Montag, 28. September 2020

Warum ich glaube das es weiter wirtschaftlich bergab geht.

 

                                            Bildquelle: PH - Freie Fotos

Da z.Zt. von der Politik wider besseren Wissens über eine zweite Corona-Welle und weitere Maßnahmen diskutiert wird, nehme ich eine Vertuschung an. Bei einer PCR Test Fehlerquote von 1% (und das wäre niedrig - siehe hier) müsste es bei 100.000 durchgeführten Tests statistisch etwa 1000 falsche Ergebnisse geben. Laut RKI wurden in der Kalenderwoche 37 (7.9 - 13.9) über 200.000 Tests pro Tag gemacht, insgesamt also 1,4 Millionen (siehe hier auf Seite 13). Die gemeldeten Corona- Neuinfektionen allerdings werden in dieser KW mit durchschnittlich 1400 Fällen pro Tag (siehe hier) angegeben, was  unstrittig unterhalb der statistischen Fehlerquote der Tests anzusiedeln ist - also null Aussagekraft hat.  

Gepaart mit der geringen (statistisch gegen null laufenden) Quote der hospitalisierten Coronapatienten (siehe hier) und der momentan quasi nicht vorhandenen Sterbefälle durch Corona, stelle ich hiermit aktuell keine zweite Covid 19 Welle fest! Wenn also hoch bezahlte Spezialisten und Politiker trotzdem noch an weitere teure Corona-Maßnahmen denken, welche epidemiologisch völlig sinnfrei wären, so kann man nur die Absicht der Täuschung unterstellen. Diese Täuschung kann u.a. einer weiteren Verdeckung der wahrhaftigen wirtschaftlichen Zustände dienen, welche zusätzlich durch staatlich verortnete Insolvenzverschleppung und Kurzarbeit verschleiert wird. 

Es rollt allerdings schon länger eine riesen Entlassungswelle durch die deutsche Industrie. Der schlechte Witz dabei ist, das es überproportional die gut bezahlten Jobs trifft - die den Steueretat und damit auch die Sozialleistungen des Staates aufbringen. Nicht zuletzt in der Automobilindustrie und bei ihren Zulieferern gingen bereits viele zehntausende hoch bezahlter Jobs auf Grund der Neuausrichtung verloren. (siehe einige Beispiele bei den Quellenlinks unten) Dazu gesellen sich durch die Corona-Maßnahmen weitere zehntausende Jobverluste bei den Gutverdienern der Luftfahrt, im Schiffsbau und der Reiseindustrie. Und anstatt Innovations-Anreize zu schaffen, das die Industrie dazu ermutigt wird gleichwertig hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen, beschleunigt die Politik den Abstieg zur Billig-Dienstleistungsgesellschaft und glaubt, sich später dann durch noch höhere Staatsverschuldung zu retten. Merke: Auch ein noch so großes Heer von prekär Beschäftigten, welche Zuschüsse benötigen um über die Runden zu kommen, wird die Republik nicht bezahlen können -  Denn auch 30 Millionen x 0 = 0! Entweder ist dies das reine Schildbürgertum oder der berechnende Weg in den Zusammenbruch um sich der Gesamtschuld durch Inflation zu entledigen. Einen Schuldigen den man in einem weiteren endlosen Krieg bekämpfen könnte hat man ja bereits - der heißt Corona und der raubt uns gleichzeitig nebenher unsere Freiheit. Gefickt eingeschädelt meine Damen und Herren!

Sollte also die staatliche Alimentierung der Wirtschaft durch eine Rückkehr zur wirtschaftlichen Normalität aufgegeben werden, werden wir wahrscheinlich eine böse Überraschung erleben. Es wird nur so Insolvenzen hageln, allein in DE werden hunderttausende oder mehr Arbeitsplätze vernichtet. Aus diesem Grunde wird anscheinend versucht den "Notstand" künstlich zu verlängern, was aber nicht ewig gelingen wird. Spätestens wenn das reale Ausmaß des wirtschaftlichen Schadens ans Licht kommt, werden die ersten Geldsäcke nervös versuchen ihr Geld noch in richtige Werte zu verwandeln und es wird ein Hauen und Stechen an den Börsen geben. In diesem Zuge der massenhaften Verlustgeschäfte werden werden dermaßen viele Kredite (wegen plötzlich einsetzender Zahlungsunfähigkeit durch Verluste) platzen das einige Banken fallen werden und den Rest könnt Ihr Euch denken. Denn merke: Je länger eine desaströse Situation ohne Bereinigungen beibehalten wird, desto heftiger wird der Aufschlag werden - das war schon im Kommunismus so!

