Mittwoch, 31. März 2010

Unsere Geldmatrix stinkt!!!

Ein Freund hat mich auf etwas hingewiesen, dass keines weiteren Kommentares durch mich bedarf. Die nun folgende Beschreibung unseres Finanzsystems stammt von der Internetplattform "Rheingold"

Artikel Rheingold

Die Praxistauglichkeit des dort beworbenen Tauschmittels werde ich noch tiefergehend prüfen, aber der Grundgedanke ist echt nett und die folgende Beschreibung sehr, sehr lesenswert. Einfach mal durchlesen und sich Gedanken machen!!!

Gruß

Micha


Die Krisen-Illusion
Die Krise ist nur ein Element einer großen Illusion


Die Rezession, in die die Welt jetzt fällt, lässt sich nicht mit Naturgesetzen begründen - die Entwicklung, die dahin führt, ist absurd, verrückt, idiotisch und einer mündigen Gesellschaft absolut unwürdig.

Der verheerende Prozess, den man uns "Krise" zu nennen gelehrt hat, wäre von einem Augenblick zum anderen zu stoppen, der Staat bräuchte nicht einen Cent in die Rettung zu investieren, denn die Krise ist nur ein Element einer großen Illusion.

Eine nahezu perfekte Illusion, die ihre Kraft letztlich nur daraus bezieht, dass sich die große, überwältigende Mehrheit der Täuschung willig hingibt und denkt und handelt, als sei die Illusion real und die Realität gar nicht existent.
Die Botschaft der Matrix-Filme

Die Botschaft der legendären MATRIX-Trilogie - die Filme mag ich allerdings nicht, weil sie zu sehr als pures Action-Spektakel inszeniert wurden - hieß:

Lasst euch nicht einlullen von einer Scheinwelt, die nur existiert, um das Geschäft der totalen Ausbeutung so "human" wie möglich erscheinen zu lassen und es von den Ausgebeuteten vollkommen unbemerkt betreiben zu können.

Heute sind es nicht "die Maschinen", die darauf aus sind, Morpheus, Trinity und Neo, also diejenigen, die die Scheinwelt niederreißen und das Licht wieder einschalten wollen, zum Schweigen zu bringen.

Es sind Menschen. Menschen, die sich für Übermenschen halten, Menschen, bei denen statt Herz und Hirn nur noch Profitgier und elitärer Dünkel zu finden sind, Mutationen und Anomalien unserer Art, deren scheinbare Überlegenheit nichts anderes ist, als der aus Rücksichtslosigkeit, Zügellosigkeit und Disziplinlosigkeit gezogene, kurzfristige Vorteil.
Mit diesen schlechten Eigenschaften, die in einer entwickelten Gesellschaft, die sich nicht zur Wehr setzt, Vorteile verschaffen, nicht anders als Dopingmittel im Leistungssport, haben sie Neid erweckt und Nachahmer auf den Plan gerufen und so den Keim der Selbstzerstörung in die Gesellschaft gepflanzt.


Ganze Staaten rauschen in den Bankrott


Die Folgen, die von vielen seit vielen Jahren sehr präzise vorhergesagt wurden, treten jetzt offen zutage.

Rings um uns bricht alles zusammen, ganze Staaten rauschen in den Bankrott, tausende Unternehmen müssen Mitarbeiter entlassen, Banken krachen, die Börsenkurse sind im Keller, niemand hat mehr Geld - ist das nicht die Realität?


Nein. Es ist und bleibt eine Illusion.


So wie die Bilder auf der Leinwand eines Kinos keine Realität sind, selbst dann nicht, wenn es sich um ein 3-D-Kino handelt und alle Kinobesucher die dazu passenden rot-blauen Brillen tragen, und sich unwillkürlich ducken, wenn der Tiefflieger aus dem Projektor scheinbar direkt über die Köpfe hinwegdonnert, so ist die Krise nur eine heimtückische Projektion, deren Bilder uns aus allen Medien entgegenspringen, eine Projektion, die uns zwingt, in Deckung zu gehen, die uns glauben macht, wir Bürger und Steuerzahler müssten jetzt in heroischer Manier neue Milliardenschulden schultern, um das Vaterland zu retten und die Krise zu bremsen, zu mildern, wenn sie schon nicht aufzuhalten ist.
Wer schaltet das Licht ein?

Dabei müsste nur jemand den Film anhalten und das Licht einschalten...

Kaum ist das Licht an, schon ist der bedrohliche Tiefflieger verschwunden. Es gibt nur noch den Kinosaal, die Besucher, auf ihren Klappsitzen - und den feinen, unausrottbaren Geruch von Popcorn und menschlichen Ausdünstungen. Lassen Sie uns ganz bewusst den Film anhalten und das Licht im Krisenkino einschalten.
Was sehen wir dann?

Was sehen wir?

Wir sehen ein Land, dessen Bevölkerung nach wie vor in der Lage ist, mit Hilfe der vorhandenen natürlichen Ressourcen und Produktionseinrichtungen alles zu produzieren, was seine Bürger für den eigenen, gar nicht bescheidenen Bedarf benötigen - und sogar noch sehr viel mehr, denn schließlich waren und sind wir Exportweltmeister, was es uns ermöglicht, notwendige Importe aus der Portokasse zu bezahlen.

