
Sondeln im Ruhrtal und im Sauerland

Nach nunmehr einem Jahr der Eurotek-Suche und gemischten Kommentaren meiner Leserschaft habe ich auch versucht die Schwächen dieses Detektors zu beleuchten, welches sich ohne einen direkten Vergleich als ziemlich schwierig erweist. Nichtsdestotrotz werden meine Funde mit diesem Gerät immer besser. Es scheint halt so zu sein, wie in einer guten Beziehung....je besser man sich kennt, desto besser stellt man sich aufeinander ein.

Erst mal etwas zu den Schwächen des Gerätes. Bei erzhaltigen Böden ist ein ziemlich nerviges Piepkonzert zu hören, welches sich selbst durch die Diskriminierungsschaltung und die Empfindlichkeitsregelung nicht ganz ausblenden lässt. Allerdings stechen echte Funde wie Münzen und Ringe richtig laut hervor. Dasselbe gilt für Störungen die durch Hochspannungsleitungen verursacht werden - komplette Ausblendung unmöglich! Auch die Leitwertanzeige ist nicht unbedingt zuverlässig. Die Leitwertanzeige des Eurotek geht bei Aluminium von 60 bis 90, deshalb ist auch hier eine zielführende Diskriminierung nicht möglich, weil von Gold bis Silber ebenfalls alles diskriminiert würde. Aber auch bei all diesen Schwächen gilt...die Tonunterscheidung zwischen Störungen, Schrott und echten Funden ist mit selektivem Gehör bei diesem Gerät möglich!

Bitte vergesst bei all Eurer Kritik nicht den Preis dieses Gerätes. Die Pinpointerfunktion des Eurotek-Pro ist zum Beispiel eine WUCHT in Tüten! Die Tonunterscheidung ist auch echt gut. Eine wasserdichte Tastatur und die intuitive Bedienung sowie die Sparsamkeit lässt auch keine Kritik zu. Die Tiefenanzeige ist zwar nicht super genau, aber ebenfalls gut zu gebrauchen. Kaum ein Gerät liefert eine solche Ausstattung für diesen Preis - kein Gerät, außer villeicht dem Garett Ace 250, dem Bounty Hunter Discovery 3300 (Inch Anzeige) und dem Fisher F2...Deshalb werde ich mir diesen Detektor (Fisher F2) besorgen um diesbezüglich einen Vergleich zu haben. Die Berichte dazu folgen später. Nun aber zu den aktuellen Eurtek-Pro-Funden.

Wir haben in den letzten Wochen mal unsere Sondeltaktik geändert und sind dazu übergegangen Bauern zu "bestechen". Vorher wurde gewissermaßen "schwarz-gesondelt". Da unsere Gegend aber etwas ländlich ist, haben wir auch einige Bauern in unserer Umgebung. Ein paar Landwirte haben wir dann auch bei einem Kaffee bearbeitet und auch tatsächlich eine "Genehmigung" erhalten - gegen eine Kiste Bier durften meine Frau und ich ein frisch gepflügtes Feld durchstöbern. (2 WE´s lang) Hier mal das Feld und unsere Funde (zeitlich geordnet - von neu nach alt):

Hier das Feld, welches wir 2 Wochenenden lang gründlich "durchleuchten" durften.

Unglaublich, welch ein Durcheinander (zeitmäßig gesehen) sich aus einem solchen Feld zu Tage fördern lässt. Feld-Werkzeuge und Teile davon habe ich natürlich weggelassen...

Fangen wir mal mit einem modernen Jagtabzeichen an...

Moderne scharfe Munition - nun allerdings entschärft!

Eine "Knopfsammlung" von alt bis neu.

Anscheinend eine Rucksachschnalle aus dem WK II

Lanzer Gürtelschnalle im Fundzustand

Ups - war wohl doch kein Lanzer sondern ein böser Junge! Der Totenkopf war nicht weit neben der Schnalle. Beide wurden nun poliert.

Reichspfennige aus der Weimarer Republik

Spitzgeschosse um 1850

Schöner Zinnanhänger aus dem 19 Jahrhundert


Wunderschöne Münze der Stadt Hamm von 1696

Rückseite der Hammer Münze

Metallfragmente dessen Herkunft nicht geklärt werden konnte - anscheinend ziemlich alt!

Ihr seht also, das gute Funde mit dem Teknetics durchaus möglich sind. Fehlgrabungen waren natürlich auch dabei, allerdings nicht viele (ein paar Bierdosen - echt hohe "Randale" Leitwert um 80  -  ;o) und abgebrochene Eisenteile vom Pflug (dort zeigte er aber brav  "iron" an - Leitwert 42) . Werkzeuge wie Schraubenschlüssel waren ebenso dabei, wie Deckel von Jägermeister Flaschen. Letztendlich kann sich die Ausbeute sehen lassen und auch die Bierkiste wurde voll amortisiert!!!
Der nächste Test dauert allerdings ein wenig, weil ich erst die Kohle für den Fisher F2 übrig haben muß.

Gut Fund und ein schönes WE Euch Allen!!!

Euer

Micha