Sonntag, 30. Mai 2021

Hände weg von unseren Kindern!

 

                                 


Mit Sorge betrachte ich eine Entwicklung in der aktuellen Corona Gemegenlage, nämlich die immer lauter werdenden Stimmen und die Anstrengungen welche getätigt werden, um Kinder als Infektionstreiber darzustellen. Auch die vorschnell positiv Einschätzung des Biontec Vakzins zum Einsatz bei Kindern ist, vorsichtig ausgedrückt, ein Himmelfahrtskommando. Selbst die Impfkommision (STIKO) konnte sich nicht zu einer eindeutigen Empfehlung zu Kinder-Impfungen durchringen und diese steht nicht grad im Verdacht ein Impfgegner zu sein. Stand noch im Vorfeld das „Kosten Nutzen Verhältnis“ einer Impfung im Vordergrund, also die Abwägung von Risiken und Nebenwirkungen einer Impfung bei Erwachsenen gegenüber dem Nutzen, so scheint dies bei den Kindern eher nicht der Fall zu sein. Das lässt Raum für Zweifel an der Redlichkeit jener die Corona Impfungen und Zwangsmaßnahmen „zu deren Schutz“ bei Kindern fordern.

Denn eines ist sicher, Kinder erkranken kaum schwer am Sars Cov 2 Erreger, es gab bis lang ganze DREI Fälle in DE bei denen Menschen unter 18 Jahren an oder mit dem Sars Cov 2 Erreger verstarben. Sollten aber unsere Kinder flächendeckend millionenfach mit einer mRNA oder einer Vektor Impfung auf Genbasis behandelt werden, obwohl sie vollkommen gesund sind und nicht erkranken, wären die eventuellen Schäden der Nebenwirkungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit größer! Das „Kosten Nutzen Verhältnis“ wäre dabei geradezu desaströs, gerade weil Kinder viel mehr Lebenszeit vor sich haben und später als Erwachsene selbst Kinder zeugen oder gebären. Würden mit der Zeit dann Spätfolgen auftauchen oder gar Erbgutschäden, stünden wir vor einer Katastrophe von biblischen Ausmaßen. Antreiber und Scharfmacher die trotz dieses immensen Impf-Risikos derartige Kinder-Impfungen gegen die Coronakrankheit befürworten, können somit nicht am Kindes- oder schon gar nicht am Menschenwohl interessiert sein. Es drängen sich somit also drei andere Motive dieser Menschen in den Vordergrund. Zum einen wäre da die Habgier, denn Kinder weltweit gegen Corona zu Impfen würde weitere Billionenprofite für die Pharmariesen und ihre Günstlinge bedeuten. Zum anderen wäre Panik und Egoismus ein treibendes Motiv, da die Befürworter der oben genannten Genexperimente an Kindern nur die eigene scheinbare Sicherheit im Blick haben. Dafür nehmen einige Zeitgenossen anscheinend in Kauf, die Sicherheit ihrer oder auch anderer Kinder zu gefährden – frei nach dem Motto:“Nach mir die Sintflut!“ Die dritte Motivation welche theoretisch möglich wäre, ist allerdings derart monströs, das ich diese eher für mich ausschließe, da ich nachts sonst nicht mehr schlafen könnte.

Also egal wie man es dreht und wendet, es gibt keinen humanitären oder wissenschaftlichen Grund (siehe Studien unter Quellen unten) gesunde Kinder gegen Corona zu impfen, es sei denn man verfolgt andere als die vorgegebenen Ziele! Lasst die Kinder einfach Kinder sein, denn sie haben schon in der letzten Zeit psychisch genug unter der Paranoia von uns Erwachsenen zu leiden gehabt. Wenn wir sie weiterhin einsperren und nicht mit ihren Freunden spielen lassen, oder den Schulbesuch verhindern, werden wir später psychisch kranke traumatisierte Erwachsene erhalten. Das scheint mittlerweile auch das Springer Medium „Bild“ begriffen zu haben, dieses hat sich bei den Kindern als Leidtragende der Pandemie entschuldigt. Hier der erstaunliche Artikel, wobei ich nur hoffen kann das dieser Artikel auch ehrlich gemeint ist und nicht nur zur Effekthascherei dient! Immerhin sind richtige Aussagen nicht weniger richtig nur weil ein "Qualitäts-Massenmedium" diese verbreitet. Vor allem der Kernsatz des Artikels hat es in sich und bringt es auf den Punkt: "Wir haben Euch Kinder zu schützen, nicht Ihr uns!" Aber anscheinend ist einigen sogar die seelische Verstümmelung unserer Kinder und Jugendlichen noch nicht genug und sie legen die Hand an die körperliche Unversehrtheit unserer Schutzbefohlenen. Euch kann ich nur sagen: „Lasst die Hände von unseren Kindern, das ist unsere dunkelrote Linie!“


