Sonntag, 9. Februar 2014

Nächster Marsch auf die Demokratie - bis Marschieren wieder altanativlos ist!!!




Bildquelle: Heise.de

Das Konzerne durch Geld und Lobbyisten seit je her Parlamente und Regierungen unterwandern, um damit Gesetze nach ihren Vorstellungen verabschieden zu lassen, ist nicht neu. Allerdings scheitern solche Begehrlichkeiten häufig am Widerstand einiger Aufrechter oder an gewissen Ereignissen und der anschließenden breit angelegten öffentlichen Diskussion, welche Politiker wiederum (entgegen ihrer angedachten Ausrichtung/Schmierung) zum Handeln zwingt. Gute Beispiele diesbezüglich sind der Atomausstieg und der Widerstand gegen das Fracking. Auf Grund solcher "Stolperfallen"  muss also die Art der Demokratie-Manipulierung aus Sicht der Konzerne effizienter werden. Haben es doch die Großbanken schon fertiggebracht ihre Verluste auf den Staat und seine Bürger abzuwälzen, um die Demokratien so (mit dem Gespenst des Systemzusammenbruches) zu erpressen, so wird das den Konzernen doch wohl auch gelingen. Und so wurde nach einer Möglichkeit gesucht den herkömmlichen Weg der Staatserpressung durch Konzerne und Banken zu "verbessern".

Das wichtigste Instrument für den Erfolg von Konzerninteressen ist die Verschwiegenheit. Wenn keine Details eines angedachten Abkommens an die Öffentlichkeit, die Medien und die Parlamente dringen, kann auch nicht darüber diskutiert werden. Und sollte dann doch etwas durchsickern bevor der Deal unter Dach und Fach ist, werden Fakten verdreht, es werden  schwammige Phrasen über die Notwendigkeit eines Papieres gedroschen und es wird abgelenkt. Eine Solche Ablenkung erfolgt meist dann, wenn sich bereits Widerstand formiert hat. Dieser Widerstand wird dann mit vollkommen unwichtigen Randinformationen bedient und dann damit beschäftigt. Somit werden die Kräfte des Widerstandes gestreut und von "lebenswichtigen" Bereichen ferngehalten. Über die wirklich wichtigen Dinge wird weiterhin hinter verschlossenen Türen verhandelt.

Ein Paradebeispiel dieser Vorgehensweise spielt sich gerade mit dem sogenannten Freihandelsabkommen (TTIP) zwischen den USA und Europa ab. Über dieses Freihandelsabkommen wird von der US-Regierung und der EU-Kommission schon seit Anfang Juli diesen Jahres hinter verschlossenen Türen verhandelt. Interessant dabei ist, das die EU-Kommission als handelnde Institution der europäischen Seite nicht demokratisch gewählt wurde. Auch wird Sie nicht (wie oft fälschlich angenommen) vom demokratischen EU-Parlament kontrolliert. Das EU Parlament hat zwar das Recht Fragen an EU-Kommission und EU-Rat zu stellen, auch Untersuchungsausschüsse darf Es einberufen, doch eine Auskunftspflicht von Kommission und Rat gegenüber dem Parlament besteht NICHT!!! Kommen wir aber nun zum (bis jetzt durchgesickerten) Inhalt dieses weltweit größten Freihandelsabkommens (das immerhin 47 % der Weltwirtschaftsleisung umfasst) und zu dessen Auswirkungen:

1. Zölle zwischen den USA und Europa sollen gesenkt/abgeschafft werden.

Auswirkung: Dies begünstigt vor allem die industrielle US-Landwirtschaft und erhöht den Druck auf die bäuerlichen Landwirtschaftstrukturen bei uns. EU-Technikfirmen können zwar in den USA zu konkurrenzfähigeren Preisen verkaufen, da aber der Schwerpunkt der US-Wirtschaft auf Finanzdienstleistung und Rüstungsindustrie liegt und Zölle (sollten sie überhaupt noch vorkommen) sehr niedrig ausfallen, hält sich der "Schaden" dort in Grenzen.