Übrigens ist in DE die Deutsche Bank (mindestens 7 mal so groß wie damals Lehman Bros.) für mich der heißeste Favorit für einen Zusammenbruch. Bitte beugt deshalb vor! 

 

Liebe Grüße

 

Euer Micha

Quellen:

MAN entlässt 9.000 Mitarbeiter - Süddeutsche Zeitung

Daimler 30.000 Jobs stehen auf der Streichliste - Die Welt 

 ZF will 15.000 Stellen streichen - Handelsblatt

Sonntag, 13. September 2020

Seid Ihr vorbereitet oder verlasst Ihr Euch auf Aldi, Lidl und Co?! Update!

Bereits zu Beginn der Finanzkrise von 2008 ahnte ich schlimmes, denn nichts ist gewisser falsch, als an unendliches Wachstum auf einer begrenzten Erde zu glauben! Die Finanzindustrie und die Spekulanten, samt aller Experten aber glaubten an die unendliche Herrlichkeit ihres exponentiell wachsenden goldenen Kalbes – Ich allerdings nicht! In dieser Zeit war ich noch selbstständig und musste auf die harte Tour lernen wie es ist finanziell hingerichtet zu werden. Obwohl ich um das Potential der Krise wusste und nach zwei fetten Jahren aussteigen wollte, (zumal ich Betrügereien zu meinem Nachteil in meinen Verträgen fand – Welche auf falschen Voraussetzungen basierten) wurde ich aus Mangel an schriftlichen Beweisen diesbezüglich von meinen „Geschäftspartnern“ gezwungen mein Geschäft defizitär weiter zu führen. Alles nur damit sie noch den letzten Cent aus mir heraus pressen konnten, obwohl sie von meinen ungerechten Benachteiligungen wussten, ja sogar involviert waren! Ich sah den Zusammenbruch anhand meiner scheinbar grundlos sinkenden Umsätze voraus. Trotz fast übermenschlicher Anstrengungen, 16 Stunden Tage waren keine Seltenheit, gelang es mir nicht den Fall zu stoppen. Da ich wirtschaftlich (aufgrund der Knebelverträge, der Finanzkrise und des Rauchverbotes) nicht in der Lage war etwas an meinem Niedergang ändern, wollte ich nur noch verstehen lernen und suchte entsprechende Expertise. Ich lernte diesbezüglich Bernd Senf kennen, zu dieser Zeit Professor für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Ich gewann Ihn dazu in meinem Laden einen Vortrag zu halten (siehe Bild unten) , in diesem Vortrag lernte ich sehr viel über unser Finanz und Wirtschaftssystem. Seit dem bin ich auf der Hut!!!

 

 