Einen schönen Sonntag noch.


Euer Micha

 

 

Quellen: 

 

 

Bild - Wir bitten alle Kinder um Verzeihung 

SWR - Studien zur Ansteckungsgefahr bei Kindern 

Heidelberg 24 - So ansteckend sind Kinder bei Corona wirklich

GEW - Kinder keine Infektionstreiber





Sonntag, 18. April 2021

Die allwissende deutsche Arroganz gegenüber dem bösen Russen – Nichts gelernt, wiedermal!


 

Und schon wieder will der böse Russe Krieg, so steht es in der „Zeit“. Ich hätte mich heute Morgen beinahe an meinem Kaffee verschluckt als ich die Überschrift las „Im schlimmsten Fall will Russland wirklich Krieg“. Ich bin ja schon von unseren Medien einiges gewohnt, aber diesmal wagt sich die Qualitätspresse in Bereiche vor die man nur noch als böswillige Hetze bezeichnen kann. Sicherlich ist Putin kein lupenreiner Demokrat und erst recht kein Heiliger, aber er reagierte immer besonnen und verlässlich. Natürlich ist sein Handeln in erster Linie am Vorteil Russlands ausgerichtet, aber das sollte wohl verständlich sein. Auch sollte klar sein das auf jede Aktion eine Reaktion folgt, zumindest wenn der Gegenüber kein sklavischer Vasall ist und sich auf Augenhöhe mit demjenigen befindet, welcher die Aktion gestartet hat. So wurde in oben angesprochenem Artikel von der russischen Aggression fabuliert, welche sich im Zusammenzug russischer Truppen auf der „besetzen“ Krim und im Donbass manifestieren würde. Ohne jeden Tiefgang wird hier nur ein Ausschnitt vom „jetzt und hier“ als absolute Wahrheit verkündet, wohl wissend das diese Momentaufnahme vollkommen aus dem Zusammenhang der Ereignisse gerissen ist. Deshalb nun ein paar Fakten zur Entwicklung des Konfliktes.

Während des Maidan Umsturzes 2013/14 wurde der gewählte Präsident der Ukraine Viktor Janukowitsch von einem bewaffneten Mob gestürzt, welcher unverhohlen offen von der EU und den USA unterstützt wurde. Sicherlich war Janukowitsch korrupt, aber das sind deutsche Politiker ebenso, dieser Umstand begründet noch lange keinen gewalttätigen Putsch. Trotzdem wurde die legitim gewählte Regierung der Ukraine mit Hilfe der rechtsradikalen Swoboda Milizen (siehe mein Artikel hier) mit Waffengewalt gestürzt. Die Regierungsgeschäfte übernahm danach eine nicht gewählte Regierung unter der Beteiligung genau jener rechten Kreise die mit Hitlergruß den „Geburtstag des Führers“ feiern - Ein Schlag ins Gesicht und eine Krisensituation für alle russisch stämmigen Ukrainer! Mit den Erinnereungen und der Geschichte des 2 Weltkrieges belastet, befürchtete dieser Teil der Bevölkerung Massaker und spaltete sich nach dem voher gegangenen Putsch von der Ukraine ab, so entstanden die Volksrepubliken Luhansk und Donezk.