2. Dienstleistungen (besonders finanzieller Art) werden noch umfassender liberalisiert und Beschränkungen diesbezüglich weiter abgebaut.

Auswirkung: Mehr Risikogeschäftsmodelle im Finanzsektor die trotz europäischer Bafin immer weniger kontrolliert werden können. Die Folge wäre höhere Instabilität auf den Finanzmärkten - durch spekulativere Anlagemöglichkeiten und die daraus resultierende stärkere Möglichkeit der Blasenbildung, mit den bekannten Folgen für die Allgemeinheit: Verschuldung, Enteignung, Geldverknappung bei mittelständischen Betrieben, der öffentlichen Hand und der Privathaushalte.

3. Für Investitionen soll der beste Schutz gelten. Konzerne können gegen die USA oder Regierungen der EU-Mitgliedsstatten klagen, wenn sie sich benachteiligt fühlen.

Auswirkung: Die Klagen werden aber nicht vor ordentlichen Gerichten der jeweiligen Länder durchgeführt, sondern vor Schiedsgerichten, dessen Mitglieder aus UNO-Kreisen -
allerdings wirtschaftsnah - besetzt werden. Das Ergebnis wäre ein komplette Aushebelung der jeweiligen Rechtsprechung. Beispielweise könnten Energiekonzerne Bund und Länder auf absurde Milliardensummen wegen entgangener Gewinne verklagen, wenn z.B. Frackingprojekte wegen Bürgerbegehren scheitern würden. Gesetze gegen Umweltgifte, Gen-Food und Gen-Saat, ja sogar der hart erstrittene Mindestlohn wären in Gefahr, da EU- und US-Firmen ein Investitionshindernis und eine Gewinnschmälerung wittern könnten. Konzerne könnten Regierungen wegen national höherer Sicherheitsstandards, höherer Steuer oder wegen einer besseren Arbeitsschutzverordnung verklagen.

4. Umfassende Privatisierung der öffentlichen Infrastruktur. Abbau der Bürokratie bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen von Städten, Gemeinden und Kreisen.

Auswirkung: Verkauf des "Tafelsilbers" der öffentlichen Hand. Zum Beispiel Verkauf von Wasserversorgung, Krankenhäusern, Grundstücken sowie die Fremdfinanzierung von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen wären die Folgen. Der Projektspielraum von Städten und Gemeinden wäre ausschließlich wirtschaftlichen Belangen unterworfen. Soziale, ökologische sowie Kulturelle Aspekte könnten bei Projektvergaben nur noch eine untergeordnete Rolle spielen.

5. Stärkerer Schutz des geistigen Eigentums.

Auswirkungen: Einschränkung von freier Meinungsäußerung. Einschränkung der Berichterstattung. Exklusivität von Bildung und Ausbildung durch die überbordende Patentierung von Know-how und Begriffen. Somit wird umfassende Ausbildung durch Lizenzen verteuert!

Fazit: Bei diesem sogenannten Freihandelsabkommen handelt es sich um einen Generalangriff auf alle Rechte die sich die Demokratien in den letzten Jahrzehnten erarbeitet haben - es geht um nicht weniger, als um den Rückbau unserer Werte!!!  Nur mitentscheiden darüber dürfen wir nicht! Wir dürfen es nicht einfach zulassen, das man die Werte und Errungenschaften demokratischer Staaten umkehrt. Die Industrie- und Finanzkonzerne sowie deren Besitzer haben sich dem Recht in Demokratien zu unterwerfen und sich in dessen Rahmen zu bewegen. Wir - als der eigentliche Souverän, haben uns keinesfalls von Konzernen und Banken entrechten zu lassen. Politiker die in unserem Auftrag auf ein solch weitrechendes Versklavungs- ähm Freihandelsabkommen hinarbeiten sind Verräter und gehören vor ein Gericht gestellt! Selbst die normalen Medien und EU-Abgeordnete wachen jetzt auf...siehe ARD Report (Video unten). Wenn der Staat erst mal endgültig mit dem Kapital und der Industrie ins Bett marschiert ist, wird auch das Marschieren wieder alternativlos...