Wir sehen ein Land, mit einer hervorragenden Infrastruktur aus Verkehrswegen, Ver- und Entsorgungseinrichtungen, Kommunikationsdiensten, Forschungs- und Bildungseinrichtungen.

Wir sehen ein Land mit einem hochentwickelten medizinischen System, mit Sicherheits und Rettungsdiensten, Polizei und Feuerwehren, wir sehenFelder und Wälder, Gärten und Parks, Häuser, Wohnungen, Schlösser - fast alles in gutem Zustand - von äußeren Zeichen einer Krise keine Spur.

Welches Unheil ist also über uns hereingebrochen?

* Hat es ein zerstörerisches Erdbeben gegeben, das den halben Rheingraben in ein Trümmerfeld verwandelt hat?
* Hat eine verheerende Seuche die Hälfte der Bevölkerung dahingerafft?
* Wurden wir von einem anderen Staat mit Waffengewalt angegriffen?
* Ist das Waldsterben beendet, weil der letzte Baum verendet ist?
* Gab es drei furchtbare Missernten in Folge?
* Sind die schiffbaren Flüsse und Kanäle ausgetrocknet.
* Leiden wir an Energieknappheit, ist die Versorgung mit wichtigen Importgütern unterbrochen?
* Wagt E.On nicht mehr, die turnusmäßige Strompreiserhöhung und Gewinnmehrung durchzudrücken?
* Ist die Bundestagswahl abgesagt, weil die Republik einem Diktator in die Hände gefallen ist?


Was, verdammt noch mal, hindert uns...


Was, verdammt noch mal, hindert uns daran, ganz normal unserer Arbeit nachzugehen, ganz normal unser Geld zu verdienen und es ganz normal wieder zu verkonsumieren?

Wer, verdammt noch mal, zwingt uns...

Wer, verdammt nochmal, zwingt unter diesen Voraussetzungen eine Million Menschen in Kurzarbeit? Wer sorgt dafür, dass die Arbeitslosenzahlen, trotz aller statistischen Tricksereien wieder kräftig steigen? Wer zwingt die Regierung dazu, die Neuverschuldung explosionsartig in die Höhe zu treiben?
Bei Licht betrachtet, gibt es keinen einzigen vernünftigen Grund
Bei Licht betrachtet, gibt es keinen einzigen vernünftigen Grund für all diese Absurditäten. Wir alle erliegen der gleichen, kollektiven Illusion. Wir alle sind gefangen in der gleichen, unwirklichen MATRIX.Wie die Kühe im Stall, die als lebendige Glieder der Milch- und Fleischproduktion zwischen Heuraufe und Melkmaschine angebunden sind, sind wir eingesponnen in ein System, das unsere Geistes- und Körperkräfte einspannt, um das zu erzeugen, was die Volkswirte "Bruttosozialprodukt" nennen.


Aber nur etwa die Hälfte...


des von uns Erzeugten gewährt uns das System über die Zahlung der vereinbarten Bruttolöhne (einschließlich der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung) für den Selbsterhalt.

Davon dürfen wir die nächste Generation der Werktätigen aufziehen, der abgewirtschafteten Generation das Gnadenbrot gewähren und die Kranken schnell wieder arbeitsfähig machen, damit sie erneut in den Produktionsprozess eingegliedert werden können.

Außerdem sind wir gehalten, die für den Produktionsprozess Unnützen und Überflüssigen, die wir zum Zwecke des Nachfragewachstums in die Arbeitslosigkeit hineingeboren haben, zu alimentieren.

Der Regierungsapparat, den wir uns aus unseren Reihen selbst wählen dürfen, sorgt derweil dafür, dass für die Aufrechterhaltung der Ordnung im Inneren neben tausend Ämtern und Behörden auch ausreichend Polizei und Geheimdienste vorhanden sind, sowie dafür, dass die militärische Potenz des Gebildes, das wir immer noch Volkswirtschaft nennen, stets über die notwendigen Waffen und Soldaten verfügt, um seine Interesse auch nach außen mit Nachdruck vertreten zu können.

Die andere Hälfte...

verjubeln die Züchter.
Sind wir alle nur blödes Vieh?
Nun erzählen Sie einmal einer Kuh, die im Stall von einer Kuh geboren wurde, deren Mutter, Großmutter, Urgroßmutter ebenfalls im Stall geboren wurden, nachdem der Tierarzt sie mit Samen aus der Zuchtsamenbank künstlich gezeugt hatte, erzählen sie einer solchen Kuh, dass das Gras, das ihr der Bauer, wenn er mit dem stinkenden Traktor durch den Stall fährt, vom Ladewagen vors Maul kippt, unter blauem Himmel auf weiten grünen Wiesen wächst, erklären Sie ihr, dass ihr Euter, dessen Entleerung per Saugpumpe ihr zweimal täglich Erleichterung verschafft, eigentlich die Nahrungsquelle ihrer Kälber sein sollte?
Was würde eine blöde Kuh dazu sagen?


Die blöde Kuh würde fragen:


"Welche Wiesen? Welche Kälber?", um dann stolz zu erklären: "Es geht mir doch gut. Es ist warm im Stall, es gibt genug Futter, ich werde gemolken, und um die Kälber, die ich laufend zur Welt bringe, muss ich mich nicht sorgen, die Mühe wird mir abgenommen. Ich wüsste wirklich nicht, was ich mir sonst noch wünschen sollte."