Im gleichen Szenario sah sich Russland damit konfrontiert seine gesamte Schwarzmeerflotte inkl. aller dort befindlichen Atomwaffen an eine Regierung zu verlieren welche offen mit Neonazis packtierte. Zusätzlich hätte aller Wahrscheinlichkeit nach auch die USA Zugriff auf diesen Teil des russischen Militärapparates bekommen! Was hättet Ihr getan an Putins Stelle? Im Wissen das die Bevölkerungszahl auf der Krim hauptsächlich aus russischem Militärpersonal und deren Angehörigen besteht und unter Benachteiligung der Krim-Tataren, wurde dort eine „Volksabstimmung“ durchgeführt, welche mit einem wenig überraschendem pro russischen „Wahlsieg“ endete. So „annektierte“ Russland die Krim. Ein geschickter und nachvollziehbarer Schachzug, auch wenn nicht lupenrein demokratisch, so doch scheinbar demokratisch und ohne Waffengewalt! Ein vollkommen nachvollziehbares Handeln auf Aktionen, welche vom Westen initiiert wurden. So viel zum Umfeld und der Vorgeschichte des aktuellen Konfliktes zwischen Russland und der Ukraine. Kommen wir nun zu den US/Ukrainischen Aktionen welche die neuerlichen russischen Truppenbewegungen erst ausgelöst haben.

Immer wieder ist aus militärischen Kreisen der Ukraine zu vernehmen, das es Zeit für eine Rückeroberung der Krim und des Donbass wäre. Zuletzt noch wurde von Seiten der Ukraine vollmundig mitgeteilt: „Das alle Truppen materiell und personell so aufgefüllt worden wären, das eine Rückeroberung nun möglich sei. Man hätte gelernt, nicht zuletzt aus dem Bergkarabach Konflikt und sich eine Vielzahl von Drohnen beschafft!“ Und es bleibt anscheinend nicht nur bei bloßem Gehabe, denn es herrscht Urlaubssperre bei den ukrainischen Truppen; der Rückzug ihrer schweren Waffen aus der Frontnähe, wie im Sommer 2020 zur Deeskalation vereinbart, ist inzwischen rückgängig gemacht. Alle Stellungen, welche nach dem Abkommen von Minsk von der Ukraine geräumt wurden sind wieder besetzt: „Man sei bereit zum Angriff, aber nur wenn Russland davon abgehalten würde einzugreifen.“ Seither nimmt der Atilleriebeschuss des Donbass durch Kiew zu und das Erwiederungsfeuer der Seperatisten ebenso. Die OSZE registriert täglich eine größer werdende Anzahl an Waffenstillstandsverletzungen beider Seiten. Hinzu kommt der Beginn des gemeinsamen Manövers der Nato mit vielen Anrainerstaaten Russlands inklusive der Ukraine„Defender Europe 20/21“. Mehrere Zehntausend Soldaten, davon mindestens 20.000 US Soldaten, proben mit deutscher Beteiligung eine Mobilmachung gegen Russland und das alles an Russlands Grenzen. Seit März rollt ein nicht enden wollender Strom von Militärmaterial in Richtung Russland, in diesem Tross etwa 15.000 gepanzerte Fahrzeuge. Genau aus der Kombination von all diesen Gründen begann Russland selbst Truppen an seine Grenzen zu verlegen, diese Truppenverlegung, wohlgemerkt auf eigenem Territorium, entspricht nach Art und Umfang etwa denen der Ukraine und der Nato-Staaten auf der anderen Seite. Alles also eine Antwort auf die Aktionen der völlig unschuldigen „West-Alliierten“, welche sich natürlich keiner Schuld bewusst sind. Nun steht die Welt unmittelbar vor einem Konflikt der Großmächte.