Liebe Grüße

Euer

Micha

Bitte kurz den ARD Film dazu ansehen - der sagt schon einiges!
 

Quellen:

Attac - TTIP stoppen
ARD Report (BR) - Geheimoperation Freihandelsabkommen
Süddeutsche Zeitung - Sonderbehandlung für Investoren
Heise.de - TTIP: Abkommen gegen Mindestlöhne

Sonntag, 2. Februar 2014

Datenmengen, KI und Kampfroboter - eine vollkommen harmlose Mischung?

Bildquelle Gamestar: Der "Terminator"


Bereits seit Begin dieses Jahrtausends leisten etliche Roboter ihren Dienst bei Armee, Polizei, Technischen Hilfswerken bei Feuerwehren, Weltraumagenturen und in vielen anderen Bereichen ab. Diese Maschinen waren/sind  allerdings nicht autonom, sie waren nur der verlängerte Arm des Menschen, ein Werkzeug das in brennende Häuser oder Atomkraftwerke fuhr, Bomben entschärfte oder Bodenproben auf anderen Planeten nahm. Leider folgt aber jede menschliche Erfindung einer fatalen Logik, nämlich von der guten  und nützlichen Anwendung hin zum Bösen, sprich vom Helfer, Lebensretter und Forscher hin zum mechanisierten Soldaten und Auftragskiller.

Bildquelle Futurezone.at: Maars Kampfroboter

Die Euphorie der Militärs autarke "Terminatoren" benutzen zu können entflammte also und man lies eifrig drauf los tüfteln, wahrscheinlich immer mit einer "Command and Conquer" Vision im Hinterkopf. Nicht ganz ohne Erfolg. Roboter die laufen wie Raubkatzen, Menschen oder Hunde wurden im Auftrage der Militärs geplant und gebaut, dennoch ist "Power nothing wihtout control". Was nützt einem ein Körper ohne Gehirn? Also "begnügte" man sich auf militärischer Seite mit immer weiterer Verfeinerung von ferngesteuerten Drohnen, Kampfrobotern, Lastenträgern usw. (natürlich alle waffentauglich/bewaffnet). Schließlich erwies sich die Entwicklung vollautonomer Einheiten als zu schwierig. Zu viele Datenmengen, zu wenig Rechenpower und kein Zugriff eine allumfassende Datenbank. Schließlich müssen ja Identifizierung oder Unterscheidung von Zielen und Unbeteiligten, sowie fehlerfreies, flexibles Reagieren in unübersichtlichen Kampfsituationen ermöglicht werden. Anscheinend sind diese Problemstellungen nun Schnee von gestern!

Der Datengigant Google besitzt, genau wie NSA, neben riesigen Rechen- und Speicherzentren bereits einen 512 Q-Bit Quantencomputer der Firma "D-Wave Systems".  Für Google ist dieser Quantencomputer (sollte er wirklich funktionieren) der Durchbruch.  Ein konventioneller  Rechner ist in der Lage unter Trillionen von Zuständen in kürzester Zeit einen bestimmten Zustand (beispielsweise für eine Rechenoperation) einzunehmen. Ein Quantencomputer hingegen kann theoretisch alle diese Positionen gleichzeitig einnehmen, ein Phänomen welches ein blitzartiges durchsuchen gigantischer Datenmengen sicherstellen könnte. Ein weiterer Zug von Google war es in letzter Zeit sieben Roboter-Hersteller zu erwerben. Der prominenteste unter diesen Herstellern ist  "Boston Dynamics", ein Ableger des weltberühmten MIT. Mit dem Kauf von "Boston Dynamics" im Dezember 2013 sicherte sich Google die Weltspitze der Roboterentwicklung. Also fassen wir mal zusammen...