Und wenn man der blöden Kuh erzählte, dass sie lange vor ihrem natürlichen Ende geschlachtet und aufgefressen werden wird, wie die meisten ihrer Kälber - die sie ja nur bekommt, damit die Milch nicht versiegt - schon lange vorher aufgefressen wurden, dass man ihre Haut zu Leder gerben, ihre Hörner und Hufe in den Baumärkten und Gartencentern als Hornspäne zur Düngung von Blumenbeeten verkaufen wird, sie würde es nicht glauben, denn sie glaubt nur, was sie sieht, und gesehen hat sie so etwas noch nie.

Die Kuh weiß es nicht besser!
Der Bauer schon Produziert wird jetzt nur der Rendite wegen


Der Antrieb, für den Bauern, mehr Kühe, Schweine und Hühner zu halten, als er und seine Familie für die eigene Ernährung brauchen, ist weder in seiner besonderen Tierliebe zu suchen, noch in seiner besonderen Menschenliebe, sondern einzig darin, dass er sich vom Verkauf seiner Produkte einen Verdienst verspricht.

Nicht anders ist es, wenn wir, statt von Kühen, Schweinen oder Hühnern zu sprechen, über Abteilungsleiter, Facharbeiter und Hilfskräfte sprechen, die in zweckdienlichen Hallen und Büros eingepfercht, wohlorganisiert zusammenwirken, um Kühlschränke zu montieren oder Tiefkühlpizzas zu erzeugen.

Man sollte meinen, wenn für den Eigentümer mehr herauskommt, als er hineinstecken muss, lohnt es sich für ihn, die Kühlschrankproduktion zu betreiben oder Pizzas garnieren und einfrieren zu lassen.

Dummerweise, das sei hier vorweggenommen, lohnt es sich aber schon dann nicht, Kühlschränke in Deutschland zu produzieren, wenn bei der Kühlschrankproduktion in Tschechien unter dem Strich mehr herauskommt, oder wenn die Rendite, die mit einem gut gemanagten Aktienfonds erzielbar scheint, höher ist, als die Rendite, die sich mit der Produktion von Tiefkühlpizza erzielen lässt.

Unternehmen, die sich nicht ( - oder weniger - als alternative Anlagemöglichkeiten) lohnen, werden geschlossen. Kühe, Schweine und Hühner werden der Notschlachtung zugeführt. Abteilungsleiter, Facharbeiter und Hilfskräfte werden in die Arbeitslosenstatistik überwiesen.

Und dies geschieht ganz unabhängig von der Nachfrage nach Rindfleisch und Milch, nach Kühlschränken und Tiefkühlpizza, weil es eine Illusion ist, zu glauben, Fleisch, Milch, Tiefkühlpizza und Kühlschränke würden erzeugt, um die Ernährung der Mitmenschen sicherzustellen oder - ganz verrückte Idee - um Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.

Sie werden nur erzeugt, weil es sich rentiert, also nur wenn - und nur so lange, wie - es sich rentiert.

Die blöde Kuh wird das verstehen!

Die blöde Kuh im Stall wird das verstehen:

"Ein Unternehmer, der wäre ja blöd", sagt sie, "wenn er etwas unternimmt, was sich nicht rentiert. Von daher ist es ja nur folgerichtig, dass er meine Milch an die Molkerei und meine Kälber an die Metzgerei verkauft und dass er mich schlachten lässt, wenn ich mich nicht genug rentiere. Ich als Unternehmer würde nicht anders handeln. So ist das Leben."

Der verständige Mensch fragt sich: "Ist das aber nicht doch die Realität?

Und die Antwort lautet erneut:
"Nein. Es ist eine Illusion."

Halten wir den Film an und schalten das Licht ein

Die Fabrik, in der Kühlschränke produziert wurden, steht noch. Es kostet ein paar Handgriffe, sie in Betrieb zu nehmen.

Die Menschen, die diese Fabrik mit Leben erfüllen könnten, sind alle noch da. Es kostet ein paar Telefonate, sie wieder zur Arbeit zu holen.

Die Nachfrage nach Kühlschränken ist noch lange nicht gesättigt - und wenn alle Beschäftigten - von der Hilfskraft bis zum Direktor - zum gleichen Lohn wie früher arbeiten, dann könnten die Kühlschränke sogar deutlich preiswerter angeboten werden als früher - weil die Notwendigkeit, einen Gewinn für Eigentümer oder Anteilseigner zu erwirtschaften, entfallen ist.

Und weil aus Arbeitslosen (nicht nur in der Kühlschrankfabrik, sondern überall im Lande) wieder Beschäftigte geworden sind, können die produzierten Kühlschränke auch wieder verkauft werden.

Wer hindert uns zu produzieren?

Was also hindert die Belegschaft daran, Kühlschränke zu produzieren?

(Merken Sie sich Ihre Antwort, wir kommen noch darauf zurück.)
Wie also kam die Krise zustande?

Bis hierher haben wir uns nur mit dem "ganz normalen" Wahnsinn der kapitalistischen Wirtschaftsordnung befasst, die "Krise" ist noch gar nicht behandelt worden.