Und die deutsche Presse gießt ordentlich Öl ins Feuer! Nicht nur in der „Zeit“ wird Präsident Selenskyj als joggendes Unschuldslamm dargestellt und Putin als schäumende Bestie, sowie als unberechenbarer Aggressor, sondern ein Großteil unserer Presselandschaft ist zu offenen Kriegsbefürwortern gegenüber Russland geworden. Als Grund für derartige Hetze wird unter anderem vom Zeit Autor (hier der Artikel) der „Angriff“ der Russen im Georgien/Südossetien Konflikt angeführt. Kein Wort darüber das die westliche Marionette Saakashwili (Präsident der Georgischen Seite) zuerst seine Nachbarn angegriffen und damit die Eskalation ausgelöst hat. Ich werde nie vergessen wie Putin fuchsteufelswild bei der Olympiade in China 2008 auf Bush zugegangen ist, (siehe hier) seine Bodyguards im Stadion zur Seite schob, um ihn zur Rede zu stellen. Denn Saakashwili hätte nie ohne grünes Licht aus Washington zum Angriff geblasen! Traurig das die deutsche Presse nicht nur im weglassen von Fakten Spitze ist, sondern mittlerweile auch beim offenen Lügen! Komisch wo gerade wir deutschen Russland so viel zu verdanken haben. Man hat wohl anscheinend vergessen, das Russland maßgeblichen Anteil an Deutschlands Wiedervereinigung gehabt hat. Deutschland und seine Presselandschaft lässt vollkommen die Umstände außer acht, in deren gegenseitigen Wechselwirkungen sich die Ereignisse hoch schaukeln. Arrogant, selbstgerecht und ohne Eigenreflektion wird, obwohl man Russland im 2. Weltkrieg 25 Millionen Tote „beschert“ hat, wiedermal für einen Krieg gegen unseren großen Nachbarn getrommelt. Deutsche Entscheidungsträger und deren, mittlerweile zur Hofpresse verkommenen Profi-Medien, haben in ihrem Übermenschenwahn mal wieder die Wahrheit gepachtet, sind unfehlbar und immer haben die anderen zu 100% Schuld– Schade, nichts gelernt Deutschland!


Liebe Grüße


Euer Micha

 

Quellen: 

 

Infosperber - Was die westlichen Medien Verschweigen

Junge Welt - Neuer Fokus gleiches Ziel - US Mannöver

Junge Welt - Kiew stellt Kriegsfalle

R-Online - US Großmannöver

Reuters - Bush and Putin discuss Georgia fighting

Die Wahrheit brennt - Einseitige Berichterstattung

Die Zeit - Im schlimmsten Fall will Russland Krieg

 



Dienstag, 6. April 2021

Frohe Ostern von deutschen Spießbürgern!

Na wundervoll, nicht war?! Ich sitze draußen bei einer 20 Grad „Hitzewelle“ im Garten und grille mit meinen Freunden. Meine Katzen verspeisen im Augenblick Vogelküken aus einem frisch ausgeraubtem Nest, während wir unser Discounter Grillfleisch aus den Mastbetrieben genüsslich, fetttriefend auf dem Grill wenden. Die Glut lässt das Fett brennen und erzeugt einen extra Schub Acrylamid, im Billigfleisch, eingerahmt vom Karlskrone Aldi Bier….ja so stellt sich ein ökologisch korrekter Zeitgenosse den Spießbürger zu Ostern vor. Bestes vom Bauern, wie beispielsweise Schweinebraten von „Bauer Korte“ oder Geflügel vom Hänchenhof „Zur Nieden“ wo Tiere noch artgerecht gehalten werden, sowas ist genauso blanke Fiktion wie handgemachte Whiskys, in den Hirnwindungen unserer grünen Bevormunder, ebenso wie Schnee und Eiseskälte zu Ostern und sowas nach einem bereits schon strengen Winter …..vollkommen absurd! Dass das überhaupt nicht möglich ist zeigen nun Beweis-Livebilder von Oster-Spießbürgern aus Fröndenberg:










Nun ja, das könnte vielleicht auch Wetter sein und sagt nichts aus…! Ach soooo ist das. Ist es warm und trocken, handelt es sich sofort um die Klimakatastrophe, ist es aber kalt und nass, ist das NATÜRLICH nur Wetter oder Putin höchst selbst. Ich kläre unser jetziges Wetter mal kurz auf.