Da ich jetzt aber keinen Vortrag über das Wesen des Geldes halten will fasse ich mich sehr kurz, trotzdem muß grundsätzlich eines geklärt werden! Geld ohne Gegenwert ist nur so lange ohne (oder mit begrenzten) Folgen beliebig vermehrbar, solange die Menschen an seinen Wert glauben und jemand anderes es hortet, schmeißt dieser jemand es massenhaft auf den Markt und steht diesem Geldanstieg nicht genug Warenwert gegenüber, verliert Geld rasant seinen Wert. Dieses Szenario nennt sich Inflation oder gar Hyperinflation. Auf diesem Weg entledigt sich die Staatengemeinschaft Ihrer Schulden (wäre also Nutznießer) und alle anderen vom Kleinverdiener bis zum Mittelstand werden Ihres Vermögens beraubt und somit enteignet. Lieferketten brechen zusammen, keiner will mehr Euer bisschen Geld. So was passiert wenn man in mehreren hintereinander folgenden Krisenzeiten mit Geld um sich wirft und keine Markt-Bereinigungen vorgenommen werden. Im Moment fließt das große Gießkannen-Geld noch in sogenannte Blasen, (Ökofonds, Immobilien, Techkonzerne, Befriedigung der Aktienbesitzer - genannt „shareholder value“, Banken- sowie Unternehmensrettungen usw. - Eine Marktbereinigung wird also mit allen Mitteln vermieden und findet nicht statt!!!) wenn sich nun beim großen Geld die Erkenntnis durchsetzt, das angehäufte Kapital in physische Werte umzuwandeln zu wollen, (siehe z.B. den Goldpreis oder den Immobilienpreis als Indikator) na dann prost Mahlzeit! Unser Wirtschaftssystem war schon vor Corona extrem angeschlagen und ich befürchte es landet durch die Folgen des politisch beschlossenen Corona-Lockdownes auf der Intensivstation oder gar auf dem Friedhof. Egal! Zumindest für die Menschen egal die vorbereitet sind. Das große Geld rettet sich in physische Werte und verschanzt sich in Privatfestungen und was machen wir? 

 Wir sollten unser Überleben sichern! Und wie? Durch Vorsorge! Keine hohen Schulden, bezahltes oder günstiges Zuhause, Wasser, Grund und Boden zum Anbau von Nahrung oder zumindest Vorräte, Heizung (Öl mit Tank), Holzofen oder beides, Gas-Kochstelle und Gasflasche, Photovoltaik-Anlage oder zumindest einen Generator und viel Sprit, lokale Kommunikation welche zur Not mit einer Autobatterie betrieben werden kann (z.B. Funk), Radios Batterien und Taschenlampen, Medikamente, Verbandszeug, Netzwerke mit Nachbarn und Bauern knüpfen – zwecks Versorgung, Hilfe und Verteidigung. Fast alle dieser Vorsorgepunkte konnte ich mit meinen Lieben realisieren, (Siehe Bilder) da auch viele Andere in meiner Umgebung nicht mehr bedingungslos systemgläubig sind – Gott sei Dank! Fangen wir mit dem Wichtigsten an - Wasser!!!

                           

                            Unser Brunnen ca. 10 Meter tief gemauert


 
3 Fach Trinkwasser-Filter: Sediment, Viren und Bakterien, Kohle

                                       Regentonnen mit über 200 Litern       

Konserven
Garten samt Fruchtbäumen
                                       Hier nach der Apfelernte
...und nach dem Einmachen



                                                    Erdbeeren

                                                          Trauben
Apfel und Pfirsich

Kirsche und Apfel
Gurken und andere Setzlinge
Jede Etage mit eigenem Holzofen und Holzvorrat
Dieselöl- und Benzintanks
                                                     Generator


                 

                         Gaskochstelle und Flaschen sind auch vorhanden


                             

                                             Michas Funkbude ebenso ;o)

Wir besorgen uns schon lange unser Fleisch vom Bauern oder vom Fleischer und pflegen gute Beziehungen zu den Höfen in der Gegend und unseren Nachbarn, wir bauen auch selbst einiges an wie Ihr sehen konntet. Somit sind unsere Vorbereitungen zur Kompensation eines drohenden Infrastruktur-Kollaps auf einem guten Weg! Eure Auch? Bitte bereitet Euch vor, liebe Leute, es ist kein rausgeworfenes Geld, im Gegenteil! Sollte ich unrecht haben, (und das hoffe ich!!!) könnt Ihr die angeschafften Werte und Vorräte veräußern oder verspachteln und Freunde, sowie Netzwerke und günstiges wohnen sind ebenso nützlich wie Schuldenfreiheit! Also, wir verlassen uns schon lange nicht mehr allein auf den Staat, Aldi, Lidl und Co und das solltet Ihr auch nicht – Ist auch auf Dauer körperlich gesünder!


Schönen Sonntag noch und liebe Grüße!


