Sonntag, 10. Dezember 2017

Der Untergang der ARA San Juan - eine Spurensuche



Noch unbeschädigte San Juan - Bildquelle Wikipedia


Nachdem die Jamaika-Konstellation in DE durch Anflüge von Lindner-Rückgrat gescheitert war und die SPD erneut den Merkel Steigbügelhalter macht, konnte ich über deutsche Politik nur noch Fremdscham empfinden - so richtete sich meine Aufmerksamkeit nun auf Geschehnisse im Ausland. Eine Sache stach mir dabei besonders ins Auge, nämlich die Entwicklungen im Unglücksfall des argentinischen U-Bootes ARA San Juan. Hier nun eine Spurensuche...

Die ARA San Juan (Kennung S 42) ist ein argentinisches U-Boot der TR 1700 Klasse, welches von den Thyssen Nordseewerken in Emden gebaut wurde. Das U-Boot wurde 1983 vom Stapel gelassen und ist eines von zwei aktiven U-Booten dieses Typs in der argentinischen Marine. Der Bau von vier weiteren U-Booten dieses Typs wurde in Argentinien unter Lizenz geplant und sogar begonnen, allerdings wurde keines der Boote bis heute komplett fertiggestellt. Die San Juan wurde angeblich 2014 in einer argentinischen Werft komplett restauriert, wobei auch die Batterien erneuert worden seien.

Die untergegangene S 42 war im November angeblich unterwegs auf einer Routinefahrt in den Küstengewässern Patagoniens, um nach offiziellen Verlautbarungen, Einsätze gegen illegale Fischer zu tätigen. Ich halte ein solches Szenario für etwas unwahrscheinlich....hat für mich was von "mit Kanonen auf Spatzen schießen" - aber später dazu mehr.
Jedenfalls meldete die 44 Köpfige Besatzung am 15. November um 7:30 Uhr, etwa 240 Seemeilen vor der Küste, einen Brand in der Stromversorgung des Bootes. Hier der übermittelte Funkspruch:

„Der Meerwassereintritt über das Lüftungssystem in den Batterietank Nr. 3 verursachte einen Kurzschluss und Schwelbrand - Die Bugbatterien sind jetzt außer Betrieb, wir navigieren nun mit den Heckbatterien weiter"

Das Boot schien also unter Kontrolle und erhielt von der Marineleitung den Befehl in Richtung "Mar del Plata" weiter zu fahren, wo sich die Heimatbasis befindet. Keinerlei Rettungs- oder Bergungsmaßnamen wurden eingeleitet, was zusätzlich ein Hinweis für die Funktionsfähigkeit des Bootes hätte sein können. Als das Boot sich aber nicht wie vorgeschrieben 48 Stunden später, also am 17. November meldete, wurde es als vermisst gemeldet und eine großangelegte Suchaktion begann, an der viele Nationen inkl. USA und GB teilnahmen. Am  25. November beteiligte sich auch Russland mit dem Aufklärungsschiff Jantar und dem Tauchboot Pantera plus an der Suchaktion.

Jetzt folgte der Harken an der Geschichte...US Horchposten hatten etwa zwei Stunden nach dem (oben beschriebenen) Funkkontakt mit der S 42 eine Explosion auf der Route der San Juan registriert, welche die argentinische Marine nicht bemerkt haben will. Ansonsten hätte die Suchaktion noch am selben Tag begonnen werden müssen, also am 15. November und nicht wie geschehen am 18. November. All das wurde erst am 23. November von der argentinischen Marine bestätigt!

Außerdem gab es weitere Merkwürdigkeiten. Noch am 18. November gab es Versuche  von einer angeblich unbekannten Quelle einige Militärbasen über ein Sattelefon zu erreichen. Die versuchte Kontaktaufnahme zog sich über mehrere Stunden hin und deutete auf den Notruf eines U-Bootes hin. Der Netzbetreiber Iridium bestätigte allerdings in Zusammenarbeit mit dem argentinischen Verteidigungsministerium, das die Anrufe nicht von dem Gerät auf der San Juan gestammt hätten. Am 30. November 2017 beendete die argentinische Marine offiziell die Suche nach Überlebenden und erklärte die Besatzung der San Juan für tot.

Zur Zeit konzentrieren sich die Ermittlungen auf besagten Batteriebrand auf der S 42. Im Zentrum
der Ermittlungen stehen angeblich zwei deutsche Firmen welche die Batterien geliefert haben sollen. Eine hatte nur den Deal vermittelt, die Andere jedoch die Batterien geliefert. Bei der Batteriefirma handelt es sich um Hawker/Ernersys welches allerdings ein US Unternehmen ist und die U-Boot Batterien in DE auf dem ehemaligen Gelände der Firma Varta in Hagen fertigt. Hawker/Ernersys ist eigentlich bekannt dafür ziemlich gute Bleiakkus zu bauen, allerdings ist der US Hersteller in der Vergangenheit öfters mit dem Gesetz in Konflikt geraten. So musste die deutsche Tochterfirma in Hagen kürzlich 23 Millionen Euro Strafe wegen illegaler Preisabsprachen zahlen. Trotz aller Undurchsichtigkeiten im Firmenverbund Hawker/Enersys sehe ich den Schwerpunkt des S 42 Unglückes ganz wo anders - und jetzt wird es spannend!

Die TR 1700 U-Boot Reihe ist so flexibel ausgelegt, das die Boote für mehrere Arten von Anwendungen und Antrieben hergerichtet werden können - INKL. DEN EINBAU VON KERNREKTOREN! Im Jahre 2011 verfügte Präsidentin Kirchner die Fertigstellung der im Bau befindlichen anderen TR 1700 U-Boote - zwei davon mit Nukleartechnologie. Ausgewählt hierfür wurden die "Santa Fe" und die "Santiagio del Estero". Die San Juan sollte zwischenzeitlich einen ersten argentinischen Minireaktor testen, dessen weiterentwickelte Nachfolger indes sollten dann in die Boote "Santa Fe" und "Santiagio del Estero" eingebaut werden. Vergessen wir jetzt mal nicht das die San Juan 2014 "Generalüberholt" wurde, erschwerend kommt hinzu das keine Protokolle dieser Überholung vorliegen. Das hat das argentinische Parlament ja auch bemängelt und ist deswegen auf die falsche Fährte von Enersys gekommen. Habt Ihr da in DE geschlampt? Lautet der Vorwurf in der Presse. Na, merkt Ihr was?

Ich überlasse es nun jedem selbst aus diesen Fakten seine Schlüsse zu ziehen, aber wegen Fremdfischei war S 42 sicherlich nicht unterwegs, zumal die San Juan mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Top Secret Projekt beherbergte. Das die argentinische Marine hier verschleiert, die US Boys das auffliegen lassen und die Russen nur Tage später Vorort sind, das sind dann wohl ein paar Zufälle zu viel für den gesunden Menschenverstand!

Liebe Grüße

Euer Micha


Quellen:

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Genau das vermute ich auch. Die Explosion die man am Unglückstag in 8000km Entfernung noch messen konnte, wurde sicherlich nicht von explodierenden Bleiakkus erzeugt. Wenn das U-boot gefunden würde, würde das ein Skandal auslösen. Also bleibt es verschollen, und die Deutschen werden wieder mal beschuldigt und wirtschaftlich geschädigt.

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