Hier ein kleiner Überblick über den Neuschnee vom Di den 06.04.21


  • Nebelhorn (Bayern) 25 cm

  • Oberstdorf-Birgsau (Bayern) 20 cm

  • Oberammergau (Bayern) 18 cm

  • Schmücke (Thüringen) 15 cm

  • Tannenberg (Sachsen) 12 cm

  • Gevelsberg (NRW) 10 cm

  • Fröndenberg (NRW) 10 cm

  • Eckertalsperre (Niedersachsen) 8 cm

Diese Wetterlage nennt sich neudeutsch „Arctic Outbreak“ und führt -40 Grad kalte arktische Luft nach Mitteleuropa. Diese Höhenluft liegt über der warmen örtlichen Frühlingsluft und vermischt sich mit dieser, das führt somit hierzulande zu starken Schneefällen mit Sturm und Hagel, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Woher kommt die kalte Luft? Richtig! Aus der warmen Arktis ;o)

Wünsche frohe Ostern gehabt zu haben.



Liebe Grüße



Euer Micha

Samstag, 27. März 2021

Nicht alle Viren sind böse – Warum Bakteriophagen uns retten können.

                          Freie Fotomontage: Baktereophage auf Wirts-Bakterie

Nun da die Menschheit momentan eine richtig negative Einstellung zu Viren hat, wird es Zeit eine Lanze für diese „untote“ Art von „Leben“ zu brechen. Viren haben durch das Sars Cov 2 Virus unbestritten ein PR Problem und werden gerne mal alle in einen Topf geschmissen, dabei wird all zu oft vergessen, das Viren, als auch Bakterien sehr wichtig für uns sind – ja ohne sie könnten wir gar nicht existieren. Bei den Bakterien ist vielen Menschen bereits klar das es ohne sie nicht geht, da ist das Stichwort Mikrobiom in aller Munde, oder besser gesagt in allen Därmen. Aber das auch manche Viren nützlich sein können entzieht sich doch den meisten Menschen. Heute möchte ich mich deshalb mal mit einer Virenart befassen welche einen ganz besonderen Nutzen für uns Menschen hat – den Bakteriophagen.

Wie fast überall macht die Menge das Gift, gibt es von irgendetwas zu viel muß Ausgleich geschaffen werden, da sonst das ganze System ins Straucheln gerät und im Falle eines menschlichen Organismus erkrankt. Im Normalfall regelt so etwas unser Immunsystem, aber gegen viele aggressive Bakterien, ist unser Immunsystem überfordert und hier muß mit Antibiotika der Stoffwechsel des Eindringlings gestört oder lahmgelegt werden, damit dieser dezimiert wird. Leider sind aber in der Vergangenheit zu viel dieser wertvollen Medikamente, quasi mit der Gießkanne, in der Massentierhaltung eingesetzt worden. Dieser wahnsinnige Masseneinsatz sollte bewirken, das man viele Tiere auf engstem Raum zusammen halten kann ohne das Krankheiten ausbrechen. Die Nebenwirkungen dieser Haltungsart sind neben dem unvorstellbarem Leid der Tiere auch, das sich viele Bakterienstämme gegen unsere Antibiosen immunisiert haben und immer weniger Reserve Antibiosen zur Verfügung stehen um Menschenleben zu retten. Allein in Deutschland sterben jährlich ca. 20.000 Menschen, weil keines der vorhandenen antibiotischen Medikamente mehr gegen bestimmte Bakterien wirkt. Und hier kämen die Bakteriophagen ins Spiel….

Ja, kämen! Denn Bakteriophagen sind in der EU momentan noch nicht als Behandlung zugelassen. Klären wir aber erstmal was Bakteriophagen überhaupt sind. Phagen sind Viren und als Virus braucht man einen Wirt ohne den sich so ein Virus nicht vermehren kann. Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel und verdienen somit auch eigentlich nicht die Bezeichnung Lebewesen, sie sind irgendetwas dazwischen und doch haben bestimmte Viren auch bestimmte Vorlieben. Im Falle unserer Phagen stehen diese nicht auf menschliche Zellen (wie die meisten anderen Virenarten), sondern sie fahren voll auf Bakterien ab! Phagen sind also der natürliche Feind der Bakterien. Sie docken an das Bakterium an und zwingen dieses (durch ihre Ebinformation) dazu so lange Phagen zu produzieren bis es platzt. So werden die Feinde der Bakterien immer mehr und die Bakterien immer weniger. Sind zu wenig Bakterien da, vermehren sich auch die Phagen nicht mehr – das perfekte Gleichgewicht! Der Kampf zwischen Phagen und Bakterien dauert schon ewig an und so spezialisierte sich auch jede Phage auf ihr Lieblingsbakterium und das machen sich seit vielen Jahrzehnten Wissenschaftler ehemaliger russischer Teilrepubliken zu Nutze.