Euer Micha




Dienstag, 25. August 2020

Der Umstieg – Tecnetiks G 2 Clone (Tianxun TX 850) und Quest Scuba-Tector Black

Lange habe ich keinen Sondelartikel mehr verfasst, was nicht zuletzt an den aktuellen Geschehnissen um meine Gesundheit liegt. Nichtsdestotrotz ging es auch bei meiner Sondenleidenschaft weiter. Da unser Secon UWM 20 Unterwasserdetektor ja unrühmlich das zeitliche segnete (Artikel dazu hier) schafften wir uns 2 Scuba Unterwasserdetektoren an. Leider musste auch nach 7 Jahren mein treuer Teknetics Eurotek Pro erkennen das ewiges Leben nicht möglich ist, auch nicht für Markengeräte. Der Tecnetiks verlor seine Pinpointing Funktion und wurde „schwerhörig“, sodass er nicht mehr wie gewohnt, jeden Fund meldete. So begab es sich, das ich mich ebenfalls nach einer neuen Landsonde umsehen musste. Da wir erfahren mussten das große Markennamen auch nicht immer sehr langlebig sind, beschloss ich nun mal ein „No-Name“ Gerät zu kaufen und landete beim Tianxun TX850. Kostenpunkt knappe 150 Euro bei Ebay. Die Scuba-Tectoren waren mit knapp 200 Euro das Stück ebenso ein Schnäppchen. Hier nun eine kleine Erfahrungs-Zusammenfassung der neuen Geräte.

1. Scuba Tector

Im Sommer 2019 schafften wir uns also die zwei Scuba Geräte an und flogen mit Ihnen in die Türkei nach Side. Testareal war diesmal das südliche Mittelmeer, dieses ist allerdings vom Wellengang nicht mit dem spiegelglatten Roten Meer (Testareal des Secon UWM 20) zu vergleichen. Deshalb war die Ausbeute des Scuba-Tector nicht ganz so opulent wie die seines teureren Vorgängers. Das halten der Position beim graben erfordert im Mittelmeer größte Anstrengung, deshalb konnten viele Funde die angezeigt wurden leider nicht von uns geborgen werden.

Hier der Strandabschnitt unseres Hotels in Side an dem gesondelt wurde.

 
Die Mauer im Hintergrund die den Strand vom Hotel trennt ist eine Befestigungsanlage aus römischer Zeit.

Die Handhabung beim Scuba-Tector ist beim Einschalten vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, wenn er aber eingeschaltet und auf stärkster Stufe ist, verhält er sich ähnlich wie der UWM 20, das heißt glasklare Anzeige der Funde durch Vibration und sogar durch Licht. Genau wie der Secon arbeitet der Scuba-Tector mit dem Puls-Induktionsverfahren, welches zwar keine Diskriminierung ermöglicht, aber den Vorteil beinhaltet den Detektor bei der Suche nicht hin und her schwenken zu müssen. Die Fund-Meldungen waren auch zuverlässig und unzweideutig. Dort wo was angezeigt wurde war auch etwas, aber kaum wollte man das glitzernde Ding fassen, wirbelte die nächste anrollende Welle den verwirrten Schatzsucher vom Ort des Geschehens und den Fund gleich mit. Trotz der Umstände hat es Spaß gemacht, denn die Mühe wurde ja doch noch mit ein wenig Gold und Silber belohnt – siehe unten.

Hier ein 835er Silberring, diese Legierung wurde zwischen 1910 und 1940 verwendet. Der Ring wird aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts sein.


Hier ein 4 Gramm schwerer moderner Goldring in 585 Legierung. 