Google besitzt  neben fast unbegrenzter Rechenpower auch unbestritten starkes know how in Navigation, Kartographie und 3D Umgebungsansichten.(siehe Google Earth, Google Maps, Streetview usw.)  Ebenfalls verfügt der Konzern über weltweite gigantische Datenbanken in denen Such-, Verhaltens- und Konsumprofiele ihrer Suchmaschinennutzer gespeichert sind. Nimmt man jetzt noch die enge Verzahnung von Google mit US-Geheimdiensten, die mittlerweile über ähnliches know how verfügen, wie z.B. der NGA und NSA, (National Geospatial Intelligence Agency, National  Security Agency), unter die Lupe wird schnell klar, das Google mit dem Segen der US-Administration in das Rüstungsgeschäft will und das mit Datenbanken von schier unvorstellbarem Ausmaß!  - Da ist der Schritt, sich an die Weltspitze der Robotik zu setzen nur die letzte konsequente Weiterentwicklung der bisherigen Philosophie. Durch den Kauf von Boston Dynamics kommt der Suchmaschinenriese auch noch ganz nebenbei an staatliche Subventionen durch das Darpa-Programm. 

Die Zusammenarbeit mit Google könnte den Durchbruch in der autonomen Robotik bedeuten. Plötzlich könnten sämtliche feuchten Träume von Militärs und Überwachern Realität werden.  Eine Technologie die aus  solch einer Zusammenballung von Datenmengen, Rechenpower, KI und Robotik erschaffen wird, lässt einen " Terminator" nicht mehr wirklich als "Science Fiction" erscheinen. Einzig fehlt ihnen noch die richtige portable Energiequelle für ein solchen autonomen menschenähnlichen Roboter, der selbstständig Ziele und Missionen erfüllt. Solch vollkommen autarke Maschinen werden dann den Menschen vollkommen aus  der Befehlskette ausschließen.  Wissenschaftler nennen diese Waffengattung "Human-out-of-the-loop-Weapons". Getötet und zerstört wird dann ausschließlich auf Grund der Datenlage welche der Roboter dann blitzschnell mit externen Datenbanken abgleichen könnte. Probleme würden dann von dieser Maschine vollkommen selbstständig gelöst - bleibt dann nur noch zu hoffen, das der Mensch selbst von solchen Maschinen nicht als Problem gesehen wird...

Hier noch eine kleine Zusammenstellung der Google...ähm Boston Dynamic Roboter ganz schön spooky:

Liebe Grüße

Euer Micha

Bildquelle FAZ: Roboter Big Dog
Bildquelle Heute.de: Roboter Atlas

Bildquelle Elitedaily.com: Wildcat


Quellen:

Deutsche Wirtschaftsnachrichten - Google kauft schnelle Killerkatzen
Golem - Google kauft zum Jahresende Militärroboter-Hersteller
Gamestar.de - Google kauft Militärroboter-Entwickler

Samstag, 25. Januar 2014

Inquisitions-Talk oder "nur" ein haarsträubender Umgangsstil?!



Bildquelle: Taz



Am vorletzten Donnerstag bin ich nach der Arbeit komplett geschafft eingeschlafen, aber was für mich untypisch war, es geschah diesmal vor dem laufenden Fernsehgerät. Irgendwann schlich sich dann ein alptraumähnlicher Zustand ein. Irgendjemand bedrängte mich mit Fragen, Fragen dessen Absicht es war, mich zu unbedachten Äußerungen zu verleiten. Ich hatte das Gefühl das er mich in Rage bringen wollte um mich dann in eine ideologische Schublade zu verfrachten. Wutschnaubend wachte ich auf und realisierte das dies grade in der Fernsehsendung "Markus Lanz" geschah - nur eben nicht mit mir, sondern mit Sahra Wagenknecht (Politikerin der Linken).