Wie also kam die Krise zustande?
Und warum ist auch die Krise nur eine Illusion?


Die Suche nach Geldanlagen, die besser rentieren als Kühlschrankfabriken und die Tiefkühlpizzaerzeugung hat Menschen, klug bis zur Gerissenheit, dazu gebracht, Strategien zu entwickeln, wie man mit der Gier der Gierigen die bestmöglichen Geschäfte machen könnte, um die eigene Hypergier zu befriedigen.

Diese Strategien brachten im Wesentlichen zwei gleichzeitig ablaufende Prozesse in Gang, die sich in ihrer Wirkung gegenseitig verstärkten:

Prozess A)

Die Verbilligung der Produktion durch Personalabbau, Lohnkürzung und Abbau der sozialen Sicherungssysteme

Prozess B)

Die Steigerung der Rendite reiner Finanzanlagen durch rücksichtsloses Wahrnehmen aller sich bietenden Gelegenheiten zur Bereicherung und durch den Einsatz immer gewaltigerer Hebel, um aus relativ kleinen Einsätzen vergleichsweise große Gewinne zu generieren.

Prozess A führte anfänglich noch zu Gewinnsteigerungen, was den Betrieb realwirtschaftlicher Unternehmen rentierlich machte.

Da Personalabbau, Lohnkürzung und Reduzierung der Soziallasten aber unweigerlich zu einem Nachlassen der Binnenkaufkraft in exakt gleichem Umfang führten, musste der Export immer stärker ausgeweitet werden, was es erforderlich machte, die Konkurrenz auf den Weltmärkten noch weiter zu unterbieten und dazu die Produktion durch Personalabbau, Lohnkürzungen und Abbau der sozialen Sicherungssysteme noch weiter zu verbilligen.

Da Prozess A weltweit gestartet wurde, nahm die Kaufkraft der breiten Massen weltweit ab, was den Betrieb realwirtschaftlicher Unternehmen immer wenige lukrativ erscheinen ließ.

Damit wuchs die Nachfrage nach rentierlichen Finanzprodukten, und die wurden geschaffen:

Erst wurden in vollkommen unverantwortlichem Maße Kredite vergeben, aus denen letztlich wieder Kaufkraft für den langsam sterbenden Prozess A generiert wurde, dann wurden diese Kredite in "Wertpapiere" verwandelt und mit höchsten Renditeversprechen weltweit verkauft.

Die irrwitzige Annahme, die Werte der Immobilien in den USA würden permanent vehement ansteigen, hat irrwitzige Kredite auf Immobilien ermöglicht, die größtenteils direkt in den Konsum geflossen sind.

Die Illusion, ein Haus brächte durch seine reine Anwesenheit, ohne vermietet oder verpachtet zu sein, permanent Geld hervor, das dem Hausbesitzer für seinen Lebensunterhalt zur Verfügung steht, ist geplatzt.
Uneinbringliche Schulden haben keinen Wert
Doch die andere Hälfte der Illusion, dass nämlich alle uneinbringlichen Schulden, die sich weltweit angesammelt haben - und das sind bei weitem nicht nur die Schulden aus der Subprime-Blase - einen Wert hätten, diese andere Hälfte der Illusion hält sich hartnäckig.

Und was sagen die Gläubiger dazu?

Wenn wir bei dieser Szene den Film anhalten und das Licht einschalten, sehen wir eine Horde von wütend tobenden Gläubigern, die nichts in Händen halten als bündelweise wertlose Schuldscheine, für deren Wertlosigkeit sie selbst verantwortlich sind, die aber uneinsichtig laut hinausbrüllen, sie wollten ihr Geld, sofort und vollständig, sonst ließen sie die Welt untergehen.

In einer normalen und geistig gesunden Gesellschaft würde man solche tobsüchtigen Narren in Zwangsjacken stecken und sie lebenslänglich in Sicherungsverwahrung nehmen.
Der Film wird zum surrealen Albtraum

Wir erleben jedoch das Gegenteil.

Weltweit bleibt das Licht aus und der Film, der sich immer mehr zum absolut surrealen Albtraum entwickelt, läuft weiter.

Die Kühlschrankfabrik bleibt geschlossen. Sie ist Eigentum, das zur Erpressung genutzt werden kann, denn unser Eigentumsrecht macht es möglich, die Belegschaft (die das Unternehmen eigentlich geschaffen hat) auszuschließen und damit Arbeit und Lohn ebenso zu verhindern, wie das Entstehen nützlicher Produkte und das Wachsen des allgemeinen Wohlstands.

Statt Eigentum, das ungenutzt bleibt, zu ächten, weil es allen anderen verbietet, vorhandene Ressourcen sinnvoll zu nutzen, versammeln sich die Staatschefs aus aller Welt mit ihren Finanz- und Wirtschaftsministern, um sich im Kollektiv vor der Macht der Illusion zu verneigen, weil sie die Macht der tobenden Männer mit den wertlosen Schuldscheinen und den geschlossenen Fabriken fürchten, und beschließen dann, die Rabauken zu besänftigen, imdem sie ihnen die alten, wertlosen Schuldscheine der zahlungsunfähigen Schuldner für gutes Geld abkaufen.