 

Relativ neuer Silberschmuck in 925er Legierung. Kette mit Anhänger, Ohrstecker und Armband-

Zwei Wehrmuthstropfen gibt es aber vom Scuba-Tector zu berichten. Zum einen hält der eingebaute Lithium-Polymer-Akku nicht besonders lang (nämlich nur knappe 2 Stunden) und zum anderen war eine der Sonden bereits im Urlaub defekt. Aber eines muß man Quest wohl lassen, die defekte Sonde wurde (obwohl die Diagnose Wasserschaden lautete) anstandslos ersetzt! Und auch beim kleinen Lithium Akku gibt es Hoffnung, denn an diesen kommt man (obwohl fest eingebaut) relativ gut heran und könnte ihn mit geringem Aufwand gegen einen stärkeren Akku austauschen, etwas technisches Verständnis vorausgesetzt. Das solide erscheinende Gerät, sollte er denn in Zukunft länger halten, kann ich durchaus als als gut, aber Verbesserungsfähig bewerten. Der Scuba-Tector von Quest wurde bei einer Wassertiefe von 0-2Meter eingesetzt und fand Schmuck bis in etwa 20 cm Tiefe.


2. Tianxun TX850

 

Als Ersatz für meinen Teknetics Eurotek Pro schaffte ich mir 2020 den Tianxun TX850 an, auch liebevoll „China-Lady“ genannt. Dieses nur 150 Euro teure Gerät soll ein Nachbau des Teknetics G2 sein, der immerhin, je nach Anbieter, 500 Euro + X kostet!!! Und ich kann vorwegnehmen, ja, der TX850 ist sogar ein sehr guter Nachbau des teuren Markengerätes! Das Gestänge des G2 mag wohl etwas stabiler sein, aber das Handling erinnerte mich sofort an meinen alten Eurotek Pro. Voll in Ordnung für das Geld, alles ganz normal verarbeitet und die Stangen sind ebenso stabil und rastbar wie zusätzlich noch durch eine Drehverriegelung zu sichern. Das kam mir alles seltsam vertraut vor! Noch auffälliger waren die Ortungstöne, eine 100 Prozentige 1:1 Kopie meines alten Eurotek der auch immerhin 250 Euro kostete! Das Display und die gesamte Elektronik sind bis auf den Schriftzug haargenau dem G2 nachempfunden (siehe Fotos).


Sogar das original G2 Logo nach dem Einschalten - unglaublich!

 

Hier das Original


Die Tiefenleistung und Diskriminierung dieses „Nachbaus“ sind im Internet auf YouTube bereits des öfteren durch namenhafte Sondengänger hoch gelobt worden, (siehe z.B. hier oder hier) diese Daten entsprächen in etwa denen des G2. Mit diesen Vorschusslorbeeren ging ich also diesen Samstag 2 Stündchen mit Heike ins Gelände. Der erste Liveeindruck des TX850 bestätigte die Tests im Internet. Durch die Doppel D Spule wird trotz der enormen Empfindlichkeit und Tiefenleistung eine gewisse Laufruhe erreicht, da das elektromagnetische Feld des TX850 (DD Spule) im Gegensatz zur konzentrischen Spule breit bleibt. Bei der konzentrischen Spule ist das sogenannte Suchfeld also trichterförmig (oben breit und nach unten hin spitz zulaufend). Dieses Verhalten ermöglicht zwar eine genauere Ortung von kleinen Objekten, aber führt in der Praxis zu unruhigerem Suchverhalten, besonders bei mineralisierten Böden. Die Selektion oder auch Diskriminierung verschiedener Metalle ist die Stärke der DD Spulen - Wenn man damit umgehen kann ist das durchaus ein Gewinn! Unser Weg führte uns in den Fröndenberger Wald, hier wurde seit langer Zeit Kohle abgebaut, der Abbau aber 1954 wegen eines Unglückes eingestellt. Unsere Suche fand nur ein Stück rechts und links des Weges statt, und doch ließ sich neben Kronkorken und anderem Metallabfall, sowie massenweise Drahtzaunüberresten, der eine oder andere Fund machen welcher auf die Geschichte dieses Ortes schließen lässt.

Eine zu gewucherte Abraumhalde in der Suchgegend

 

Hier zwei breite, schwere Eisennägel, wahrscheinlich für die Stützaufbauten der Stollen und als Schwellennägel für die Schienen. Würde mal auf 19 Jahrhundert tippen.


Alter Schraubenschlüssel wahrscheinlich kurz nach Kriegsende verloren worden.