Echt mal jetzt, sowas kann man sich doch nicht antun - ich schaltete den Fernseher aus und wendete mich weiterhin meinem dringend benötigten Kopfkissen zu. Am nächsten Tag dachte ich bei der Arbeit ein paarmal über diese Situation nach und beschloss mir die Sendung irgend wann mal näher anzuschauen - dies geschah dann gestern.
Mittlerweile hat diese Lanz-Sendung wohl einige Wellen geschlagen und nach dem ich Sie mir angeschaut habe muss ich sagen - zurecht!

Wenn sich etwas derart in meine Träume schleicht, muss es kommentiert werden...

Das  Verhalten von Lanz war absolut unterirdisch. Ständig stellte er Frau Wagenknecht provokante und rhetorische Fragen, bombardierte sie mit Aussagen und Programmen aus dem vermeintlich linken Lager. Sahra Wagenknecht hingegen versuchte besonnen, kompetent und korrekt auf seine Fragen zu antworten, wurde aber ständig von Lanz abgewürgt und ununterbrochen mit völlig neuen Attacken "beglückt". Er unterstellte während seines Zwischenfragemarathons (ganz nebenbei) der kleinen Opposition "Minderwertigkeitskomplexe" und machte sich über die Körpergröße von Gregor Gysi lustig. Außerdem ließ er keine Möglichkeit aus die AfD als Rechtspopulisten zu verunglimpfen.

Sein Vorgehen war tendenziös und manipulativ, und als die Zuschauerreaktionen trotz all seiner Mühen in Richtung Wagenknecht tendierten (ganz einfach weil ihre Argumente besser waren) bekam auch das Publikum die abwertende Art vom guten Markus zu spüren, indem er kritische Bemerkungen vom Stapel lies, weil die Zuschauer Frau Wagenknecht mit Beifall bedacht hatten. Na und wenn Lanz mal nicht weiter kam, sprang ihm der "Stern-Journalist" Hans Ulrich Jörgens bei - und das in einer sehr persönlichen und aufbrausenden Art. Man hätte beinahe denken können das Jörgens ein abgeblitzter Ex von Wagenknecht gewesen ist...Lanz ermutigte Jörgens noch - sich immer mehr in "Wut" zu reden. Moritz Bleibtreu und ein eingeladener Lehrer konnten trotz sympathischer Persönlichkeit den verunglückten Talk nicht mehr retten, dazu wurde ihnen auch viel zu wenig Redezeit gelassen...

Ich will hier wahrlich kein Lanz-Bashing betreiben, (dafür ist der Mann einfach nicht wichtig genug) es geht mir nur um diese inquisitorische  Diskussionsart die mittlerweile fast die gesamte Medienwelt durchzieht. Gegner werden einfach niedergeschrien, frei nach dem Motto: "Wer nicht für mich ist, ist wider mich." Fast schon mit religiösem Eifer werden Andersdenkende, im deutschen Fernsehen diffamiert und lächerlich gemacht. Deutsche Talkshows waren einst nicht auf einem derart niedrigen Niveau. Zur Zeit bewegt sich der Anspruchslevel der Polit-Talkmaster in der gleichen Liga mit einer Diskussion bei den "Big Brother Zombies" oder auf dem Niveau eines "X-Diaries" Zickenkrieges!
Ich werde wohl weiterhin den Mainstream meiden, aus gutem Grund, wie ich meine - aber seht selbst:

Liebe Grüße

Euer Micha


Sonntag, 12. Januar 2014

Russland ist mal wieder im Fadenkreuz - diesmal in dem des Terrors!