Geld, das sie nicht haben!

Der größte Raubzug in der Geschichte der Menschheit

Und damit sie diesen fragwürdigen Deal trotzdem finanzieren können, verschulden sie sich genau bei denen, die vorgeben, gerettet werden zu müssen, und geben ihnen nicht nur das Geld, sondern neue, staatlich garantierte Schuldscheine dazu.

Das ist so verrückt, dass man verstehen kann, warum viele lieber in der vertrauten Welt der Illusion verharren, als die Realität zur Kenntnis zu nehmen.

Die Realität ist der größte Raubzug in der Geschichte der Menschheit und die Trickbetrüger und Illusionisten schaffen es, die Beraubten davon zu überzeugen, es gäbe keine Alternative; der Weltuntergang sei nur dadurch abzuwenden, dass dem Räuber nicht nur das Diebesgut freiwillig überlassen wird, sondern ihm auch noch ein Schuldschein von gigantischen Ausmaß ausgehändigt wird - als Zukunftssicherung, sozusagen.

Diese Illusion ist so dicht, dass die Ankündigung des Mr. Geithner, er wolle Schulden machen, um Schrottpapiere aufzukaufen, weltweit die Börsenkurse steigen ließ.

Münchhausen, der sich am eigenen Schopf samt Ross aus dem Sumpf gezogen haben will, nennt man bis heute "Lügenbaron" - eine Finanzpolitik, deren Story die Geschichte des "Hans im Glück" an Dummheit noch übertrifft, weil sie nämlich mit dem Verlust von Schleifstein und Feldstein nicht endet, sondern eine weitere Episode umfasst, in welcher die Steine einem Scherenschleifer übergeben werden, der sich dafür, dass er die schweren und lästigen Steine an sich nimmt, für sich und alle seine Nachkommen eine sofort beginnende und niemals endende Rentenzahlung zusichern lässt, so dass aus dem ursprünglichen Goldklumpen nicht nur nichts, sondern stattdessen eine "ewige" Schuld entsteht, eine solche Finanzpolitik hält man für geeignet, die Krise zu beenden.
Irre !

Wenn wir es wagen, aus dieser Illusion aussteigen, und das Land und die Welt zu besehen, wie sie real gestaltet sind, sehen wir - abgesehen von den seit jeher bekannten Verrücktheiten der Menschheit - keinerlei Anlass zu Krisengeschrei, Angst und Wehklagen.

Bei Licht besehen stellen wir fest:

Was uns fehlt, ist nichts als die ausreichende Versorgung mit Zahlungsmitteln

Und dieses Fehlen rührt ausschließlich daher, dass wir in der Illusion gefangen sind, Zahlungsmittel könnten und dürften nur von privaten Banken bereitgestellt werden.

Welch eine Narretei!


Die Kunst, Geld zu schaffen, ist eine Kunst, die jedermann beherrscht


Die Kunst, Geld aus dem Nichts zu schaffen, ist eine Kunst, die im Grunde jedermann beherrscht. Die Kunst, diesem Geld auch einen beständigen Wert zu geben, verlangt jedoch einiges mehr, und daher kommt eigentlich nur der Staat als Idealbesetzung für die Herausgabe und Pflege des Geldes infrage.

Es wäre die Aufgabe der Regierung, dem Versagen des Bankensystems mit einer neuen Staatswährung zu begegnen.

Weder der Euro, noch der Dollar müssten deshalb abgeschafft werden, kein Auslandsguthaben und keine Auslandsschuld in Euro oder Dollar müsste gestrichen werden - es würde vollkommen reichen, im Stile der Währungsreform von 1949 jedem Bürger ein Kopfgeld von - sagen wir - 1.000 Einheiten in der neuen Währung gutzuschreiben, alle laufenden Verträge (Löhne, Versicherungen, Mieten etc.) im Verhältnis 10:1 abzuwerten und alle Bank-Guthaben und Bank-Schulden sowie Banknoten bis zur Höhe von 100.000 Euro pro Person im fixen Verhältnis von 10:1 in die neue Währung zu übertragen und darüber hinausgehende Bank-Guthaben, Bank-Schulden und Banknotenbestände in einem deutlich ungünstigeren Verhältnis abzuwerten.

Das Regelwerk für diese neue Staatswährung müsste so ausgestaltet werden, dass die ausreichende Versorgung der Realwirtschaft mit Zahlungsmitteln stets sichergestellt ist, was sich durch fallweises Einschießen, frischen, unbelasteten, zins- und tilgungsfreien Geldes (wie es das anfängliche Kopfgeld ja auch ist) an jeweils geeigneten Stellen ebenso realisieren ließe, wie die Abschöpfung überflüssiger Zahlungsmittel durch eine zielgerichtete Besteuerung von Vermögen und Geld-Transaktionen.

Wofür sind Exportüberschüsse eigentlich gut?

Dass wir vielleicht aufhören würden, Exportweltmeister zu sein, sollte uns nicht betrüben.

Exportüberschüsse, die niemals durch Importüberschüsse ausgeglichen werden, sind - aus Sicht der Beschäftigten - sinnlos verschenkte Leistungen.
Gewinne machen nur die Eigentümer der exportorientierten Unternehmen.

Dafür zu arbeiten, dafür sollte sich jeder zu schade sein.

Stattdessen für eine Arbeitszeitverkürzung einzutreten, die endlich die Masse der Arbeitslosen von der Straße und allen mehr Freizeit und damit mehr Lebensqualität bringt, wäre die einzig richtige Einstellung. Das ist der Kern.

Ein paar tiefergehende Regularien - sowohl für den Binnemarkt, als auch für den Außenhandel, braucht es natürlich noch. Die im Detail hier auszuführen, würde den Rahmen dieses Aufsatzes sprengen.

Montag, 29. März 2010

Heuchler in Amt und Würden



Scheinheilige Heuchler in Amt und Würden!

Tja, dass es um die Moral in Deutschland schlecht bestellt ist sehen wir spätestens seit den letzten Kindermissbrauchsskandalen in Kirchen und Gemeinden. Doch dass unsere "aufklärenden" Medien am Schutz von Perversen und Straftätern beteiligt sind, ist selbst mir neu. Nach dem großen Getöse der Medien in Sachen Kindesmissbrauch dachte ich: "Schön das man nun darüber in aller Öffentlichkeit spricht, die Opfer endlich ernst genommen und die Täter Ihrer gerechten Strafe zugeführt werden!" Wie sich nun herausstellt war ich wohl mal wieder zu naiv. Die moralische Verkommenheit scheint wohl ein gesamt gesellschaftliches Problem zu sein. Aufgedeckt wird so etwas anscheinend nicht aus journalistischer Verpflichtung heraus, sondern ehr gezielt beim politisch- oder ideologisch unbequemen Widersachern. Trifft eine belegbare Anschuldigung auf ein beliebtes "Mitglied" des Machtaperates oder der VIP Welt zu, wird genau so vertuscht und gelogen, wie das auch bei den Kirchen der Fall ist und war. Wie der nachfolgende Bericht zeigt können sogar hochrangige Prominente wie Hans Meiser leider nicht die Mauer der Medienzensur durchbrechen. Es werden prominente Mainstream Perverse und Straftäter geschützt und unbequeme Persönlichkeiten, die an der Aufklärung der Sachverhalte und an einer Ermittlung Straftäter interessiert sind ruiniert.

Internet- und Fernsehzensur zum Schutz der “Staatsgeheimnisse”?

Von SaarBreaker am Sonntag, 12. April 2009, 2:06 Uhr
Auszug von Udo Ulfkotte
Hans Meiser ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Fernsehmoderatoren. Der Mann ist ein lebendes Erfolgsrezept. Irgendwann hatte Hans Meiser die Nase voll von seichten Sendungen. Er wollte den Deutschen in einem Nachrichtenmagazin Dinge präsentieren, die sie noch nie gehört hatten: Deutsche Minister im Bordell, Bundestagsabgeordnete als Kinderschänder und viele andere wahre Begebenheiten. Doch das waren Staatsgeheimnisse. Und Hans Meiser traf auf eine Mauer des Schweigens. Seine Fernseh-Produktionsfirma hat nun Insolvenz angemeldet. Das freut die Hüter der Staatsgeheimnisse.

(…) Hans Meiser wollte einige Namen einer Liste von mehr als 100 deutschen Prominenten veröffentlichen, die neben Michel Friedman Kunden eines exklusiven Call-Girl-Rings gewesen waren. Hans Meiser verstand nicht, warum einzig Michel Friedman 2003 in Zusammenhang mit Zwangsprostituierten in die Schlagzeilen geriet, der Bundesinnenminister die Akte zur Chefsache machte und die Namen der anderen Kunden (unter ihnen ein Fußballtrainer, drei Fußballer der Bundesliga, zwei Schlagersänger, 17 Politiker, acht Unternehmer und 34 Journalisten) aber von der Bundesregierung wie ein Staatsgeheimnis gehütet wurden.
Hans Meiser bot den Fernsehsendern einen Bericht über Bundestagsabgeordnete an, die regelmäßig vom Bundestag mit einem Taxischein – also auf Kosten der Steuerzahler – auf den Berliner Kinderstrich fuhren. Hans Meiser berichtete über einen ehemaligen deutschen Minister, der Stammgast in einem Berliner Bordellbetrieb ist und dort stets für Ekel unter den Prostituierten sorgt, weil sie sich in seiner Gegenwart stets eine Flasche Piccolo in den After schieben mussten – der Herr Minister pflegt den Inhalt der Flasche dann zu trinken. Der Herr Ex-Minister wirkt im Fernsehen immer so sympathisch – da kennen ihn zwei Berliner Prostituierte völlig anders. Sie bekommen Brechreiz, wenn sie den Mann sehen – aber sie brauchen das Geld. (…) Hans Meiser hatte recherchieren lassen, welche Unternehmer und Politiker bestechlich waren. Und er hatte recherchieren lassen, welche Politiker eine kriminelle Vergangenheit hatten – und, kaum im Amt, die eigene Ermittlungsakte vernichten ließen.
(…) Nachdem Hans Meiser dieses Produktionsvorhaben bei vielen großen Sendern bekannt gemacht hatte, hieß es, alle seine Formate passten nicht ins Programm. Kurz: Es gab keine Aufträge mehr. Warum nur?
Quelle: Kopp Verlag

Mittwoch, 17. März 2010

Spiel mit dem Feuer!