Schweres Kaliber 50 Projektil (Kupfermantel mit Bleikern), allem Anschein nach US Ursprung von der Firma Browning für BMG 50. Passt natürlich auch in die Geschichte dieses Ortes, da die Rohstoffgewinnung immer wieder Ziel kriegerischer Angriffe war.


 
Aus der Reihe gefallener Kupferbeschlag (vielleicht von einer Schmuckdose) mit chinesischen Schriftzeichen. Alter bis jetzt noch nicht ermittelbar.


Die Pinpointingfunktion war trotz der DD Spule wirklich gut, genauso wie die Diskriminierung, welche ich aber nur auf 20 einstellte (Leitwert) damit uns kein Eisenteil entwischt. Denn wie bereits gesagt und auch oben zu sehen, handelt es sich bei diesem Wald um eine alte Kohleabbaustelle, an der größtenteils Werkzeuge und Bauutensilien der vergangenen Zechentätigkeit zu erwarten sind. Alles in allem ein schöner Waldspaziergang mit dem entspannend ruhigen Detektorfeeling eines „Teknetis G2“, welcher (auch wenn angeblich nur ein Clone) für diesen Preis ne echte Bombe ist. Meines Erachtens baut Tianxun die Elektronik für Teknetics (zumindest für den G2) und verkauft das Ding unter anderem Namen und anderer Bezeichnung, mit einem verändertem Gestänge auch auf eigene Rechnung. Wenn nicht fresse ich einen Besen, ich hab immerhin 7 Jahre mit einem Teknetics gesondelt und die Ähnlichkeiten sind entlarvend!


Liebe Grüße


Euer Micha

Freitag, 24. Juli 2020

LICHT - Nachts durch die Milchstraße (Update)


Licht ist mehr als nur ein bestimmtes Spektrum elektromagnetischer Wellen oder ein Strom aus Photonen. Es ist ein Motor für das Leben wie wir es kennen. Von der Fotosynthese der Pflanzen bis zur Bildung von Vitaminen ist das Licht nahezu unverzichtbar für den Stoffwechsel von fast jedem Lebewesen auf unserem Planeten. Für uns Menschen ist das Sehen mit Sicherheit einer unserer Hauptsinne, dieser wäre ohne Licht vollkommen nutzlos. Das sichtbare Licht ermöglicht uns die Wahrnehmung unserer Umgebung und viel mehr!

Gerade jetzt wo mein rechtes Auge durch PVR und die deshalb nötigen 4 Operationen sehr eingeschränkt ist, tritt das Sehen für mich aus dem Schatten der Selbstverständlichkeit. Nicht nur das man seine Umwelt nicht mehr wahrnimmt, ich merke plötzlich auch wie sehr etwas entscheidendes fehlt, wenn Blicke durch verletzte Augen ausdruckslos werden. Denn es geht nicht nur etwas in das Auge hinein, sondern das Auge kommuniziert auch mit seiner Umwelt. Es zeigt Gefühle an und löst Gefühle aus, außerdem trägt es, nicht nur vom Aussehen her, maßgeblich zu Selbstwahrnehmung und Selbstvertrauen bei. Nun zeigt mittlerweile auch mein linkes Auge ungesunde Veränderungen an der Netzhaut, was mich dazu bewegt (so lange es noch geht) ein wenig Astronomie zu betreiben. Ich war schon immer gern nachts unterwegs, dabei schaute ich sehr oft zu den Sternen und manchmal, wenn eine Sternschnuppe niederging, wünschte ich mir auch etwas. Die meisten Sternschnuppen allerdings sind so lichtschwach, das viel zu viele Wünsche nicht in Erfüllung gehen können - Leider!