Erst einmal wünsche ich allen meinen Lesern ein frohes neues Jahr. Nach dem ich die Feiertage meiner Familie und auch meinen Hobbys gewidmet habe, (Sondeln - Artikel folgt, Feiern und PC) wurde ich im neuen Jahr von Arbeit erschlagen. Nicht nur das es viel Arbeit war, es war auch äußerst frustrierende Arbeit. Als Techniker bin ich zwar ein Spürhund für defekte, aber unter Zeitdruck z.T. lebensgefährliche Konstruktionsfehler von Billigherstellern zu eliminieren, raubt mir ehrlich gesagt manchmal den Schlaf. Nun will ich Euch aber nicht mit meinen kleinen Problemen nerven und komme zum eigentlichen Thema:

Im Dezember des letzten Jahres berichteten die Medien über zwei Anschläge in Russland, mit insgesamt 35 Toten. Diese Anschläge wurden nach allgemeiner Auffassung von russischen Islamisten begangen. Die russischen Teilrepubliken islamischer Prägung sind dem Rest Russlands wirtschaftlich weit unterlegen, was zum Teil zu bitterer Armut dort führt. Zudem sind die unzähligen Volks- und Glaubensrichtungen des Islam in Russland unglaublich zerstritten miteinander. Der Golfkrieg 2003 spaltete den russischen Islam dann endgültig. Während ein Großmufti zu Toleranz und Versöhnung aufrief, predigte der andere Hass und Jihad. Ein ideales Klima also um die Strategie des "Teilens und Herrschens" durchzuführen. Instabile Verhältnisse, Glaubenskrisen, Fremdenhass und Armut - ein El Dorado für Geheimdienste...

Bereits im Sommer letzten Jahres besuchte Prinz Bandar, der Chef des saudischen Geheimdienstes, Vladimir Putin in Moskau. Putin und Bandar sind beide Geheimdienstexperten und es gibt Hinweise darauf, das es in diesen Gesprächen zwischen den Beiden stark um die Sicherheit der Olympischen Spiele in Sotschi ging. Letztendlich sprach Putin in aller Öffentlichkeit darüber, das der saudische Prinz ihm sichere Spiele angeboten habe, wenn er im Gegenzug Syriens Präsident Assad fallen lassen würde. Bekanntermaßen hat Putin seinen Verbündeten in Syrien nicht fallen lassen, was das saudische Königshaus vor Wut schäumen lies. Nun fragt sich der geneigte Durchschnittsmensch, wie denn so ein einfacher Wüstenprinz wohl dem zweitmächtigsten Regierungschef der Welt "Sicherheit" anbieten kann.

Die Antwort darauf ist ziemlich einfach. Saudi-Arabien ist ein "Hauptsponser" des weltweiten wahabitischen Terrors, der für die USA als Rechtfertigung für ihren weltweiten Angriffskrieg dient. Ebenso werden mit diesen sogenannten "Terrorgründen"  Bescheidungen der Bürgerrechte auf der ganzen Welt verteidigt/begründet. Die Geheimdienste der Saudis und Kataris infiltrieren überall Terrororganisationen bis in deren Führungsetagen hinein. Sie besorgen Waffen Sprengstoffe und alles was Terroristen für ihr "Handwerk" so benötigen. Genau deshalb kann ein arabischer Prinz Sicherheit garantieren - oder aber auch das Gegenteil! Die Verbindungen der Saudis reichen weit über Georgien, Tschetschenien, Aserbaidschan und den gesamten Kaukasus hinaus. Für Putin heißt also "Terror oder No Terror" die Wahl zwischen Unterwerfung oder Selbstbewusstsein. Putin hat sich für die zweite Variante entschieden - Russland verhandelt nicht mit Terrorristen. Der russische Präsident macht genau dass was der Westen nur vorgibt zu tun, denn wollte der Westen wirklich den Terror mit Stumpf und Stiel ausrotten, wäre neben der weltweiten Armutsbekämpfung die Niederwerfung des saudischen Regimes das erste Mittel der Wahl!

Jetzt Reisewarnungen gegen die Olympischen Spiele in Sotschi auszusprechen und "Hilfe" durch das FBI anzubieten ist scheinheilig von den USA. Ein kleiner nachdrücklicher US-Besuch im saudischen Königshaus, in dessen Verlauf dem saudischen "Partner" eine Patrone in die Hand gedrückt würde - DAS würde wirklich Wirkung zeigen - sicherere Spiele hätte es niemals gegeben - versprochen!!!

Liebe Grüße

Euer Micha



Quellen: