Net News Express

Sonntag, 6. Oktober 2013

Eine ernsthafte Betriebsversammlung Namens Revolution!





Man stelle sich vor man geht Morgen einfach nicht mehr zur Arbeit. Man ruft seinen Chef an und sagt: "Ich habe kein Geld für Sprit." Und dass obwohl der Chef einem ein fürstliches Gehalt bezahlt. Was würde passieren? Lohnfortzahlung gibt es für sowas bestimmt nicht und ich denke das gibt auf jeden Fall eine Abmahnung. Wenn der Arbeitnehmer dann mehrfach einige Wochen aus diesem Grund "blau macht" führt sowas definitiv zur Kündigung. Warum erzähle ich Euch dass? Weil ich dabei an die USA und deren "Shutdown" denke.

Ich frage mich warum die US Bürger (bis auf die Trucker) es ruhig mit ansehen das ihre Topangestellten (nämlich die Regierung und die sogenannte Opposition) einfach nicht in der Lage sind die Untergebenen anderen Mitarbeiter ordnungsgemäß zu bezahlen. Obwohl das Volk weiterhin in voller Höhe Steuern zahlt, werden schon lange nicht mehr alle Verpflichtungen des Staates gegenüber seinem Volk erfüllt, die Krönung ist allerdings der jetzige "Shutdown". 800.000 Staatsbedienstete wurden in unbezahlten Zwangsurlaub geschickt. Die Verwaltung steht quasi still, Ämter, Museen, Nationalparks und viele andere öffentlich geführte Betriebe arbeiten nicht mehr. Bei solch einer Leistungsbeschneidung muss in der Bevölkerung der Ruf nach entsprechender Steuerminderung laut werden! Wenn die Regierung nicht voll handlungsfähig ist, werden einfach in entsprechender Prozentanteilszahl weniger Steuern bezahlt und fertig! Mal sehen wie schnell dann wieder alles funktioniert.

Das Problem ist allerdings ein anderes. Die USA muss nicht unbedingt eine Weltangriffsarmee mit einem Budget von über 700 Milliarden Dollar unterhalten, auch ein Nachrichtendienstetat von weit über 50 Milliarden Dollar ist voll überzogen. Allein die sichtbare Zinslast der ständig steigenden Schulden von bald 16,7 Billionen Dollar macht die USA fast handlungsunfähig. Wenn die Zinsen nur ein wenig steigen würden, würde der US-Haushalt komplett zusammenbrechen, weil allein der sichtbare Zinsanteil am US-Haushalt dann weit über 30 Prozent des Gesamtbudgets hinausschießen könnte. Trotz so hoher Zahlungen hätten die USA aber immer noch eine Tilgung von 0% (also keinen Penny weniger Schulden) - vorausgesetzt es gäbe 0% Neuverschuldung - unmöglich!!!! Obendrein muss der Staat noch Zinsen für die Herausgabe seiner eigenen Währung an Privatbanken bezahlen - vollkommen Absurd!!! Über 50 Millionen Amerikaner leben bereits von Essensmarken, viele Städte und Gemeinden sind bankrott, die Infrastruktur verfällt und in Detroit legen sogar verarmte Menschen ihre verstorbenen Familienmitglieder einfach auf die Straße, weil kein Geld mehr für Beerdigungen vorhanden ist! Auch mehrere Niedriglohnjobs pro Nase lassen kaum Ersparnisse des Einzelnen zu, stattdessen schieben diese Teile der US-Konsumenten enorme Kreditkartenschulden vor sich her um überhaupt noch über die Runden kommen zu können. Aber es gibt noch einen weiteren Grund für die vermeintliche Armut des US-Volkes und dessen Regierung.

US-Großkonzerne drücken sich vor Steuerzahlungen, sie bezahlen ihre Steuern in kleinen Steuerparadies-Zwergstaaten oder mindern ihre Gewinne in absurden "Geschäften" mit ihren Tochtergesellschaften dermaßen, das für den amerikanischen Fiskus kaum noch was übrig bleibt und das obwohl die Konzerne in den USA selbst die Rekordgewinne einfahren. Anstatt die Vorstände und deren Steuerberater wegen Steuerhinterziehung anzuklagen, wird dieses asoziale Verhalten der Konzernleitungen auch noch von den meisten Politikern gebilligt und diese Leute werden hofiert, unterstützt und bewundert. Viele Abgeordnete verhindern aktiv entscheidende Gesetzesänderungen die dem Großkapital ihren gerechten Steueranteil abverlangen würden. Der normale US-Bürger - sofern er überhaupt noch einen Job hat - schultert also fast den gesamten US Haushalt, während sich die Großverdiener weitestgehend aus dem Staub machen. Gerade deshalb hat der brave US-Steuerzahler in meinen Augen noch enorme Macht. Zahlt einfach alle gar keine Steuern mehr, verweigert also Euren Topangestellten die Bezahlung wegen...: Leistungsverweigerung, Korruption, Diebstahl, Betrug, Verrat und unentschuldigtem Fernbleiben vom Arbeitsplatz.

Diese Ansammlung von Angestellten-Fehlverhalten betrifft allerdings nicht nur die USA selber, sondern fast die ganze Welt und es wird Zeit  das wir unseren Vertretern mal zeigen wer der Chef der Firma ist! Lasst uns also ein Haufen Abmahnungen verteilen und die größten Verräter feuern!  Es ist also mal wieder Zeit - Zeit für eine ernsthafte Betriebsversammlung mit Namen friedliche Revolution!

Liebe Grüße

Euer Micha

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