So langsam macht mir unsere Friedenstaube Obama ehr den Falken.Noch als Barrak Obama den Friedensnobelpreis entgegen nahm, verteidigte er weltweite Militäreinsätze und jetzt scheint es wieder soweit zu sein. So wie es den Anschein hat werden Vorkehrungen für einen US Millitärschlag gegen den Iran getroffen. Kriegsgerät wird in großem Umfang auf eine Insel namens "Diego Garcia" im indischen Ozean geschafft. Diese Insel ist ein großer US Militär- und Geheimdienst Stützpunkt und wurde bereits in den Irakkriegen als Versorgungs- und Angriffsstützpunkt genutzt. Zugegeben, Irans Präsident Ahmadinedschad ist ehr ein Diktator und Demagoge als ein Sympatieträger, aber das ist Kim Jong Il auch, Nordkorea hat jedenfalls die Bombe und ist damit vorläufig sicher vor US Angriffen. Genau dieser "Logik" folgt auch der Iran: "Eine Fliege malt sich streifen auf den Rücken damit sie für eine Wespe gehalten wird!" Ahmadinedschad hofft so einem US Angriff zu entgehen, ohne zu bedenken das er den USA einen Kriegsgrund liefert. Obama greift keine Atommacht an. Die CIA weiss ganz genau das der Iran das Uran nur zu 20% anreichern kann, auch wenn Herr Ahmadinedschad was anderes behauptet. (90% ist Minimum für Waffentauglichkeit) Über Hussein wurde ebenfalls verbreitet er habe gefährliche Massenvernichtungswaffen...es wurden nie welche gefunden und schlimmer noch...alle "Beweise" die einen Angriff legitimieren sollten waren gefälscht! Ein Krieg nach dem anderen wird geführt und alle auf Fälschungen und Völkerrechtsverletzungen beruhend. Erst der Irak dann Afghanistan und jetzt ist der Iran dran und Jemen vielleicht auch noch! In der arabischen Welt wird diese massive US Expansion im mittleren Osten eine helle Aufregung auslösen und wenn benachbarte Atommächte wie Pakistan, Indien, Russland, und China sich auf den Schlips getreten fühlen... na dann prost Mahlzeit!!!

Quelle: Der anschließende Bericht ist von der Internetseite "Schall und Rauch".
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/

Endstation Iran?

Hunderte der sogenannten Bunkerbrecherbomben werden von Kalifornien auf den amerikanischen Militärstützpunkt Diego Garcia im Indischen Ozean verschifft, als mögliche Vorbereitung für einen Angriff auf den Iran.

Wie die Zeitung Sunday Herald berichtet, hat die US-Regierung einen Vertrag im Januar unterschrieben, um 10 Schiffscontainer mit Bomben auf die Insel zu bringen.

Laut Frachtpapiere der US Navy beinhaltet die Ladung 387 der sogenannten „Blu“ Bomben, welche zur Zerstörung von verstärkten oder unterirdischen Bauten eingesetzt werden.

Experten sagen, sie werden für einen Angriff auf die iranischen Atomanlagen in Position gebracht.

Die Einzelheiten des Vertrags für die Verschiffung nach Diego Garcia wurden auf einer internationalen Webseite für Ausschreibungen von der US Navy veröffentlicht.

Die Reederei Superior Maritime Services mit Sitz in Florida bekommt 699'000 Dollar, um tausende militärische Gegenstände von Concord in Kalifornien auf die Insel Diego Garcia zu bringen.

Die Fracht beinhaltet unter Anderem 195 smart, guided und Blu-110 Bomben, sowie 192 der massiven 1'000 Kilo Blu-117 Bomben.

„Sie bereiten sich auf die völlige Zerstörung des Iran vor,“ sagte Dan Plesch, Direktor des Zentrums für internationale Studien und Diplomatie an der Universität von London, der als Koautor kürzlich eine Studie über die Vorbereitungen eines Angriffs der USA auf den Iran veröffentlichte. „US-Bomber sind heute bereit 10'000 Ziele im Iran innerhalb weniger Stunden zu zerstören,“ fügte er hinzu.

Diego Garcia gehört zu Grossbritannien, aber die Amerikaner haben bis 2016 einen Pachtvertrag mit den Briten abgeschlossen und nutzen die Insel als grosse Militärbasis, mit langer Startbahn für Bomber. 3'700 Mann Besatzung und eine Staffel von B-52 und B-2 Tarnkappenbomber sind dort stationiert. Die Insel liegt 1'000 Meilen südlich von Indien, von dort aus ist der Iran in relativ kurzer Zeit zu erreichen.

Laut britischen Verteidigungsministerium benötigt Washington die Erlaubnis der Briten um Diego Garcia für eine offensive Aktion zu nutzen, wurde aber bereits in den Kriegen 1991 und 2003 gegen Irak als Ausgangspunkt für amerikanische Bombenangriffe verwendet.

Plesch meint, Obama könnte entscheiden, es wäre besser wenn die USA den Angriff durchführt, statt Israel.

Laut Ian Davis, Direktor der unabhängigen Denkfabrik NATO Watch, ist diese Schiffsladung nach Diego Garcia sehr besorgniserregend. „Wir fordern die USA auf ihre Absichten für diese Waffen zu erklären und das Foreign Office ihre Einstellung zur Nutzung von Diego Garcia als Ausgangspunkt für einen Angriff auf den Iran,“ sagte er.

Für den Vorsitzenden der schottischen Kampagne für nukleare Abrüstung (CND), ist diese Enthüllung „extrem besorgniserregend“. Er sagte: „Es ist klar, dass die US-Regierung weiter die Kriegstrommeln gegen den Iran schlägt, wie vor kurzem in einer Aussage durch Aussenministerin Hillary Clinton.“

“Es ist ähnlich depressiv wie die Rhetorik die wir vor dem Krieg gegen den Irak 2003 hörten.”

Übrigens, Diego Garcia ist EU-Territorium, da es zu Grossbritannien gehört. Damit würde ein möglicher Krieg gegen den Iran auch von der EU aus geführt. Realisieren und wissen die EU-Bürger das? Werden sie überhaupt gefragt? Ach so, blöde Frage gell?

Samstag, 13. März 2010

Auf den Knien nach Europa....

Hintergründe der Widervereinigung

Ich hatte schon früher, als der Widerstand von Mitterrand und Thatcher gegen die
deutsche Widervereinigung sang und klanglos in sich zusammen brach,
ein komisches Gefühl. Jetzt weiß ich dass Kohl da Zugeständnisse gemacht hat. Immerhin gab es 1989 (ein paar Tage vor dem Mauerfall) mehrere Sondergipfel und Konsultationen auf höchster Ebene. In Paris und London wurde sogar panisch vom vierten Reich gesprochen. Dennoch lief die Einheit wie am Schnürchen....Was war passiert? Mitterrand und die eiserne Lady beharrten auf ein verbleiben Gesamtdeutschlands in der Nato und hofften das Gorbi
das niemals so hinnehmen werde. Man wollte in der Öffentlichkeit kein Spielverderber sein und die Wiedervereinigung trotzdem verhindern um den "Nachkriegs status quo" beibehalten zu können. Gorbatschow machte jedoch bei der
Natofrage eine überraschende Wende und stand dadurch der Einheit nicht mehr im Weg. Maggie Thatcher schlug sich nach Gorbatschows Kehrtwende in die Büsche und gab in der Widervereinigungsfrage nach. Ohne Verbündete brach in Paris die blanke Panik aus, denn man stand nun ganz allein vor diesem Dilemma. Zum einen wollte man nicht als Spalter der Freiheit in die Geschichte eingehen, zum anderen konnte aber dennoch nicht zugelassen werden das Gesamtdeutschland die volle Souveränität erhielt. Unter dem Vorwand eines Arbeitsbesuches am 24. Oktober -eine Woche nach dem Rücktritt Honeckers- zitierte Mitterrand unsere Bundesbirne Kohl nach Paris und machte ihm sehr deutlich klar unter welchen Bedingungen Frankreich eine Wiedervereinigung akzeptieren würde. Anstatt die „Deutsche Position“ zu verteidigen und darauf zu spekulieren, das Mitterrand sich nicht traut die deutsche Einigung in aller Öffentlichkeit zum scheitern zu bringen, (Zumal Bush, Thatcher und Gorbi nicht mehr hinter Frankreich standen) verkaufte Helmuth Kohl uns alle mit einer geradezu unterwürfigen Haltung. Helmuth Kohl verpasse die Chance endlich völkerrechtlich verbindliche Friedensverträge mit Frankreich, Russland, England und den USA zu schließen um Deutschland eine neue gesamtdeutsche Verfassung zu ermöglichen. Er ließ die alte "Nachkriegsordnung" bestehen und als wenn dass nicht schon schlimm genug gewesen wäre, stimmte er gegen seinen eigentlichen Willen der Abschaffung der D-Mark zu Gunsten des Euro zu. Das war die geopolitische Hauptforderung Mitterrands zur besseren Kontrolle eines nun vereinigten und wirtschaftlich stärkeren Deutschlands. Damit dieser monumentale Fehler unsere tollen „demokratischen“ Parteien nicht irgendwann einholt, flüchten sich alle mit einer affenartigen Geschwindigkeit in den Lissabonner Vertrag.
Mit dieser „Möchtegernverfassung“ währen zumindest die völkerrechtlichen Fragen rund um Deutschland ein für allemal vom Tisch, die Demokratie leider auch!
Wenn das nicht eine Ironie ist: Vom „Vater“ der deutschen Wiedervereinigung zum Vernichter, der in greifbare Nähe gerückten, vollen Souveränität und Währungsfreiheit Deutschlands. Der Mann sollte sich was schämen und ich hoffe zutiefst, dass es in naher Zukunft auch richtig in den Geschichtsbüchern stehen wird: Kohl nicht als Vater der Einheit, sondern als Seelenverkäufer Deutschlands, der Verfassung und der Demokratie!!!Kohl hätte 1989 den westlichen Siegermächten mit den selben Worten entgegentreten müssen, wie seiner Zeit Adenauer den Russen gegenüber trat:"Lieber ein halbes Deutschland ganz, als ein ganzes Deutschland halb!"

Lieben Gruß

Micha