Ein Wunsch von mir war es immer den Nachthimmel so sehen zu können wie unsere Vorfahren, ohne das Störlicht der Straßenlaternen und das der Städte, heute besser als Lichtverschmutzung bekannt. Man muss schon weit in die Pampa fahren um vor einem dunklen Nachthimmel wirklich viele Sterne sehen zu können, aber sie sind da oben - ich weiß es ;o) In meiner Jugend musste man, um die Sterne zu fotografieren, beispielsweise in die Berge fahren, da es leider keine Möglichkeit gab dieses in Stadtnähe zu tun - Heute schon - und das sogar mit winzigen Mitteln! Meine etwas ältere Canon EOS 450D flux  mit einem 40 Jahre alten manuellen 35mm Yashica Weitwinkel ausgestattet (Ebay 10 Euro plus Versand, sowie ein M42 Adapter 5,- Euro), ein kleines Stativ mitgenommen und ab in den Garten! Dank Stellarium (Android-Software) ist der Himmelsabschnitt in dem sich die Milchstraße befinden soll schnell gefunden, mit dem bloßem Auge allerdings ist nur der Jupiter zu erkennen, sonst erstreckt sich überall ein dunkles milchiges Grau.

Da meine Canon keinen IR Filter mehr hat (für Teleskopaufnahmen von interstellaren Nebeln ausgebaut) , habe ich in unsrer lichtverschmutzen Gegend (Raum Unna) schlechte Karten, denn alle Licht- und Wärmequellen bringen ein ordentlichen Rotstich ins Bild - Wie man auf dem unteren Bild unschwer erkennen kann. Das war also mein Rohmaterial vom 22.07.2020 um 0:14 Uhr. Die Belichtungszeit betrug 10 Sekunden.

Danach, im weiteren Verlauf der Nacht, schlug die Stunde von PC Programmen wie Photoshop und DeepSkyStacker mit einem ganz passablen Ergebnis. Na ja, früher war eben doch nicht alles besser ;o) Auch wenn hier in der Umgebung des Ruhrgebietes die Lichtverschmutzung hoch ist, kann man doch schon deutlich das Band der Milchstraße (von oben nach unten) erkennen. Siehe unten.

Sehr schön zu sehen im Sternbild Schild (Oberes Drittel) ist der Halbkreis (1) aus den Sternen Eta Scuti, 12 Aquilae, Lambda Aquilae, 15 Aquilae und 14 Aquilae. Mitten durch diese Sternenkombi gleitet ein Lichtstreifen der laut Stellarium zum russischen Satelliten Cosmos 389r gehört. Etwas rechts (nach unten gehend) befindet sich am Ende der Viererkette (Deichsel - Nr.2 ) aus den Sternen HD173278, HD173093, HD172831 und V453 Scuti der 582 Lichtjahre entfernte HD172348, welcher mit den Sternen Alpha Scuti (199 Lichtjahre) Delta Scuti (202 Lichtjahre) sowie mit Epsilon Scuti (538 Lichtjahre) den Wagen (3) darunter bildet. Circa 1,5 Finger breit tiefer befinden sich die beiden Sterne HD171391 und HD 170740 (4). Nochmals 1,5 Finger tiefer kommen wir zu zwei kleinen Sternengruppen rund um den Stern V450 Scuti, (5 Sterne - drei links, zwei rechts Nr. 5) welcher uns in direkter Linie nach rechts (kleiner roter Fleck) zum berühmten Adlernebel (6) führt der knapp 7000 Lichtjahre entfernt liegt und "die Säulen der Schöpfung" beinhaltet. Etwas darunter findet sich der Omega Nebel (ca. 5500 Lj), welcher die Ziffer (9) trägt, da ich ihn erst später identifiziert habe. Ein ganzes Stück tiefer im Sternbild Schütze, liegt der knapp 5200 Lichtjahre entfernte Lagunen-Nebel, dieser ist der zweithellste Nebel den man von uns aus sehen kann (7). Ganz unten über dem Haus meines Nachbarn geht grade das Zentrum der Milchstraße auf (8), in dem sich auch das supermassive Schwarze Loch Sagitarius A befindet. Leider verschiebt sich das Zentrum zusammen mit der Wärmeabstahlung seines Daches etwas ins Rote.
Es ist jetzt schon spät und Zeit für`s Bett, aber ich freue mich, bei unserer Wanderung durch die Michstraße, mit Euch Lichter am Himmel gesehen zu haben die hunderte oder gar tausende von Jahren zu uns unterwegs waren - Lichter die man sonst nicht sieht und vielleicht auch nicht mehr sehen wird.

Liebe und nachdenkliche Grüße

Euer Micha