Zu Zeiten des kalten Krieges wurde der so genannte Ostblock nicht nur militärisch bekämpft, sondern auch wirtschaftlich und wissenschaftlich sanktioniert. Dieser Umstand schnitt viele Länder im Osten von der Versorgung mit westlicher Antibiotika ab, aber man fand dort einen anderen, älteren Weg bakterielle Infektionen zu bekämpfen – die Phagen! Es existieren seither in Russland und vor allem in Georgien Phagenbanken, dort werden Phagen gezüchtet, isoliert, sortiert und katalogisiert, sodass für jedes fiese multiresistente Bakterium seine spezielle Phage angeboten werden kann. Ein Motorradfahrer aus Frankreich beispielsweise zog sich bei einem Sturz mehrere offene Brüche des Arms zu. Sein Arm infizierte sich später mit insgesamt fünf Stämmen Staphylokokken, nach dem Einsatz sämtlicher verfügbaren Antibiosen und Operationen war klar das der Arm amputiert werden musste, sonst würde er sterben. Kein westliches Krankenhaus konnte seinen Arm retten, aber er steckte nicht auf, reiste nach Georgien und unterzog sich einer Phagentherapie. Vier der fünf Stämme sind nun bereits durch die Phagen eliminiert und er rettete somit seinen Arm.

Das Eliava-Institut in Georgien verfügt über eine der größten Phagenbanken der Welt und behandelt Patienten aus aller Herren Länder, welche zum Teil schon von der Schulmedizin im Westen abgeschrieben wurden, sehr erfolgreich mit der Phagentherapie. Diese Erfolge haben auch in anderen Staaten zum Umdenken geführt. US Forscher konnten bei einer 15-jährigen Mukoviszidose-Patientin aus England mit Bakteriophagen tatsächlich deren Leben retten. Das Mädchen litt nach einer Lungentransplantation an chronischen Infektionen mit Antibiotika-resistenten Bakterien, ihre Überlebenschancen waren mehr als gering. Doch mit speziell für die junge Patientin hergestellten Phagen wurde die Infektionen zurückgedrängt, wodurch sie mittlerweile wieder ein normales Leben führen kann. Phagenerfolge wie dieser sind zu tausenden dokumentiert und es beginnt sich etwas zu regen.

Sogar im Schlummerland Deutschland wurden die Erfolge der Phagentherapie bemerkt und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt »Phage4Cure« über drei Jahre mit knapp vier Millionen Euro. Ziel dieses Projektes ist es die Phagentherapie in Deutschland und der EU zu etablieren.Obwohl diese Therapie vollkommen ohne Nebenwirkungen ist mauern Pharmakonzerne und Arzneimittelzulassungsbehörden in der EU und bemängeln angebliche Probleme bei den verwendeten Standards, diese würden nicht denen der Industrie entsprechen. Natürlich tun sie das nicht, denn die Isolation der Phagen und der Aufbau von Phagenbanken ist teuer, komplex und schlecht zu standardisieren. Da sieht man mal wieder das Profitmaximierung der Pharmariesen im Vordergrund steht und nicht die Nächstenliebe wie sie uns das seit der Coronakrise ins Ohr träufeln. Und trotzdem ist die Phagenbehandlung mittlerweile in Belgien legal – der Widerstand bröckelt! Und vielleicht werden uns Viren ja auch retten und nicht vernichten….


Liebe Grüße


Euer Micha

 

 

Quellen:

 Deutsche WelleBakterienfresser als Medizin von Morgen

Berliener Zeitung - Jährlich 20.000 Tote durch Krankenhauskeime

Bayrischer Rundfunk - Phagen statt Antibiotika

Frauenhofer Institut - Phagen die neuen Antibiosen 

Deutschlandfunk - Die nützliche Seite der Viren 

Wikipedia -  Phagentherapie